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Apple: Neues vom App Store 2.0

Bekommt viele neue Regeln: Der App-Store. (Bild: Apple)
Bekommt viele neue Regeln: Der App-Store. (Bild: Apple)
Apple plant einige Neuerungen in seinem Marktplatz für Apps: Weniger Provision, dafür Werbung und Beteiligung an Abos.

Normalerweise verraten große Konzerne vor einer wichtigen Ankündigung nur ungern, was denn bevorsteht. Klar gibt es mal gezielte Leaks, aber dass wirklich schon viele Details verraten werden, das ist doch eher selten. Gerade Apple ist nicht unbedingt für Offenheit bekannt. Aber diesmal hat sich der Senior Vice President of Worldwide Marketing von Apple, Phil Schiller, hat sich nun aber mit dem Magazin "The Verge" zusammengesetzt und über die Neuerungen im Apple App Store geredet. Eigentlich werden die erst auf der WWDC, also Apples Entwickler-Konferenz vorgestellt.

Schiller erklärt, dass Apple auch weiterhin 30 Prozent aller Einkünfte der App-Entwickler als Provision einbehalten wird. Für Abonnements, die länger als ein Jahr gehen, gibt es aber eine Neuerung: Hier wird Apple in Zukunft nur noch 15 Prozent Provision verlangen. Und: Ab sofort können Abonnements in allen Kategorien verkauft werden, vorher war dies einigen wenigen Bereichen vorbehalten. Sollte es gut angenommen werden, wäre es natürlich für die App-Entwickler ein Anreiz, in Zukunft ihre Apps nicht mehr zu verkaufen, sondern die Nutzer zu einem Abo zu überreden. Adobe mit Creative Cloud und Microsoft mit Office 365 machen ja schon länger vor, dass man damit gutes Geld verdienen kann. Außerdem beschweren sich kleine und mittlere Entwickler, dass die großen Entwickler einen übermäßigen Anteil der Gewinne bekommen, während für sie kaum etwas übrig bleibt (wir berichteten). Auch daran könnte Apples neues Modell etwas ändern.

Was Entwickler freuen dürfte: Apps werden von Apple wesentlich schneller überprüft, bevor sie in den App Store dürfen: 50 Prozent aller Apps werden innerhalb von 24 Stunden, 90 Prozent innerhalb von 48 Stunden geprüft, so Schiller.

40 Milliarden hätten Entwickler mit dem App-Store schon verdient, seit er 2008 gelauncht ist. Über ein Drittel davon wurde allein im letzten Jahr erwirtschaftet. Laut dem Bericht stammen allerdings 75 Prozent dieser Gewinne aus einer Kategorie: Games. Die Entwickler aus den anderen Kategorien brauchen also Perspektiven.

Apple führt deshalb noch etwas anderes ein: Entwickler können in Zukunft dafür bezahlen, dass sie bei bestimmten Suchbegriffen weiter oben aufgeführt werden. Es wird also in Zukunft Werbung im App Store geben. Diese soll aber nur für andere Apps sein und es soll immer maximal eine App angezeigt werden, die klar markiert wird. Auch generell soll der App-Store übersichtlicher werden und die Suche genauer. Dafür sollen beispielsweise Apps ausgefiltert werden, die man bereits besitzt und es sollen die Kategorie-Tabs zurückkommen, um mehr Ordnung zu schaffen.

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Autor: Florian Wimmer,  9.06.2016 (Update:  9.06.2016)
Florian Schmitt
Florian Schmitt - Managing Editor Mobile
Als ich 12 war, kam der erste Computer ins Haus und sofort fing ich an rumzubasteln, zu zerlegen, mir neue Teile zu besorgen und auszutauschen – schließlich musste immer genug Leistung für die aktuellen Games vorhanden sein. Als ich 2009 zu Notebookcheck kam, testete ich mit Leidenschaft Gaming-Notebook, seit 2012 gilt meine Aufmerksamkeit vor allem Smartphones, Tablets und Zukunftstechnologien.