Damit wir (Gaming-) Laptops besser miteinander vergleichen können, versuchen wir die verschiedenen Modelle immer in einem ähnlichen Leistungsprofil zu testen. Als es noch keine obligatorischen Control-Center-Apps der Hersteller gab, war das deutlich einfacher, denn hier haben wir uns auf einen der Windows-Modi verlassen (Energy efficient, Balanced, Performance).
Zu Beginn der Control Center haben die Hersteller die Windows-Bezeichungen für die Power-Modi weitestgehend übernommen und etwas daran rumgeschraubt. Mittlerweile ist das nicht mehr unbedingt der Fall, was die Testung zumindest im Hinblick auf die Vergleiche schwieriger macht.
Denn vor allem der Performancemodus von Gerät A des Herstellers X hat selten die gleichen Leistungsmerkmale wie Gerät M von Hersteller Y. Selbst bei den Geräten A und B vom gleichen Hersteller kann man sich nicht darauf verlassen, dass ein Modus mit gleichem Namen die gleichen Leistungsmerkmale hat. Beispielsweise haben wir beim Asus ROG Strix G18 (für 2.299 Euro bei Amazon) von 2025 festgestellt, dass „sowohl die GPU- als auch die Gaming-Leistung (im Turbomodus) jedoch nicht besser als im Leistungs-Modus“ sind.
Das ist beim zuletzt getesteten Asus TUF Gaming A18 gänzlich anders. Hier legt vor allem die Grafikleistung einen signifikanten Schritt im Turbomodus zu und kann dadurch erst in diesem Modus leistungstechnisch zur Konkurrenz aufschließen.
Das bedeutet aber gleichzeitig, dass der sogenannte „Performance“-modus, also der Leistungsmodus, spürbar weniger Gaming-Leistung bietet als die Performance-Modi des G18 oder der übrigen Konkurrenten. Dafür spart das A18 im Performancemodus deutlich an Lautstärke und Energie, was in unserer Testgewichtung positiv zur Geltung kommt: Für ein paar Punkte weniger bei der 3D-Leistung, gibt es deutlich mehr Punkte in den Kategorien Temperaturentwicklung, Lautstärke und Verbrauch.
Im Grunde genommen könnte man argumentieren, dass der Performancemodus des A18 nur ein (besserer) Ausbalancierter Modus, er heißt nur eben anders und wir hätten im Turbomodus testen sollen. Das A18 hat nämlich keinen Balanced Mode. Aber erst einmal weiß man so etwas als Tester zu Testbeginn nicht, es stellt sich eher beim Testen heraus und andererseits ist der Modus auch wirklich gut – die Leistung sinkt verhältnismäßig wenig und demgegenüber steht ein signifikanter Gewinn bei den übrigen Kategorien.
Hat also Asus etwas geschummelt, indem sie den Balanced-Modus gestrichen bzw. einfach in „Performance“ umbenannt haben? Oder hat der Hersteller endlich einen clever optimierten Leistungsmoddus in petto, der nur wenige Frames opfert, um deutlich leiser und sparsamer zu sein? Das darf jeder für sich selbst entscheiden, unsere Tests helfen dabei, indem sie Benchmarkergebnisse und andere Daten auch zu den weiteren Modi geben.
Hätte das A18, wenn sich die Wertung ausschließlich auf den Turbomodus beziehen würde, schlechter bei uns abgeschnitten? Ja, das ist sehr wahrscheinlich. Unser Wertungssystem bezieht nur die Ergebnisse von einem der Modi mit ein. Deshalb ist es immer sinnvoll den ganzen Test zu lesen (Test Asus TUF Gaming A18), denn hier geben wir neben der reinen Wertung auch immer Informationen zu den weiteren Leistungsmodi an.





















