
Kamera-Drohne DJI Neo 2 mit Mini-Display im Test - Was die Neo 1 hätte sein sollen
Schnelles Upgrade.
Vor nur einem Jahr erschien mit der Neo 1 DJIs leichteste und preiswerteste Drohne. Die musste aber einiges an Kritik einstecken. DJI hat reagiert und verbessert die Neo 2 an allen wichtigen Punkten - aber auch erfolgreich?Christian Hintze Veröffentlicht am 🇺🇸
Testfazit - Rundum verbessert
Die kompakte und leicht bedienbare DJI Neo 2 ist nun ein deutlich spannenderes Einsteiger-Paket des Marktführers. Sie fliegt schneller, hat einen schnelleren Sensor, mehr Speicher, ist besser stabilisiert und hat endlich eine ordentliche Hindernissensorik inkl. LiDAR.
Auch die Videoqualität konnte sich verbessern, allerdings dürfte es hier dennoch am ehesten noch Diskussionsstoff geben, was vor allem an der Bildautomatik liegen dürfte.
Durch die vielen Verbesserungen ist die Drohne zudem teurer geworden, statt 199 zahlt man nun 239 Euro.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Statt 199 € der Neo 1 sind für die Neo 2 alleine nun 239 € fällig, in unserem Fly More Combo 399 €.
Die erste Neo (hier unser Test, 179 € bei Amazon) wurde erst im September 2024 eingeführt. Schon jetzt schiebt DJI die verbesserte Neo 2 hinterher - ein Zeichen dafür, dass die erste Neo so beliebt oder so verbesserungswürdig war?
Wir testen die Neo 2 direkt zum Marktstart am 13. November 2025 und zwar wieder im Fly More Combo mit RC-N3-Fernsteuerung, zwei weitere Akkus und 3er-Ladegerät. Für die RC-N3 verweisen wir auf unseren Test der Neo 1.
Statt 30 fps sind nun 4K-Aufnahmen mit 60 fps möglich (100 fps im Zeitlupenmodus) und statt 8 schafft sie jetzt 12 m/s im Sportmodus.
Außerdem ist endlich eine Hinderniserkennung (LIDAR vorne, Infrarot unten) an Bord und der interne Speicher wurde mehr als verdoppelt.
Wahlweise filmt die Neo2 jetzt auch im 2,7K-Hochformat. Neu ist auch das kleine Display an der linken Front: Das zeigt den aktuellen Flugmodus an (z.B. Follow).
Für Nutzer fast noch wichtiger dürfte jedoch der verbesserte Gimbal sein: Statt 1-Achsen-Stabilisierung sorgt die Neo 2 endlich auf 2 Achsen für stabilere Shots - und das macht sich wirklich positiv bemerkbar!
Gehäuse & Verarbeitung - In mehreren Gewichtsstufen
Optisch ist die Neo klar wiedererkennbar, dabei wurde der Body neu gestaltet: Der graue Kunststoff ist dunkler geworden und der Akku rückt auf die Oberseite. Hinten ist das optionale Videoübertragungsmodul an den USB-C-Slot geschraubt.
Je nachdem, ob man das Transmittermodul oder den Propellerschutzes verwendet, variieren Gewicht und Flugzeit (ca. 15 bis 19 Minuten).
Inbetriebnahme und App
Über die App sind noch mehr Automatikmodi anwählbar, man kann diverse Optionen und das Drohnenverhalten je Modus konfigurieren, aufgenommene Bilder und Videos sowie Tutorials anschauen usw.
Praxistest - Flugverhalten und Bildqualität
Für Anfänger gibt es in der App diverse Flug-Tutorials. Wir testen zunächst die neue Hinderniserkennung: Wir aktivieren den Follow-Modus (Geschwindigkeit via App anpassbar) und gehen durch tiefer hängende Äste mehrerer Nadelbäume hindurch. Die Drohne folgt uns zuverlässig und umfährt die Hindernisse. Manchmal kann die Kamerafahrt aber auch mal etwas ruckeliger verlaufen, wenn die Drohne bspw. einen "Umweg" schnell aufholen muss.
Steuerung
Im manuellen Steuerungsmodus kann die Hinderniserkennung manchmal auch etwas nerven, wenn wir sie etwa selbst durch das Geäst steuern wollen, die Drohne aber partout nicht weiterfliegen will, da sie Hindernisse erkennt.
Sonst steuert sich die kleine Drohne sehr eingänglich, auch wenn sie natürlich windempfindlicher ist als größere Modelle. Aber die Neo 2 reagiert zügig auf unsere Eingaben, wir hatten beim Fliegen viel Spaß.
Videoqualität
Alleine durch die bessere Stabilisierung kann die Videoqualität zulegen. Hinzu kommt die Möglichkeit für 60 statt 30 fps, was Zeitlupenmomente auch in 4K ermöglicht.
Perfekt ist die Videoqualität aber sicher nicht, immerhin hat der Sensor noch immer die gleiche Größe. Rauschen ist vor allem bei dunklen Objekten vor hellem Hintergrund ein klar sichtbares Problem, Gegenlicht mag die Kamera überhaupt nicht, der Dynamikumfang ist nicht unbedingt riesig. Auch sonst kann es teils zu leichtem Clipping heller Bereiche kommen und die Farben sowie der automatische Weißabgleich sind nicht immer optimal. Die Bilder unten wurden von 4K auf Full-HD verkleinert.
Insgesamt gefällt uns das Bild schon spürbar besser als bei der Neo 1, dennoch ist es lange nicht auf dem Stand teurerer DJI-Modelle - irgendwo muss sich der Preisunterschied ja bemerkbar machen.
Übertragung zum PC
Um Videos und Fotos von der Drohne zu übertragen hilft die App, oder man schließt die Neo 2 einfach per USB-C-Kabel am PC an. Dann öffnet sich das Browserfenster mit dem internen Speicher der Neo 2, der von 22 auf 49 GB anwächst. Sodann lassen sich Dateien einfach per Drag and Drop auf den PC ziehen.
Zusammenfassung
Die DJI Neo 2 wurde an allen Ecken und Enden verbessert und ist jetzt endlich die empfehlenswerte DJI-Einstiegsdrohne, die die Neo 1 schon immer sein wollte.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
























































