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Behörden entsperren Handys mit Fingerabdrücken von Toten

Behörden entsperren Handys mit Fingerabdrücken von Toten (Symbolfoto)
Behörden entsperren Handys mit Fingerabdrücken von Toten (Symbolfoto)
Wie die amerikanische Magazin Forbes in einem Gespräch mit einem FBI-Spezialisten in Erfahrung bringen konnte, nutzen staatliche Stellen inzwischen sehr häufig und auch strukturiert die Möglichkeit, Smartphones von verstorbenen Personen mit deren Fingern zu entsperren.
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Wie Forbes unter Berufung auf den FBI-Forensiker Bob Moledor berichtet, wird in den Vereinigten Staaten flächendeckend der Versuch unternommen, mittels Fingerabdruck gesperrte Smartphones von verstorbenen Personen zu entsperren, wenn sich Ermittlungsbehörden von auf dem Smartphone gespeicherte Informationen einen Erkenntnisgewinn erhoffen.

Rechtlich soll dies in den USA der Anwältin Marina Medvin zufolge kein Problem darstellen: So hätten Tote kein Interesse mehr an der eigenen Privatsphäre und können es nicht einklagen, zudem sei es praktisch selbst Angehörigen nicht möglich, Ermittlungsbehörden konkret an dem Entsperrversuch zu hindern. Ein gerichtlicher Beschluss sei zudem nicht nötig, womit eine solche Entsperrung bereits etwa direkt an Tatorten stattfinden könnte. 

Im Gegensatz zum - technisch nicht trivialen - Entsperren von Smartphones kostet die Entsperrung durch den Finger des Toten zudem kein Geld. Praktisch können durch die Entsperrung etwa Drogendealer bei einer Überdosis ebenso in Kenntnis gebracht werden wie beispielsweise über verschlüsselte IM-Nachrichten erhaltene Anweisungen etwa bei terroristischen Anschlägen.

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Silvio Werner
Silvio Werner - Senior Tech Writer - 4086 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2017
Ich bin seit über zehn Jahren journalistisch aktiv, den Großteil davon im Bereich Technologie. Dabei war ich unter anderem für Tom's Hardware und ComputerBase tätig und bin es seit 2017 auch für Notebookcheck. Mein aktueller Fokus liegt insbesondere auf Mini-PCs und auf Einplatinenrechnern wie dem Raspberry Pi – also kompakten Systemen mit vielen Möglichkeiten. Dazu kommt ein Faible für alle Arten von Wearables und insbesondere für Smartwatches. Hauptberuflich bin ich als Laboringenieur unterwegs, weshalb mir weder naturwissenschaftliche Zusammenhänge noch die Interpretation komplexer Messungen fern liegen.
Kontakt: silvio39191
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Autor: Silvio Werner, 24.03.2018 (Update: 15.05.2018)