Billig-Mini-PC mit Xeon und dedizierten GPUs: Zu gut, um wahr zu sein?

Ein neues und noch relativ kompaktes System bringt einen Xenon-Rechenchip und eine dedizierte Grafikkarte für einen Preis von mindestens 239 Dollar mit. Das klingt ein wenig zu gut, um wahr zu sein, und tatsächlich lohnt sich das genaue Hinschauen sehr. So betreibt der Hersteller beziehungsweise zumindest der Verkäufer RmataMini massive Resteverwertung und verbaut mit dem Intel Xeon E5-2698Bv3 einen im dritten Quartal 2014 auf den Markt gekommenen Prozessor. Dieser bringt aber immerhin schon 16 Rechenkerne mit und kann 32 Threads bearbeiten. Dieser Xeon-Prozessor bringt - so, wie es bei diesen Server-Prozessoren der Regelfall ist - keine iGPU mit, dementsprechend ist eine dedizierte Grafikkarte nötig. Je nach gewählter Modellversion kommen die Nvidia Geforce GTS 450, die Nvidia Geforce GTX 850M oder die Nvidia Geforce GTX 1650M zum Einsatz. Dementsprechend wird auch bei den Grafikkarten auf alte Modelle gesetzt.
Installiert ist den Produktspezifikationen zufolge ein 16 Gigabyte großer Arbeitsspeicher. Der PC misst 201 x 201 x 142 Millimeter und kommt an der Front mit einem beleuchteten Lüfter. Optisch würden wir das System schon als eher schick bezeichnen. Es stehen viermal USB 3.2 im Typ A bereit, dazu kommen noch zweimal USB 2.0. Die Netzwerkanbindung ist auch über Gigabit-Ethernet möglich. Für wen sich der offenbar nur in den USA erhältliche PC wirklich eignen könnte, ist ein wenig unklar: So ist die Leistungsaufnahme hoch, die Leistung eher gering und die CPU unterstützt zumindest offiziell kein Windows 11. Interessant könnte der PC für Nutzer sein, die möglichst viele Rechenkerne zum möglichst kleinen Preis brauchen und keine Gebrauchtgeräte kaufen können oder wollen.









