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China verbietet Blut, Leichen und Poker in Videospielen

China hat neue Regeln zur Zensur von Videospielen. (Bild: ExplorerBob, Pixabay)
China hat neue Regeln zur Zensur von Videospielen. (Bild: ExplorerBob, Pixabay)
Der Gaming-Markt in China öffnet sich immer weiter für internationale Unternehmen. Die chinesische Regierung hat jetzt eine Reihe neuer Zensur-Regeln aufgestellt. Glücksspiel, Blut und Leichen sind dabei nur ein paar der ab sofort verbotenen Inhalte.

China ist der größte Markt für Videospiele der Welt. Mit 1,4 Milliarden Einwohnern und fast 30 Milliarden Euro an jährlichen Umsätzen im Gaming-Sektor ist das Land eine besonders lukrative Region für die Unternehmen der Branche. Um ein Spiel im stark regulierten Staat verkaufen zu dürfen, müssen Publisher aber einige strenge Auflagen erfüllen.

Der Freigabeprozess obliegt neuerdings der Propaganda-fokussierten State Administration of Press and Publication, welche die Freigabe neuer Spiele neuen Monate komplett eingefroren hatte, um neue Regeln festzulegen. Insbesondere drei Kategorien sind nun komplett verboten: Glücksspiele inklusive Mahjong und Poker, Spiele die sich mit der Vergangenheit des Kaiserreichs China befassen und Spiele, die Blut oder Leichen zeigen.

Wenn das Land China in einem Spiel gezeigt wird, muss dies auch in einem positiven Licht geschehen, sodass chinesische Werte und die Kultur des Landes so gezeigt werden, wie die Propaganda es für richtig hält. Nachdem ein Spiel zugelassen wurde, müssen Publisher ihren potentiellen Kunden auch deutlich mehr Informationen zur Verfügung stellen, bevor diese ein Spiel kaufen, inklusive einer Reihe an Screenshots, einer exakten Liste der Features sowie einem detaillierten Script.

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Autor: Hannes Brecher, 23.04.2019 (Update: 23.04.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.