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ROG Mothership: Gaming-Convertible mit Flüssigmetall-Kühlpaste

Die Tastatur lässt sich abnehmen, der Bildschirm bleibt dank Kickstand stehen. (Bild: Asus)
Die Tastatur lässt sich abnehmen, der Bildschirm bleibt dank Kickstand stehen. (Bild: Asus)
Mit dem Mothership GZ700 zeigt ROG endlich mehr Details des zur CES vorgestellten Gaming-Convertibles, das dank Wärmeleitpaste aus Flüssigmetall den integrierten Core i9 besonders weit übertakten können soll. Das Design mit Kickstand und abnehmbarer Tastatur erlaubt eine besonders flexible Gaming-Erfahrung.

Wärmeleitpaste verbindet die CPU mit dem Kühlkörper. Je effizienter diese die Hitze abführen kann, desto schneller kann der Lüfter sie aus dem Gehäuse transportieren. Flüssigmetall ist zwar grundsätzlich kein neues Material dafür, werkseitig installiert wird das stark wärmeleitende Material bisher aber bei kaum einem Gerät. 

Flüssigmetall ist als Leitmedium sehr effizient, jedoch lässt es sich im maschinellen Fertigungsprozess nur sehr schwer auftragen. Es muss absolut homogen verteilt sein, eine bestimmte Dicke haben und es dürfen sich keine überstehenden Reste auf dem Mainboard verteilen. Asus hat für diesen Zweck eigens einen Roboter entwickelt, der den hohen Anforderungen gerecht wird.

ROG wittert hier eine Chance und zeigt ein Convertible, dessen Prozessor - aber nicht die Grafikkarte - ab Werk übertaktet ist und der von Flüssigmetall profitiert. Es handelt sich um ein optionales Feature (Custom EMS Machine), es wird auch Varianten ohne Liquid Metall Cooling geben. 

RTX 2080 ohne Flüssigmetall

Warum erhält die RTX 2080 kein Flüssigmetall? Der Hersteller hat es ausprobiert und feststellen müssen, nur der Prozessor profitiert mit höheren Taktraten von Flüssigmetall, die GPU hingegen gar nicht oder nur so marginal, dass sich der teure Flüssigmetall-Prozess nicht lohnt. 

Dennoch übertaktet Asus seine GeForce RTX 2080 auf bis zu 1.880 MHz – der Stromverbrauch der GPU liegt dabei bei stolzen 200 Watt. Zum Vergleich: NVIDIAs eigene Founders Edition kommt auf gerade mal 1.800 MHz. Dank des auf 4,7 GHz übertakteten Intel Core i9-9980HK dürfte es auch beim Prozessor zu keinerlei Engpässen kommen.

Das Mothership wird wahlweise mit einem 4K-Display mit 60 Hz und voller Abdeckung des Adobe RGB-Farbraums oder aber mit einem 144 Hz schnellen 1080p-Display mit einer Reaktionszeit von 3 ms angeboten. Das macht durchaus Sinn, denn das Gerät ist auch für professionelle Anwender interessant, die ein Convertible mit viel Leistung suchen, für die Auflösung aber wichtiger als Reaktionszeit ist.

Wie das Gehäuse des Convertibles, das aus zwei Modulen besteht, funktioniert, sieht man in unserem Hands-On von der CES. Mit einem Gewicht von fast 5 kg gehört das Gerät auf jeden Fall nicht zu den mobilsten Gaming-Notebooks am Markt. Der Stromverbrauch ist auch entsprechend hoch: Das Mothership wird mit zwei 280 Watt Netzteilen ausgeliefert, die Laufzeit des integrierten, 90 Wattstunden fassenden Akkus dürfte stark begrenzt sein.

Während die Preise noch nicht bekannt sind, soll das ROG Mothership GZ700 noch im zweiten Quartal – also bis Ende Juni – ausgeliefert werden.

ROG Mothership GZ700
CPUIntel Core i9-9980HK
GPUGeForce RTX 2080 mit 8 GB GDDR6
RAMBis zu 64 GB DDR4 2.666 MHz
Display17,3 Zoll, 4K, IPS Panel, 60 Hz, G-Sync, 100 % Adobe RGB
17,3 Zoll Full HD, IPS Panel, 144 Hz, G-Sync, 100 % sRGB
Speicher3 x 512 GB M.2 NVMe SSD (RAID 0)
AnschlüsseWiFi 6 (802.11 ax)
Bluetooth 5.0
1 x Thunderbolt 3 (USB-C)
1 x USB 3.1 Gen 2 Typ-C
3 x USB 3.1 Gen 2 Typ-A
1 x USB 3.1 Gen 1 Typ-A (charge +)
1 x HDMI 2.0
1 x AUX
1 x 3,5 mm Mikrofon
1 x RJ-45
1 x SD-Kartenleser
1 x Kensington Lock
Akku90 Wh
Maße410 x 320 x 29,9 mm
Gewicht4,8 kg

 

 

Quelle(n)

Asus, eigene

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Autor: Hannes Brecher, 23.04.2019 (Update: 29.04.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.