Ingenieure des JSK Robotics Laboratory der Universität Tokio haben einen neuen, quelloffenen, zweibeinigen Roboter entwickelt. Dieser soll die fortgeschrittene Robotik einfacher und zugänglicher machen. Mit diesem Projekt wollen die Entwickler ein Dilemma in der DIY-Robotik-Community lösen: die Wahl zwischen zerbrechlichen, 3D-gedruckten Teilen und langlebigen Metallbausätzen, die jedoch zu komplex für den Zusammenbau sind.
Zur Lösung dieses Problems nutzte das Team Techniken des Blechschweißens, um komplexe Formen zu einzelnen, integrierten Teilen zu kombinieren. Dadurch konnte die Anzahl der Bauteile für den Roboter reduziert werden. Wenn man die spiegelbildlichen Teile außer Acht lässt, besteht der Roboter nur aus 18 einzigartigen Metallkomponenten.
Das Design des Roboters ist auf Einfachheit und Zugänglichkeit ausgerichtet. Die Forscher konzipierten Mevita so, dass alle seine Komponenten – von den Servomotoren bis zu den maßgefertigten Strukturelementen – über E-Commerce-Plattformen bezogen und leicht modifiziert werden können. Für die Beschaffung der Teile nutzte das Team die Fertigungsplattform meviy des Unternehmens Misumi. Obwohl der Roboter ein einfaches Design aufweist, ist er sehr leistungsfähig.
Mithilfe eines KI-Steuerungssystems, das durch verstärkendes Lernen in einer Simulation trainiert wurde, kann er über unebenes Gelände und Rasenflächen laufen. Er ist zudem mit LiDAR und einer IMU (Inertial Measurement Unit) ausgestattet. Das Projekt ist vollständig Open Source, was es zum absoluten Traum für DIY-Enthusiasten macht. Die gesamte Software, die Trainingsumgebungen und die CAD-Modelle sind auf GitHub verfügbar.























