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DSGVO: Knuddels muss erstes Strafgeld zahlen

Nach einem Datenleck muss der deutsche Chatanbieter 'Knuddels' als erstes Unternehmen in Deutschland ein Bußgeld zahlen, weil es gegen die Datenschutz-Grundverordnung der EU verstoßen hat.

Nachdem Anfang September 2018 bekannt wurde, dass dem deutschen Chatanbieter Knuddels bei einem Datenleck die Zugangsdaten von knapp 1,9 Millionen Kunden geklaut und veröffentlicht wurden, hat die Datenschutzbehörde des Landes Baden-Württemberg nun ein Bußgeld von 20.000 Euro verhängt. Damit ist Knuddels das erste deutsche Unternehmen, welches aufgrund der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein Bußgeld zahlen muss. Das Unternehmen ist mit 20.000 Euro deswegen so glimpflich davon gekommen, weil es zuvor umfassend bei der Aufklärung des Falles kooperiert hat und die Fehler anscheinend korrigiert hat. Dies erklärte der Datenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg 'Stafan Brink' am Donnerstag.

Es bleibt sowohl in Deutschland, als auch in Europa insgesamt weiter spannend, ob und welche weiteren Unternehmen nach der neuen DSGVO in Zukunft Bußgelder bezahlen müssen. So kam beispielsweise erst kürzlich raus, dass Whatsapp eventuell die Rechte seiner Nutzer ignoriert, die nach der DSGVO garantiert werden.

Mit der DSGVO ist der Europäischen Union etwas gelungen, was vorher noch keiner geschafft hat. So wurden hier Regeln für den Datenschutz und Rechte für die Nutzer festgelegt, die noch deutlich über den eigentlichen Anwendungsbereich der Verordnung Anwendung finden. Es ist also quasi die erste globale Richtlinie, wenn es um Datenschutz geht. So profitieren beispielsweise auch Amerikaner von der Verordnung, da viele Unternehmen ihren amerikanischen Nutzern ähnliche Rechte einräumen, wie sie den europäischen Nutzern einräumen müssen.

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Autor: Cornelius Wolff, 22.11.2018 (Update: 22.11.2018)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.