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DSGVO: Whatsapp ignoriert Rechte der Nutzer

Quelle: Whatsapp
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Die DSGVO der Europäischen Union hat sich relativ schnell als globaler Standard des Datenschutz etabliert. Allerdings scheint das den Messenger-Dienst Whatsapp nicht wirklich zu kümmern, und so ignoriert der Betreiber häufig Widersprüche von Nutzern, die nicht möchten, dass ihre Daten an Facebook weitergegeben werden.

Mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist der Europäischen Union etwas gelungen, was zuvor noch keiner geschafft hat. Hier wurden Datenschutzregeln geschaffen, die nicht nur für den eigentlichen Geltungsbereich der Verordnung wirksam sind, sondern einen globalen Standard gesetzt haben, an welchen sich zu nehmend auch Firmen und ihre Angebote im Ausland orientieren.

Im Zuge dieser Datenschutzreform hat auch die Facebook-Tochter Whatsapp eine Anleitung veröffentlicht, wie man bei dem Konzern Widerspruch gegen die Weitergabe der eigenen Daten an Facebook einlegen könnte. Das Problem ist nur: Whatsapp scheint sich um diese Widersprüche nicht zu kümmern. Einem Bericht des Tech-Blogs Golem zufolge, hat Whatsapp solche Anfragen in der Vergangenheit teils beständig ignoriert. So kam es häufiger vor, dass Nutzer selbst Monate nach dem Einspruch noch keine Antwort des Dienstes erhalten haben, obwohl die gesetzliche Bearbeitungsfrist für solche Anfragen auf 2 Monate festgelegt ist.

Wenn Internetkonzerne länger für die Bearbeitung brauchen, bzw. gar nicht reagieren, kann man als Nutzer auch eine Beschwerde bei einer lokalen Datenschutzbehörde einlegen. Denn auch wenn Whatsapp eigentlich unter die irische Datenschutzbehörde fällt, kann man nach der DSGVO auch an einer lokalen Datenschutzbehörde Einspruch erheben. Dieser wird dann geprüft und von der Datenschutzbehörde in Absprache mit den irischen Behörden bearbeitet.

Interessant ist hierbei auch, dass viele Datenschützer, wie z.B. der Datenschutzbeauftragte aus Hamburg Johannes Caspar, der Ansicht sind, dass die Weitergabe der Daten prinzipiell nach der DSGVO verboten ist. Da allerdings, wie oben schon mal erwähnt, Whatsapp unter die Zuständigkeit der irischen Datenschutzbehörde fällt, konnte dies bisher noch nicht durchgesetzt werden.

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Autor: Cornelius Wolff, 20.11.2018 (Update: 20.11.2018)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.