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Das Asus Zenbook S 13 OLED zeigt eindrucksvoll, warum AMD aktuell die bessere Wahl für kompakte Laptops ist

Zenbook S 13 OLED
Zenbook S 13 OLED
Das neue ZenBook S 13 ist ein sehr gutes Ultrabook, dass den neuen AMD Ryzen 7 6800U verwendet. Im Test zeigt dieser deutliche Vorteile gegenüber den aktuellen Alder-Lake-Prozessoren von Intel.

Das neue Asus Zenbook S 13 ist ein sehr kompaktes Ultrabook und konnte in unserem Test ein sehr gutes Ergebnis einfahren und wir konnten keine richtige Schwachstelle finden. Das Gerät ist extrem kompakt, verwendet ein hochwertiges Metallgehäuse, bietet einen tollen OLED-Bildschirm, der dank einer Softwarelösung ohne das klassische PWM auskommt und auch die Ausdauer ist in Ordnung. Beim Display muss man allerdings erwähnen, dass der OLED seine volle Helligkeit von mehr als 500 cd/m² nur mit HDR-Inhalten erreicht, im regulären Betrieb sind es maximal rund 350 cd/m². Leider muss man HDR immer noch manuell in den Einstellungen umstellen, das ist allerdings ein generelles Problem von Windows.

Das Highlight ist aber natürlich der neue AMD Ryzen 7 6800U, der im Zenbook seine Premiere feiert. Dieser arbeitet mit Power Limits von 30/25 Watt und unterscheidet sich damit deutlich von den aktuellen Alder-Lake-Chips von Intel, die bei hoher Belastung auch gerne mal mehr als 50 Watt verbrauchen können und damit die Kühlung von kompakten Laptops vor eine große Herausforderung stellt. Von der Klassifizierung (U-Serie) her konkurriert der Ryzen 7 6800U eigentlich mit dem Intel-Prozessor Core i7-1255U, die Multi-Core-Leistung liegt aber auf dem Niveau des Core i7-1260P mit einem deutlich höheren Stromverbrauch (~40 Watt). Die Single-Core-Leistung ist bei den aktuellen Intel-Chips besser, allerdings wird die Leistung hier erneut mit einem deutlich höheren Stromverbrauch erkauft. Für die genauen Daten empfehlen wir unseren umfangreichen Effizienz-Artikel, wo wir uns sowohl die Single-Core- als auch die Multi-Core-Effizienz angesehen haben. Im Alltag bedeuten die niedrigeren Power Limits des AMD-Chips, dass der Lüfter nicht so schnell anspringen muss und es sich grundsätzlich um ein ruhigeres Gerät handelt.

Während die CPU-Leistung selbst nur minimal besser ausfällt als beim alten Ryzen 7 5800U, gibt es eine deutliche Leistungssteigerung bei der integrierten Grafikkarte. Die neue Radeon 680M ist deutlich schneller als die Iris Xe Graphics G7 und kann es in den Gaming-Benchmarks auch mit der dedizierten GeForce MX450 aufnehmen. Auch der integrierte Videodecoder arbeitet sehr effizient und ermöglicht lange Laufzeiten bei der Wiedergabe von Videos.

Insgesamt ist der neue AMD Ryzen 7 6800U ein deutlich stimmigerer Prozessor für sehr kompakte Laptops. Die aktuellen Intel-Chips benötigen viel Leistung, um konkurrenzfähig zu sein. Das erfordert starke Kühlungen und in unseren Tests ist uns bisher aufgefallen, dass die Lüfter bei diesen Laptops tendenziell schneller anspringen. Zudem reichen teilweise auch die normalen 65-Watt-Netzteile nicht aus, um den maximalen Energiebedarf zu decken. 

Problematisch ist aktuell allerdings die Verfügbarkeit, denn fast alle neuen Laptops setzen auf Intel-Prozessoren. Das Zenbook soll noch im Juli auf den Markt kommen, weitere Geräte mit den neuen AMD-Chips lassen aber noch auf sich warten. Wer aktuell einen neuen Laptop benötigt hat daher nur wenig Auswahlmöglichkeiten und ist eventuell gezwungen, einen Intel-Laptop zu wählen. Alle weiteren Informationen zum neuen Zenbook S 13 stehen in unserem umfangreichen Testbericht zur Verfügung:

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2022-07 > Das Asus Zenbook S 13 OLED zeigt eindrucksvoll, warum AMD aktuell die bessere Wahl für kompakte Laptops ist
Autor: Andreas Osthoff,  9.07.2022 (Update:  9.07.2022)