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Der neue Apple M2 benötigt eine aktive Kühlung und wird sogar im MacBook Pro 13 leicht gedrosselt

Apple MacBook Pro 13 M2
Apple MacBook Pro 13 M2
Das erste MacBook mit Apples neuem M2-Chip ist das bekannte MacBook Pro 13. Dieses bietet eine aktive Kühlung mit einem Lüfter, doch selbst hier kann der neue M2-SoC sein volles Potenzial nur für einige Sekunden aufrecht erhalten. Das sind keine guten Voraussetzungen für das neue MacBook Air M2, welches passiv gekühlt wird.

Apples neue CPU-Generation wurde mit viel Spannung erwartet und nach dem Test des aktuellen 2022er MacBook Pro 13 können wir dem neuen Apple M2 eine gesteigerte Leistung bescheinigen, vor allem auf der GPU-Seite. Auf der CPU-Seite wird der Leistungssprung aber vor allem durch einen erhöhten Takt erkauft. Da Apple weiterhin einen 5-nm-Prozess nutzt, führt das aber wiederum zu einem gestiegenen Stromverbrauch, sowohl beim Prozessor als auch der integrierten GPU.

Während die aktive Kühlung des alten MacBook Pro 13 mit dem M1-Prozessor keine Schwierigkeiten hatte, hat sich die Situation mit dem M2 nun verändert. Solange man nur eine Komponente beansprucht ist alles gut und die Leistung ist konstant, denn der Prozessor benötigt maximal ~20 Watt und die Grafikkarte ~13,5 Watt. Wenn man aber beide Komponenten gleichzeitig belastet, steigt die Package Power des M2 auf rund 35 Watt. Damit kann die Kühlung des MacBook Pro 13 nicht umgehen, denn obwohl der Lüfter schnell auf seine maximale Geschwindigkeit von ~7.300 U/Min beschleunigt, muss die Package Power trotzdem auf 28-30 Watt reduziert werden. Da die Chiptemperatur dennoch bei ~98 °C liegt und auch bleibt zeigt ganz deutlich, dass die Kühlung hier am Anschlag läuft.

Im Stresstest sinkt die Package Power des schnell von 35 auf 28-30W, die Chiptemperatur bleibt trotz voller Lüftergeschwindigkeit aber hoch (98 °C).
Im Stresstest sinkt die Package Power des schnell von 35 auf 28-30W, die Chiptemperatur bleibt trotz voller Lüftergeschwindigkeit aber hoch (98 °C).

Auch wenn es sich hierbei natürlich um ein Extremszenario handelt sind das keine guten Voraussetzungen für das wichtigere Modell von Apple, das komplett runderneuerte MacBook Air M2 mit der passiven Kühlung. Keine Frage, im Alltag wird für vermutlich 99 Prozent der Nutzer keine Probleme geben, doch man sollte keine Höchstleistungen erwarten, vor allem nicht bei dauerhafter Belastung. Bereits das MacBook Air M1 musste die CPU-Leistung nach kurzer Zeit etwas reduzieren, durch den gesteigerten Energiebedarf des neuen M2 dürfte der die Leistung jetzt etwas stärker einbrechen. Ob es dann auf der CPU-Seite überhaupt noch einen Vorteil gegenüber dem alten MacBook Air M1 gibt, muss sich zeigen, wir erwarten anhand der bisherigen Erkenntnisse aber keine große Verbesserung.

Einen genauen Termin für den Launch des neuen MacBook Air M2 gibt es noch nicht, im Apple Store wird nur Juli angegeben. Wer das meiste aus dem neuen Apple M2 herausholen möchte sollte sich aber definitiv für das MacBook Pro 13 M2 entscheiden, auch wenn das Notebook an sich schon seit Jahren unverändert ist. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Gesamtpaket immer noch sehr gut funktioniert und es im Alltag einfach ein sehr guter Begleiter mit hochwertigem Gehäuse, Top-Display, guten Lautsprechern und extrem langen Akkulaufzeiten ist, an denen die Windows-Konkurrenz oftmals weiterhin zu knabbern hat. Alle weiteren Details sind in unserem Testbericht verfügbar, das neue MacBook Air M2 werden wir natürlich ebenfalls so schnell wie möglich testen:

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Autor: Andreas Osthoff, 28.06.2022 (Update: 28.06.2022)