Dieses modifizierte MacBook Neo ist die Version, die von Apple fehlt

Das MacBook Neo ist für Apple ein großer Erfolg. Obwohl es sich um einen passiv gekühlten Laptop handelt, erweist sich der verbaute A18 Pro im Alltag dennoch als leistungsstark genug. Mit dem günstigen MacBook Neo brachte Apple die beeindruckende Effizienz des A18 Pro SoC in ein erschwingliches Laptop-Format. Allerdings geht das Gerät offiziell nur mit bis zu 512 GB Speicher an den Start.
Da im MacBook Neo derselbe A18 Pro steckt wie im iPhone 16 Pro, das offiziell mit bis zu 1 TB Speicher erhältlich ist, liegt die Vermutung nahe, dass auch das Neo diese Kapazität unterstützen könnte. Um das zu testen, hat der YouTube-Kanal dosdude1 einen 1-TB-NAND-Chip, der eigentlich für ein iPhone 16 Pro gedacht ist, direkt auf das Logic Board des MacBook Neo gelötet.
Bevor der YouTuber den Lötkolben ansetzte und die Garantie aufs Spiel setzte, legte er aber zunächst eine Ausgangsbasis fest. Direkt ab Werk verhält sich das Neo beim Starten in eine frische Installation von macOS 26 genau so, wie man es von einem Apple-Silicon-Gerät erwarten würde.


Die 8 GB Arbeitsspeicher lassen sich nicht ebenfalls erweitern, weil der A18 Pro laut dem YouTuber ein sogenanntes Package-on-Package-Design (PoP) nutzt. Dabei sitzt der RAM direkt auf dem SoC. Da für diese spezielle Chip-Anordnung keine alternativen RAM-Pakete verfügbar sind, ist ein Speicher-Upgrade auf dieser Ebene physisch nicht möglich – unabhängig von den Lötkenntnissen.
Zudem erklärt der YouTuber, dass sich nicht einfach ein gebrauchter NAND-Chip aus einem alten iPhone verwenden lässt. Der Ersatzchip muss vollständig leer und unprogrammiert sein, damit er sich mit der neuen Hardware koppeln lässt. Mit einem JC-P15-Programmiergerät wurde überprüft, ob der 1-TB-Chip erkannt und in einen „general state“ versetzt wurde – also als unbeschriebene Basis für macOS.
Nach dem Löten und dem anschließenden Zusammenbau stellte der YouTuber außerdem fest, dass der A18 Pro eine reine NAND-basierte Boot-Kette verwendet, anstatt ein NOR-basierten System zu nutzen, das von Macs mit M-Serie bekannt ist.

Im Gegensatz zu klassischen Macs, die mit einem leeren NAND in eine Bootschleife geraten, bleibt das MacBook Neo stabil und wechselt automatisch in den DFU-Modus – ähnlich wie ein iPhone oder iPad.
Mithilfe von Apple Configurator auf einem Host-Mac wählte der YouTuber anschließend eine macOS-IPSW-Datei aus. Das System erkannte den neuen 1-TB-Chip, formatierte ihn und führte die Wiederherstellung problemlos durch.

Nach dem Start von macOS 26 bestätigten sowohl die „Über diesen Mac“-Ansicht als auch die Disk Utility die Apple-SSD AP1024Z mit 1 TB installiertem Speicher. Im Blackmagic Disk Speed Test wurden Geschwindigkeiten von rund 1.700 MB/s erreicht – also etwa 200 MB/s mehr als mit dem serienmäßigen 256-GB-Laufwerk.
Auch wenn der Umbau technisch ein voller Erfolg ist, sieht es wirtschaftlich derzeit deutlich schlechter aus. Laut dem YouTuber ist es wegen der anhaltenden, KI-bedingten Bauteilknappheit extrem schwierig, einen leeren 1-TB-K8A5-NAND-Chip zu beschaffen. Ein Bauteil, das früher weniger als 100 US-Dollar kostete, liegt inzwischen bei mehr als 200 US-Dollar.
Das Video unten zeigt den kompletten Umbau des MacBook-Neo-Speichers.








