Weltpremiere: Flüssiggekühltes MacBook Neo knackt Leistungsrekorde

Für preisbewusste Käufer klingt ein 700 Euro teures MacBook Neo mit Apples A18-Pro-Chip wie ein wahr gewordener Traum. Allerdings handelt es sich weiterhin um ein passiv gekühltes Gerät. Unter Last kann sich das MacBook Neo thermisch drosseln, um Schäden zu vermeiden – wodurch spürbar Leistung ungenutzt bleibt.
Anstatt sich mit der geringeren Performance abzufinden, wollten die YouTuber Jack und Alex herausfinden, wie weit sich der Chip treiben lässt, wenn die thermischen Grenzen vollständig aufgehoben werden.
Die praktische Lösung: ein Wärmeleitpad
Bevor sie zu extremen Maßnahmen griffen, testete das Duo eine alltagstaugliche Lösung, die auch für normale Nutzer zugänglich ist. Sie öffneten das Notebook und stellten fest, dass lediglich eine dünne Graphenschicht zur Kühlung verwendet wird. Anschließend platzierten sie ein 2,5 Millimeter dickes Wärmeleitpad direkt auf dem Prozessor.

Nach dieser Modifikation zeigten die Ergebnisse im 3DMark Solar Bay Extreme einen Anstieg von rund 200 Punkten – ein Leistungsplus von 14 Prozent – bei gleichzeitig um etwa 3 Grad niedrigeren Innentemperaturen.
Extreme Maßnahmen: Flüssigkühlung
Mit der moderaten Verbesserung nicht zufrieden, beschlossen die beiden YouTuber, ein maßgeschneidertes Flüssigkühlungssystem für das ultradünne Notebook zu bauen – eine „offensichtlich“ praktische Lösung für Millionen von Nutzern.
Mithilfe einer Carvera-Desktop-CNC-Fräse entwarfen und fertigten sie einen individuellen Kupfer-Wasserkühler mit Mikrofinnen. Ergänzt wurde dieser durch eine verschraubte Acryl-Abdeckung sowie einen Gummi-O-Ring, um Lecks zu verhindern.

Für die Installation musste ein quadratisches Stück aus dem Aluminiumgehäuse des MacBook Neo herausgeschnitten werden, damit der Wasserkühler direkten Kontakt mit dem Chip herstellen konnte.
Der externe Kühlkreislauf – der das Notebook im Grunde zu einer Art Frankenstein-Gerät machte – bestand aus robusten Schläuchen, massiven Anschlüssen und einer zweckentfremdeten Smart-Home-Pumpe, die das Wasser zirkulieren ließ.
Wassergekühltes MacBook Neo pulverisiert Benchmark-Rekorde
Die Frankenstein-ähnliche Modifikation erwies sich als äußerst erfolgreich. Mit aktivierter Flüssigkühlung arbeitete das MacBook Neo konstant mit 8 Watt Leistungsaufnahme, ohne zu drosseln.
Im Cinebench 2026 erreichte das wassergekühlte MacBook Neo im Multi-Core-Test 1.938 Punkte – ein Plus von 21,2 Prozent gegenüber dem Serienmodell – und übertraf damit sogar das Ergebnis des M1 MacBook Air mit 1.836 Punkten. Laut Daten von Notebookcheck war das MacBook Neo bereits ohne Modifikationen im Single-Core-Test schneller als das M1 MacBook Air (147 Punkte gegenüber 110) und liegt nun auch bei der Multi-Core-Leistung vorne.

Zum Abschluss des Projekts führte das Team noch einen finalen 3DMark Solar Bay Extreme-Test durch und erreichte rund 1.540 Punkte – ein neuer Rekord für das Gerät.
Ein Loch in das Notebook zu schneiden und eine schwere, laute externe Wasserpumpe anzuschließen, ist für die meisten Nutzer natürlich keine praktikable Lösung. Dennoch zeigt das Experiment, wozu Apples Chips grundsätzlich in der Lage sind – und wirft zugleich Fragen zu Apples weiterhin konsequentem Einsatz passiver Kühlung auf, sowohl in der MacBook-Air-Reihe als auch nun beim MacBook Neo. Gerade weil eine bessere Kühlung offenbar deutlich mehr Leistung freisetzen könnte.










