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Entwickler glauben, dass Google Stadia bald eingestampft werden könnte

Google bietet Entwicklern einfach zu wenig Geld, um Ports auf die Plattform zu rechtfertigen. (Bild: Fredrick Tendong, Unsplash)
Google bietet Entwicklern einfach zu wenig Geld, um Ports auf die Plattform zu rechtfertigen. (Bild: Fredrick Tendong, Unsplash)
Ein Interview mit gleich mehreren Entwicklern gibt einen tieferen Einblick in die Probleme hinter dem Game-Streaming-Service Stadia. Demnach bezahlt Google für Ports schlicht zu wenig, während alle befürchten, dass der Service schon bald eingestellt werden könnte.
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Business Insider hat mit mehreren Entwicklern über Google Stadia gesprochen, die Probleme des Streaming-Dienstes werden dabei besonders klar. Allen voran scheinen Entwickler kaum einen Anreiz zu haben, ihre Titel zu dem Service zu bringen. Andere Plattformen bieten hier entweder eine riesige Spielerbasis, wie etwa Steam oder auch die Nintendo Switch, oder aber eine ganze Menge Geld – Epic Games bezahlt einigen Entwicklern mehrere Millionen Euro, um einen Release auf der Plattform sicherzustellen.

Google bietet weder das eine noch das andere. Laut einem Entwickler sind die gebotenen Beträge sogar dermaßen gering, dass sie nicht einmal Teil der Diskussion sind. Und abgesehen von Geld gibt es derzeit kaum Gründe, Spiele auf Stadia zu veröffentlichen, immerhin ist die Spielerbasis noch kaum nennenswert. Aus diesem Grund haben alle befragten Entwickler angegeben, dass sie befürchten, dass Stadia schon bald eingestampft werden könnte.

Google ist bekannt dafür, auch teilweise beliebte Produkte einzustellen, wie etwa den Google Reeader, das soziale Netzwerk Google+ oder sogar die äußerst beliebte Messaging-App Google Hangouts – die Liste der eingestellten Dienste ist lang. Ob Stadia bald Teil dieser Liste sein wird ist derzeit noch unklar – immerhin sollen dieses Jahr noch mehr als 120 neue Spiele auf der Plattform erscheinen. Auch wenn dieses Ziel erreicht wird, so scheint Nvidia mit GeForce Now noch immer mehr zu bieten zu haben.

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Autor: Hannes Brecher,  2.03.2020 (Update:  2.03.2020)
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Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.