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Eustella: Die europäische ChatGPT-Alternative aus Wien setzt auf Datenschutz

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Wien statt Silicon Valley. Während US-Giganten wie OpenAI und Google mit Nutzerdaten jonglieren, schickt ein Wiener Startup eine radikal andere Lösung ins Rennen. Eustella verspricht eine leistungsstarke KI-Infrastruktur auf Basis von Open-Source, die auf europäischen Servern läuft und die Privatsphäre respektiert.

Was ist Eustella? Die Vision der newsrooms.ai

Eustella möchte sich als europäische Alternative zu ChatGPT, Claude und Gemini positionieren. Das Unternehmen hinter dem Angebot lautet newsrooms.ai bzw. AI Newsrooms Technology GmbHmit mit Sitz in Wien, Österreich.

Das Kernziel des Unternehmens ist es, eine KI-Infrastruktur zu schaffen, die den europäischen Werten von Privatsphäre, Datensouveränität und Kontrolle entspricht. Derzeit läuft noch die Open Beta. Aber bereits jetzt kann man das LLM sowohl im Browser (Link) als auch über die App-Version (siehe App Store und Play Store) für iOS oder Android ansprechen.

Datenschutz als Fundament: Hosting auf deutschen IONOS-Servern

Eustella richtet sich an alle Personen, die genau wie bei den großen Anbietern unkompliziert Chat Bot, Agenten und Co einsetzen wollen, dabei diese aber nicht mit ihren persönlichen Daten füttern wollen. Bei Eustella füttert man dabei nicht alternativ einen europäischen Anbieter mit Daten, sondern es werden angeblich nahezu keine Daten gesammelt, Profiling wird nicht betrieben. Gehostet wird die KI auf Servern des deutschen Unternehmens IONOS, ohne amerikanische Muttergesellschaft. IONOS kann die verschlüsselten Chatinhalte nicht sehen.

Die Technik hinter der KI: Open-Source-Modelle statt proprietärem Training

Da die Seite oder App eines bzw. mehrere Open Source (OS) Modelle hostet, setzt newsrooms.ai nicht auf ein eigenes Trainig der KI, sondern setzt die jeweils modernsten und vielversprechendsten OS-LLMs ein. Das führt dazu, dass der Anbieter keine persönlichen Daten zum KI-Training verwenden muss. Die einzigen Daten, die gesammelt werden, dienen der Produktverbesserung (z.B. Ladezeiten, Fehlerraten, Latenzen, Klicks).

In der Verwertungskette gibt es dann tatsächlich doch ein Tool von einem US-Anbieter: Die Software PostHog vom gleichnamigen amerikanischen Anbieter läuft zur Product-Analytse. Es ist aber so konfiguriert, dass es nur auf den Servern in Frankfurt läuft und nur technische Metadaten auswertet (Klicks, Ladezeiten), aber keine Chat-Inhalte.

Wie hoch die Preise ausfallen, ob es wie üblich ein free tier gibt und wie eingeschränkt ein solcher Zugänge ist, ist bislang noch unbekannt, newsroom.ai möchte erst die Erfahrungen aus der Beta auswerten.

Ausblick: Wie schlägt sich die Open-Source-KI im Praxistest?

Die reine Verwendung von Open-Source-Modellen könnte natürlich einen Qualitätsverlust in den Antworten gegenüber den großen Anbietern bringen. Ob das so ist, habe ich in meinem nächsten Artikel getestet: Ich habe mir über den Reise-Agenten Tipps für 2 Tage Paris erstellen lassen, meinen DSA-Abend geplant und ein kleines Tool Vibe-gecoded.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-06 > Eustella: Die europäische ChatGPT-Alternative aus Wien setzt auf Datenschutz
Autor: Christian Hintze,  8.06.2026 (Update:  8.06.2026)