Auch wenn derart frühe Benchmark-Ergebnisse immer mit gehörig Vorsicht und Skepsis betrachtet werden sollten, scheint ein brandneuer Leak in der Benchmark-Datenbank Geekbench alte Vorurteile Exynos-Prozessoren gegenüber mal wieder zu bestätigen. Dennoch: Auch wenn sich Exynos-Hater durch diesen Leak in ihrer Meinung bekräftigt fühlen werden - es ist wichtig zu betonen, dass dieser Leak noch einen Chipsatz-Prototypen auf einem namenlosen Testgerät zeigt und noch nicht mal 100-prozentig bestätigt ist, dass es sich hierbei tatsächlich um den Exynos 2600 handelt.
Naheliegend wäre das allerdings schon, dann das Mainboard S5E9965 klingt sehr nach einem Nachfolger für das S5e9955, das man bei Exynos 2500 Benchmarks auf Geekbench zu Gesicht bekommt. Zudem liefert Geekbench einen Hinweis auf die integrierte Xclipse 960 GPU, das wäre also ebenfalls ein Nachfolger für die Xclipse 950 im Exynos 2500. Ungewöhnlich und nicht zu früheren Leaks passend sind die auf Geekbench geleakten Specs des Exynos 2600. Statt eines Octacore ist offenbar doch wieder ein Decacore mit 10 Kernen in 1-3-6-Cluster-Konfiguration verbaut, wobei letztere mit maximal 2,46 Ghz laufen, die Performance-Kerne mit bis zu 2,96 Ghz und der Prime-Kern mit 3,55 Ghz.
SME ist nun an Bord, Performance enttäuscht dennoch
Neu ist offenbar die Unterstützung für die Scalable Matrix Extension (SME), die mit der ARMv9 Architektur eingeführt wurden, wie der Benchmark-Leak verrät (ganz unten bei Instruction Sets) und die eigentlich mehr Performance bringen sollten. Davon ist aber zumindest bei diesem Leak noch nicht viel zu spüren. Die erreichten 2.155 Punkte Single-Core und 7.788 Punkte Multi-Core sind nur wenig mehr als zuletzt beim Exynos 2500 im Samsung Galaxy Z Flip 7 (hier bei Amazon erhältlich) und selbst das gilt im Vergleich zur Konkurrenz eher als Enttäuschung.
Denn eigentlich würde man sich vom weltweit ersten 2nm-Chip deutlich mehr Performance-Steigerung erwarten als nur ein mickriges 4-Prozen-Update. Aber wie gesagt, es ist noch sehr früh für den Exynos 2600, in den nächsten Monaten kann sich da noch viel ändern. Die avisierten Werte von bis 3.000 Punkte Single-Core und über 10.000 Punkte Multi-Core vor einigen Wochen sind jedenfalls offenbar noch weit entfernt. Aktuell wäre dieses Exynos 2600 Testgerät eher auf dem Niveau eines Snapdragon 8 Gen 3 aus dem Jahr 2024 und könnte somit nicht mit dem Snapdragon 8 Elite for Galaxy im Galaxy S25 mithalten. Sollte der Exynos 2600 hier nicht noch besser werden, verbietet sich wohl der Einsatz in der Galaxy S26 Serie, wie aktuell von Bloomberg in den Raum gestellt.
Update 26.07.2025: Deutlich bessere Ergebnisse aufgetaucht
Wenige Stunden nachdem der erste, noch eher enttäuschende Benchmark im Geekbench-Browser aufgetaucht war, sind dort nun auch weitere Ergebnisse zu finden. Und die sehen schon deutlich besser aus, wie der Screenshot unten zeigt. Im zweiten beziehungsweise dritten Run erreicht der vermeintliche Exynos 2600 bis zu 2.810 Punkte im Single-Score und vorerst maximal 9.301 Punkte Multi-Core, womit das Leistungsniveau des Snapdragon 8 Elite mit median 3.120 Punkten SC und 9.980 MC bereits in greifbare Nähe rückt. Das ist zwar für einen Next-Gen-Chip vielleicht immer noch nicht gut genug, zumal der Snapdragon 8 Elite 2 vermutlich deutlich mehr leisten wird, aber es ist auch nicht mehr ganz so miserabel wie anfangs vermutet. Durchaus möglich, dass Samsung in den nächsten Monaten noch mehr Performance aus dem Exynos 2600 herauskitzeln kann.




























