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HP: WebOS wird Open Source

Ist WebOS tot? Noch lange nicht! HP will sein Betriebssystem öffnen und als Open Source freigeben. Auch neue WebOS-Tablets sollen auf den Markt kommen.

HP straft die Gerüchte Lügen, die über einen Verkauf des Smartphone- und Tablet-Betriebssystems spekulierten und möchte WebOS sowie das Anwendungs-Framework „Enyo“ unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichen. Dies verkündete der Hersteller in einer Pressemitteilung von vergangenem Freitag.

Entwickler, andere Hardwarehersteller aber auch HP selbst sollen in Zukunft somit gemeinsam die Entwicklung von WebOS vorantreiben. Das Betriebssystem macht dadurch einen großen Schritt in Richtung Android, welches ebenfalls ein Open-Source-Projekt ist. Laut Meg Whitman, HP-Präsidentin und CEO, sei WebOS jedoch die einzige Plattform, welche von Grund auf für mobile Geräte, Skalierbarkeit und Cloud-Dienste entwickelt wurde.

In Zukunft sollen auch von HP weitere WebOS-basierte Geräte erscheinen. Dabei hat das Unternehmen insbesondere Tablets im Visier, auf den Smartphone-Markt möchte man voraussichtlich nicht zurückkehren. Wann genau mit neuer Hardware zu rechnen sei, wollte Whitman nicht bekanntgeben. Auch könne es 4 bis 5 Jahre dauern, bis sich WebOS am Markt etabliert habe. Die Strategie von HP sei langfristig ausgerichtet, so dass die Zukunft des Betriebssystems nicht von einem Erfolg in den nächsten Wochen oder Quartalen abhängig gemacht wird.

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Autor: Till Schönborn, 12.12.2011 (Update:  9.07.2012)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.