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Huawei: Eigenes Betriebssystem dauert wohl noch

Der tatsächliche Entwicklungsstand des Betriebssystems lässt sich nur schwer abschätzen. (Bild: tianya1223, Pixabay)
Der tatsächliche Entwicklungsstand des Betriebssystems lässt sich nur schwer abschätzen. (Bild: tianya1223, Pixabay)
Ein neuer Bericht behauptet, dass das als HongMeng OS, oder intern als "Project Z" bekannte Betriebssystem von Huawei nicht so weit fortgeschritten ist, wie der Konzern die Öffentlichkeit gerne glauben machen möchte.

Wie The Information berichtet war Project Z für Smartwatches und IoT-Geräte zum Rollout des 5G-Netzwerks in China geplant. Im Zuge der sich verschlechternden Handelsbeziehungen zwischen den USA und China soll die Entwicklung aber schon vor einiger Zeit beschleunigt worden sein. Ein ganz neues Betriebssystem zu entwickeln, das sowohl auf Smartphones als auch auf Computern läuft, dauert aber seine Zeit.

Laut einem Statement von Huaweis Richard Yu gegenüber The Information wird das System bis Ende 2019 bzw. Anfang 2020 einsatzbereit sein. Intern soll es dazu aber einige Turbulenzen geben. Und selbst wenn Huawei Project Z so schnell ausliefern kann bleibt die Frage, ob es auf einer Open Source-Version von Android basiert. Falls dies nicht der Fall ist, dürfte das Portieren von Apps recht aufwändig sein, wodurch gerade zu Anfang ein großer Wettbewerbsnachteil entstehen könnte.

Wenn man dem Bericht glauben schenkt, dann wird das neue Betriebssystem nicht wie zuvor vermutet rechtzeitig für die neue Mate 30-Familie fertig sein. Ohne Android-Lizenz bleibt es spannend zu sehen, mit welcher Software Huawei seine nächsten Smartphones ausliefern wird.

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Autor: Hannes Brecher, 22.05.2019 (Update: 22.05.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.