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Symbolische Rückschläge: Allianzen entfernen Huawei als Unterstützer

Sowohl JEDEC als auch die SD Association und die Wi-Fi-Alliance beugen sich dem Huawei-Bann der USA.
Sowohl JEDEC als auch die SD Association und die Wi-Fi-Alliance beugen sich dem Huawei-Bann der USA.
Auch wenn in der Presse anderes signalisiert wird: Auch in Zukunft darf Huwei wohl SD-Karten-Slots integrieren, allerdings wurde der aktuell von den USA mit Sanktionen belegte China-Hersteller von drei Hardware-Allianzen aus der Liste der Unterstützer entfernt.

Es gibt für Huawei einige sehr schwerwiegende Konsequenzen aus dem US-Bann von Donald Trump, die hier heute erwähnten dürften allerdings nicht unbedingt dazu gehören. Dennoch: Symbolkraft haben die Vorgänge rund um die JEDEC, die SD-Association und die Wi-Fi-Alliance durchaus. In vielen Medien wird aktuell spekuliert, dass Huawei künftig keine SD- oder Micro-SD-Karten-Slots verbauen dürfe, weil die SD-Association Huawei aus ihrer Liste der Mitglieder entfernt habe.

Das dürfte so nicht stimmen, die Membership-Matrix auf der Webseite der SD Association liefert darauf jedenfalls keine Hinweise. Was stimmen dürfte ist, dass Huawei keine Beiträge zur Standardisierung mehr liefern darf oder Zugriff auf Interna der Spezifikation erhält - das dürfte in ähnlicher Weise auch für die JEDEC oder die Wi-Fi-Alliance gelten, die Huawei in den letzten Stunden ebenfalls aus ihren Unterstützer-Listen entfernt haben. Die SD Association hat das Vorgehen gegenüber Android Authority bestätigt, erklärt allerdings nicht, warum genau der US-Bann dieses Vorgehen erforderte.

Für Konsumenten haben diese drei symbolischen Rückschläge jedenfalls überhaupt keine Auswirkungen. Aktuelle und in Produktion befindliche Smartphones und Notebooks werden weiterhin WiFi und SD/Micro-SD-Karten-Slots bieten sofern sie schon bisher vorgesehen waren, zudem stellte der US-Präsident durchaus auch eine baldige Einigung im US-Handelsstreit in Aussicht, womit die Argumente, dass es sich bei den ausgesprochenen Sanktionen um eine Sicherheitsmaßnahme handle, wohl etwas entkräftet wurden. Angesichts der Panikmache sollten Huawei-Fans durchaus bewusst Ruhe bewahren - noch gibt es keinen Grund, den immerhin erfolgreichsten China-Konzern vorschnell abzuschreiben.

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Autor: Alexander Fagot, 26.05.2019 (Update: 26.05.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.