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Smartphone-Markt in Europa: Verkaufszahlen sinken, Huawei stark

Die Trump-Regierung lässt Huawei mit Vollgas in den US-Bann rasen. Wie sieht die Zukunft von Huawei aus?
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Während der Gesamtumsatz für das Marktsegment Smartphones in Europa im ersten Quartal 2019 im Jahresvergleich um 3 Prozent rückläufig war, konnten sich die chinesischen Handy-Marken auf dem europäischen Markt über ein Wachstum von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr freuen.

Laut den neuesten Untersuchungen aus dem Market Pulse-Service von Counterpoint Research sanken die Smartphone-Marktumsätze in Europa im ersten Quartal 2019 um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (YoY) und um 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal (QoQ). Die Ergebnisse aus dem Marktbericht zeigen, dass es in Osteuropa ein marginales Wachstum für das Absatzvolumen von Smartphones gab. Westeuropa verzeichnete einen Rückgang in Höhe von 6 Prozent.

Europa ist für Huawei (Honor) und Xiaomi ein sehr wichtiger Markt

Peter Richardson, Research Director bei Counterpoint sieht als Hauptgründe für den schwachen Smartphone-Markt in Europa vor allem die längeren Austauschzyklen für Handys und mangelnde Innovation bei neuen Handy-Modellen. Einige Marktbeobachter erwarten mit 5G neue Impulse für den Handymarkt. Allerdings beginnt die Vermarktung von 5G in Europa gerade erst. Richardson geht davon aus, dass die Auswirkungen von 5G auf den Markt im Jahr 2019 gering sein werden.

Research Analyst Abhilash Kumar fügt ergänzend hinzu, dass das Wachstum der chinesischen Marken in Europa im ersten Quartal 2019 rund 30 Prozent des gesamten Smartphone-Umsatzes in Europa ausgemacht haben. Vor allem Huawei hat mit seiner Marke Honor in Q1/2019 von einem sehr stark gewachsenen Kundeninteresse profitiert und ist um massive 70 Prozent (YoY) gewachsen. Oppo und Xiaomi konnten ihre Basis auf dem europäischen Markt ebenfalls stärken.

Der Hauptgrund für das marginale Wachstum in Osteuropa in Q1/2019 ging auf das Konto von vergleichsweise starken Umsätzen in Russland, Tschechien, der Türkei und Polen. Der Marktanteil von Apple in Osteuropa sank im ersten Quartal 2019 von 14 % im ersten Quartal 2018 auf 9 %, während der Anteil von Huawei im ersten Quartal 2019 von 11 % im ersten Quartal 2018 auf 29 % stieg. Der osteuropäische Markt wechselte zu Huawei und Honor.

Offen bleibt jetzt allerdings die Frage, wie es wegen dem Blacklisting von Huawei und Honor um die Zukunft der beliebten Smartphones des Branchenriesen aus China bestellt sein wird. Dass Huawei die Android-Lizenz von Google verliert ist noch eines der geringsten Probleme, denen sich Huawei angesichts des US-Banns gegenüber sieht. Viel schwerer wiegen da beispielsweise mögliche Lizenzverluste von Unternehmen wie Intel, Microsoft und Qualcomm sowie ARM.

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Autor: Ronald Matta, 22.05.2019 (Update: 22.05.2019)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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