
Kleiner Mähroboter für Stadtgärten: TerraMow Mini 500 im Test
TerraVision statt RTK oder Draht.
Mit dem Mini 500 bietet TerraMow einen kompakten Mähroboter mit KI-Kameras statt Begrenzungsdraht oder RTK, der auf kleine Gärten bis 500 Quadratmeter ausgelegt ist. Wie gut er sich in diesen bewährt, verrät unser Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
TerraMow Mini 500 Test-Fazit: Perfekt für kleine Gärten
Wer einen kleineren Garten bis 500 Quadratmeter hat, findet mit dem TerraMow Mini 500 einen passenden smarten Ersatz für den klassischen Rasenmäher. Der Mähroboter hat in unserem Test einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
Navigation und Hinderniserkennung funktionieren nach unseren Erkenntnissen zuverlässig. Das Mähwerk ist kompakt und die Arbeitsgeschwindigkeit ist moderat, was aber bei Gärten bis maximal 500 Quadratmeter nicht so ins Gewicht fällt. Auf den Komfort einer elektrisch einstellbaren Schnitthöhe muss der Preisklasse entsprechend verzichtet werden.
Insgesamt überzeugt der TerraMow Mini 500 mit einfacher Einrichtung und Bedienung sowie problemloser Arbeit. Auf ähnlichem Niveau siedeln sich auch der Eufy C15 sowie der Natural Expressions Performance 7 an. Letztendlich ist hier unser Ratschlag: Auf den aktuellen Preis achten, wobei Eufys Mähroboter den Vorteil eines größeren Ökosystems über eine App bietet.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den TerraMow Mini 500 beträgt 749 Euro. Erhältlich ist der Mähroboter direkt beim Hersteller sowie bei Amazon, optional auch im Bundle mit einer Garage.
Inhaltsverzeichnis
- TerraMow Mini 500 Test-Fazit: Perfekt für kleine Gärten
- Ausstattung & Lieferumfang: Mit oder ohne Garage
- Einrichten & Wartung: Kartiert eigenständig per Kameras
- App & Bedienung: Übersichtlich und mit Live-Video
- Navigation & Hinderniserkennung: Gewohnt zuverlässig
- Flächen- & Randmähen: Mähroboter für kleine Gärten
- Laufzeit & Lautstärke: Sparsam und leise
Nicht jeder kann einen 1.000 und mehr Quadratmeter großen Garten sein Eigen nennen. Gerade in der Stadt sind viele Garten deutlich kleiner. Aber auch hier lohnt sich meist der Einsatz eines Mähroboters, um nicht ständig selbst den Rasenmäher über den Rasen schieben zu müssen.
Mit dem Mini 500 hat TerraMow kürzlich einen brandneuen Mähroboter ohne Begrenzungskabel für kompaktere Gärten auf den Markt gebracht. Dieser erinnert stark an die ebenfalls recht neuen Eufy C15 von Anker und Natural Expressions Performance 7, die kürzlich im Test überzeugt hatten. Ob dies auch dem TerraMow Mini 500 gelingt, verrät unser Testbericht.
Datenblatt TerraMow Mini 500
| Fläche | 500 m² |
|---|---|
| Navigation und Hinderniserkennung | TerraVision 2.0 Dreifach-Kamera-KI-Vision |
| Mähwerk | Mähscheibe |
| Anzahl Klingen | 3 |
| Schnittbreite | 18 cm |
| Schnitthöhe | 2 - 6 cm |
| Schnitthöhe einstellen | manuell |
| Steigung | 32,5% / 18° |
| Display | ja |
| Akkukapazität | 3,96 Ah/88,7 Wh |
| Gewicht | 10,1 kg |
| Abmessungen | 55,5 × 37,1 × 26,7 cm |
| Wasserdichtigkeit | IPX6 |
| Garage im Lieferumfang | nein |
| Ersatzklingen im Lieferumfang | 9 Stück |
| Farbe | Grau |
| UVP | 749 Euro |
Ausstattung & Lieferumfang: Mit oder ohne Garage
Der TerraMow Mini 500 ist auf Rasenflächen bis 500 Quadratmeter ausgelegt - und damit ausreichend dimensioniert für die meisten Stadtgärten. Damit positioniert er sich unter der TerraMow V-Serie (ab ca. 850 Euro bei Amazon), die im vergangenen Jahr in unserem Test bereits überzeugt hatte. Auch beim neuen Mini 500 setzt der Hersteller erneut auf KI-Vision als Alternative zum klassischen Begrenzungsdraht, einer RTK-Antenne oder LiDAR.
Das TerraVision 2.0 Navigationssystem arbeitet mit drei Kameras in der Front und KI, um den Rasen eigenständig zu erkennen. Wie gut das funktioniert, verraten wir weiter unten in unserem TerraMow Mini 500 Test. Zunächst noch ein paar Worte zur Ausstattung.
Der Mähroboter mäht mit einem 18 cm kompakten Mähteller mit drei Klingen, der manuell auf eine Schnitthöhe von 20 bis 60 mm eingestellt werden kann. Eine elektrische Verstellung ist vor allem bei unterschiedlichen Schnitthöhen in verschiedenen Zonen hilfreich, in dieser Preisklasse aber kaum zu bekommen. Mit bis zu 18 Grad (32,5 Prozent) Steigung ist der Rasenroboter nicht besonders geländegängig, zielt also auf eher ebene Grundstücke ab. Dafür ist er mit rund 55 x 37 x 27 cm in Länge, Breite und Höhe relativ kompakt und mit gut 10 kg auch angenehm leicht, sodass er sich am Griff gut tragen lässt.
Das hilft auch beim Herausheben aus dem Karton. In diesem sind zudem die obligatorische Basisstation samt Befestigungsmaterial, ein Stromkabel sowie neun Ersatzklingen und eine Anleitung. Das von den früheren Modellreihen TerraMow S und V gewohnte Garagendach gehört beim neuen Günstig-Modell hingegen nicht zum standardmäßigen Lieferumfang, kann aber auf Wunsch gegen Aufpreis dazu geordert werden und an die Ladestation geschraubt werden.
Einrichten & Wartung: Kartiert eigenständig per Kameras
Die erste Überraschung erwartete uns bereits beim Start. Von den früheren Tests gewohnt, haben wir die TerraMow-App geöffnet und wollten den Mini 500 hinzufügen. Beim Antippen des Geräteeintrags kommt aber ein Hinweis, dass hierfür die neue TerraMow Pro App erforderlich ist. Wer noch einen der älteren Mähroboter zusätzlich zum Mini 500 im Einsatz hat, hantiert dann mit zwei Apps herum. Denn die V- und S-Serie lassen sich in der TerraMow Pro App nicht hinzufügen.
Nachdem der Mähroboter dann nach dem kleinen Umweg mit App und WLAN verbunden war, erfolgt in gewohnter Manier die Kartierung. Diese läuft hier aber nicht so ab, wie man es von vielen RTK- und LiDAR-Mährobotern kennt. Sondern TerraMow bleibt sich treu und kartiert wieder komplett autonom. Wobei ganz automatisch ist es nicht, denn zumindest die Mährichtung in Relation zur Station soll vor dem Kartierungsbeginn festgelegt werden.
Wie wir es bereits von den früheren Produktserien, aber auch den Mährobotern von Eufy kennen, erkundet der Mähroboter sein neues Revier dann komplett eigenständig. Er fährt den Rasen zunächst in Bahnen, dann noch einmal punktuell ab und erkennt deren Ränder über seine Kameras. Das hat im Test (wie gewohnt) sehr zuverlässig und genau funktioniert, allerdings für unsere knapp 300 Quadratmeter große Testfläche knapp eineinhalb Stunden gedauert.
Problematisch ist diese Form der Kartierung einzig bei nicht geschlossenen Rasenflächen (zum Beispiel zum Nachbargrundstück) oder bei Bereichen, die nicht gemäht werden sollen. Hier lässt sich der Kartierungsprozess pausieren und entsprechende Sperrzonen in der sich aufbauenden Karte positionieren. Ist die Rasenfläche kartiert, wird die virtuelle Karte gespeichert. Hier stehen nun verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten wie das Anlegen von verschiedenen Zonen, Sperrzonen in unterschiedlichen Formen (Rechteck, Polygon, Ellipse, Grenze) und mehr zur Verfügung.
Hinsichtlich der Wartung präsentiert sich der TerraMow Mini 500 klassisch. Die drei Klingen lassen sich mit einem Schraubendreher (nicht im Lieferumfang enthalten) wechseln. Die Reinigung ist dank IPX6 mit einem Gartenschlauch möglich.
App & Bedienung: Übersichtlich und mit Live-Video
Die TerraMow Pro App gleicht in weiten Teilen der alten App. Der Geräteeintrag zeigt die angelegte Karte, auf der dann während des Mähens der Live-Fortschritt dargestellt wird. Im unteren Bereich lassen sich die verschiedenen Modi (Auto, Spot, Zone, Box und Rand) auswählen sowie das Mähen starten, pausieren sowie beenden.
Am rechten Rand angeordnet ist neben der Kartenverwaltung, Live-Video (nach Aktivierung) und Kartenansicht (Terrain ein/aus) auch ein Icon zum Öffnen der Mäheinstellungen. Hier lassen sich der Mähmodus (Allgemein, Angepasst für unterschiedliche Einstellungen in jeder Zone) auch die Schnittdistanz am Rand (-15 bis 15 cm, leider nur für die gesamte Karte, nicht individuell festlegbar wie bei Anthbot), der Abstand der Mähwege (6, 9, 12, oder 15 cm), die Bewegungsgeschwindigkeit (vier Stufen) und die Mährichtung festlegen.
Oben rechts gibt es zudem noch einen Button zum Öffnen des Menüs. Hier gibt es die gewohnten Funktionen wie Zeitpläne, Protokolle und verschiedene Einstellungen rund um den Roboter und sein Verhalten, z. B. bei Regen. Dazu kommen Diebstahlsicherung, Fernsteuerung und die üblichen Firmware-Updates.
Alternativ zur digitalen App ist die Steuerung des TerraMow Mini 500 auch über die Bedieneinheit auf dem Mähroboter möglich. Neben den klassischen Tasten für Stop und die wichtigsten Funktionen gibt es hier ein großes Drehrad für die manuelle Einstellung der Schnitthöhe.
Ein Display ist nicht verbaut, was in dieser Preisklasse auch kein Wunder ist. Der Akkustand wird über eine LED-Leiste angezeigt.
Navigation & Hinderniserkennung: Gewohnt zuverlässig
Wie bereits erwähnt, verzichtet der TerraMow Mini 500 auf die üblichen Technologien wie ein Begrenzungskabel, eine RTK-Referenzstation oder LiDAR. Er navigiert rein kamerabasiert über sein TerraVision 2.0 Dreifach-Kamera-KI-Vision über die Rasenfläche. Das hatte bereits in den vorherigen zwei Mähroboter-Serien von TerraMow im Test gut funktioniert - und tut es auch hier.
Der TerraMow Mini 500 hat zuverlässig seine Bahnen gezogen und hierbei die gesamte Fläche abgedeckt. Auch Engstellen bis ca. 60 cm sind für den kompakten Mähroboter kein Problem.
Erst kürzlich hatten wir die sehr ähnlichen Modelle Eufy C15 und Natural Expressions Performance 7 im Test. Diese hatten bei der Hindernisvermeidung bereits einen guten Eindruck hinterlassen. Gleiches gelingt auch dem TerraMow Mini 500.
Mit seinen drei Kameras und KI-Unterstützung hat er alle unsere Testhindernisse wie eine Igelattrappe, einen Tennisball und ein Stück Gartenschlauch zuverlässig erkannt und relativ eng umfahren. An einigen von ihnen haben sich schon viele andere, teils deutlich teurere Kontrahenten zumindest teils die Zähne ausgebissen. Hier schneidet der TerraMow Mini 500 im Test tadellos ab.
Flächen- & Randmähen: Mähroboter für kleine Gärten
Der TerraMow Mini 500 ist für kleine Gärten bis 500 Quadratmeter ausgelegt. Dementsprechend kompakt fällt auch sein Mähwerk aus, das mit 18 cm Schnittbreite und drei Klingen arbeitet. Das Schnittbild ist dementsprechend in recht engen Bahnen, deren Breite sich zudem über die App einstellen lassen. Gemäht hat er nach unseren Praxiseindrücken aber dennoch recht ordentlich und sauber, geht hierbei aber bei Standardgeschwindigkeit gemächlich vor.
Beim Randmähen hat der Mini 500 als günstiges Modell ohne separate Kantenschnitt-Lösung das übliche Problem. Der 18 cm breite Mähteller sitzt mittig im rund 37 cm breiten Mähroboter. Sprich: Links und Rechts gibt es rund 10 cm Abstand zum Gehäuserand.
Dieser Streifen ist an nicht ebenerdigen Übergängen, die der Mähroboter per Einstellung überfahren kann, in jedem Fall stehen. Dazu kommt die Abweichung durch die Navigation, die hier allerdings auch am Rand recht genau ausfällt.
Laufzeit & Lautstärke: Sparsam und leise
TerraMow verbaut einen 88,7 Wh großen Akku - bietet also etwas weniger Kapazität als der Eufy C15. Hiermit soll der Mähroboter bis zu 250 Quadratmeter pro Akkuladung mähen. Im Test hat der TerraMow Mini 500 auf unserer Testfläche dies sogar übertroffen, bevor er mit 20 Prozent Restladung den Weg zur Ladestation angetreten hat. Dort hat er dann gut 1,5 Stunden Pause gemacht, um rund 90 Wh mit bis zu 65 W nachzuladen.
Für die Vergleichbarkeit der Energieeffizienz der von uns getesteten Mähroboter nehmen wir immer eine 500 Quadratmeter große Fläche an, die dreimal die Woche gemährt werden soll. Hier ergeben sich gemäß unserer Messwerte inklusive dem Standbyverbrauch von unter 2 W gut 3 kWh Stromverbrauch im Monat. Damit präsentiert sich der TerraMow Mini 500 nicht nur beim Kauf als preiswert, sondern auch im Unterhalt sparsam.
Die Eigengeräusche des TerraMow Mini 500 sind mit gut 50 dB angenehm leise. Je nach Mähaktivität fällt er natürlich laut aus, sodass er sich laut Messungen (aus rund 1 m Entfernung) im Schnitt bei 55 bis 60 dB einpendelt.
Größerer Garten?
Der TerraMow V1000 ist ein KI-gestützter Mähroboter für Rasenflächen bis zu 1.200 m². TerraVision™ 2.0 ermöglicht eine automatische Kartierung und Navigation – ganz ohne Begrenzungskabel oder RTK-Antenne. Intelligente Hinderniserkennung, Multi-Zonen-Management und App-Steuerung machen die tägliche Rasenpflege einfach und zuverlässig.
Ist der TerraMow Mini 500 laut unserem Test nicht der passende Rasenroboter ohne Draht für den eigenen Garten?
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Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.


































