
Günstiger No-Name-Mähroboter überzeugt: Natural Expressions Performance 7 im Test
Kamera statt RTK.
Unbekannter Hersteller, bekanntes Prinzip. Der Natural Expressions Performance 7 ist ein preiswerter Mähroboter für kleine Gärten bis 500 Quadratmeter, der im Test mit rein kamerabasierter Navigation überzeugt.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Natural Expressions Performance 7 Test-Fazit: Überraschend gut
Zugegeben: Wir hatten keine allzu großen Erwartungen an den uns zuvor unbekannten Hersteller Natural Expressions und dessen Mähroboter-Debut. Der Performance 7 hat uns aber eines besseren belehrt.
Der preiswerte Rasenroboter hat im Test weitestgehend überzeugt, unter anderem mit einer einfachen Navigation ganz ohne RTK sowie einer zuverlässigen Hinderniserkennung über seine drei KI-Kameras. Flächen mäht der Natural Expressions Performance 7 gründlich, leise und sparsam. Am Rand der Rasenfläche gibt es den einen oder anderen Kritikpunkt, was aber auch vielen anderen Mährobotern so ergeht.
Insgesamt liefert der Performance 7 eine gute Gesamtleistung ab und ist eine passende Wahl für alle Besitzer kleinerer Gärten bis 500 Quadratmeter Rasenfläche ohne große Steigungen. Für günstige 799 Euro UVP legt der Hersteller zudem eine Garage bei, sodass der Mähroboter stets gut geschützt steht. Alternativ bietet sich mit einer sehr ähnlichen Ausstattung und Leistung beispielsweise der Eufy C15 an, der ebenfalls mit Garage kommt und über seine App noch mehr Möglichkeiten rund ums Smart Home eröffnet.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Natural Expressions Performance 7 beträgt 799,99 Euro. Erhältlich ist er beispielsweise bei Amazon.
Inhaltsverzeichnis
- Natural Expressions Performance 7 Test-Fazit: Überraschend gut
- Ausstattung & Lieferumfang: Kompakter Mähroboter mit Garage
- Einrichten & Wartung: Eigenständige Kartierung
- App & Bedienung: Einfach und übersichtlich
- Navigation & Hinderniserkennung: Zuverlässig
- Flächen- & Randmähen: Punktverlust beim Randmähen
- Laufzeit & Lautstärke: Sparsamer und leiser Mähroboter
Die Marke Natural Expressions dürfte nur denjenigen bekannt sein, die sich schon einmal intensiv nach neuen Gartenmöbeln gesucht haben. Zur Gartensaison 2026 bietet der Hersteller nun auch erstmals einen Mähroboter an.
Der Natural Expressions Performance 7 ist, wie heute üblich, ein drahtloses Modell. Zudem ist es mit rund 800 Euro UVP auch ein recht günstiges. Was der Mähroboter, der weder Begrenzungskabel noch RTK benötigt, zu bieten und hat was er kann, verrät unser Natural Expressions Performance 7 Mähroboter-Test.
Datenblatt
| Eigenschaft/Modell | Natural Expressions Performance 7 |
|---|---|
| Fläche | 500 m² |
| Navigation | VSLAM |
| Hinderniserkennung | KI-Dreifach-Kamerasystem |
| Mähwerk | Mähscheibe |
| Anzahl Klingen | 3 |
| Schnittbreite | 18 cm |
| Schnitthöhe | 2 - 6 cm |
| Schnitthöhe einstellen | mechanisch |
| Steigung | 32% / 18° |
| Display | nein |
| Akkukapazität | 3,8 Ah |
| Gewicht | 10,2 kg |
| Abmessungen | ca. 60 × 36 × 29 cm |
| Wasserdichtigkeit | IPX6 |
| Garage im Lieferumfang | ja |
| Anzahl Klingen im Lieferumfang | 3 + 9 |
| Farbe | Grau |
| UVP | 799 Euro |
Ausstattung & Lieferumfang: Kompakter Mähroboter mit Garage
Entwickelt hat Natural Expressions den Performance 7 nicht selbst. Stattdessen handelt es sich um einen Mähroboter der Marke AuraMow, die Natural Expressions mit eigenem Namen versehen hat. Wobei auch Ähnlichkeiten zum Eufy C15 (ca. 800 Euro bei Amazon) sowie den Mährobotern des Herstellers TerraMow nicht von der Hand zu weisen sind.
Aber konzentrieren wir uns auf das Testgerät selbst. Der Performance 7 ist ein kompakter Mähroboter für Gärten bis ca. 500 Quadratmeter Mähfläche. Um über diese zu navigieren, sind weder der klassische Begrenzungsdraht noch die in dieser Preisklasse weit verbreitete RTK-Antenne (wie beispielsweise beim Roborock RockNeo Q105) erforderlich. Auch auf LiDAR setzt er nicht, was für diesen Preis auch überraschend wäre.
Stattdessen nutzt der Performance 7 VSLAM in Kombination mit einem KI-gestützten Dreifach-Kamerasystem in der Front. Vergleichbares kennen wir beispielsweise aus dem Eufy C15 sowie den ebenfalls bereits erwähnten Modellen von TerraMow, in denen diese Lösung weitestgehend gut funktioniert hat. Ob dies auch diesem Testkandidaten gelingt, verraten wir weiter unten in unserem Natural Expressions Performance 7 Test.
Zunächst noch ein paar weitere Worte zur Ausstattung. Gemäht wird mit einem 18 cm breiten Mähwerk mit drei Klingen. Die Schnitthöhe ist manuell zwischen 20 und 60 mm einstellbar. Geliefert wird der Mähroboter inklusive Ladestation samt Dach (Garage), die mit werkzeuglosen Schrauben zusammengebaut wird, sowie 9 Ersatzklingen.
NATURAL EXPRESSIONS 7-teiliges Terrassenmöbel-Esszimmer-Set
Dieses 7-teilige Outdoor-Esszimmer-Set besteht aus einem 165,1 cm großen Tisch mit Schirmloch sowie 6 Korbstühlen mit stabilem Metallrahmen.
Die Stühle verfügen über UV-beständiges Rattan, ergonomische Armlehnen in Holzoptik und dicke, bequeme Sitzkissen. Das Set ist handgefertigt und bietet eine hochwertige Struktur und Optik.
Es eignet sich ideal für Terrasse, Garten, Hinterhof oder Poolbereich und ist besonders passend für Familienfeiern, gemeinsames Essen im Freien oder entspannte Outdoor-Unterhaltung. Jetzt bei Amazon bestellen!
Einrichten & Wartung: Eigenständige Kartierung
Für die Einrichtung und Steuerung des Natural Expressions Mähroboter Performance 7 ist die AuraMow-App erforderlich, auf die auch mit einem QR-Code hingewiesen wird. Natural Expressions bietet also keine eigene App, was letztendlich aber auch egal ist.
Der Verbindungsaufbau zwischen dem Roboter, der App und dem WLAN-Netzwerk hat im Test bei uns problemlos funktioniert. Die App führt mit Schritt für Schritt durch die Einrichtung. Dazu kommt eine Sprachausgabe, die sich auf Wunsch auch in Deutsch und viele weitere Sprachen ändern lässt. Eine 4G-Option gibt es nicht.
Nach Aufbau der Garage und Stromversorgung folgt die Kartierung des neuen Arbeitsbereiches. Hierfür wird der Performance 7 aber nicht, wie man es von vielen anderen Modellen kennt, über die Wiese ferngesteuert. Stattdessen erkundet dieser sie über seine Kameras und KI vollkommen automatisch. Er fährt hierbei auch nicht, wie andere Mähroboter mit KI-Kartierung, einmal mehr oder weniger zielgerichtet die Rasenkante ab, sondern erforscht die Fläche Bahn für Bahn. Das ist zeitintensiv und hat im Test für unsere knapp 300 Quadratmeter große Testfläche über eine Stunde gedauert. Da man selbst aber währenddessen nichts tun muss, ist die Einrichtung insgesamt mit wenig Arbeit verbunden.
Der Vorteil der kompletten Kartenerkundung ist, dass der Mähroboter automatisch bereits Bereiche wie Beete und andere Hindernisse innerhalb der Rasenfläche erfasst. Es muss also im Nachhinein nicht mehr viel mit Sperrzonen nachgearbeitet werden. Wer den Mähroboter bei der Kartierung von einem bestimmten Bereich fernhalten möchte, kann den Kartierungsprozess pausieren und dann eine Sperrzone im entsprechenden Bereich anlegen. Das kann aber schon mal ungenau werden, da diese quasi in der noch entstehenden Karte positioniert werden muss. Daher ist der Natural Expressions Performance 7 vor allem für kleinere Gärten mit geschlossener und klar abgegrenzter Rasenfläche geeignet.
App & Bedienung: Einfach und übersichtlich
Die AuraMow App präsentiert sich deutschsprachig (wenn auch nicht perfekt lokalisiert) und im typischen Stil einer Mähroboter-App. Auf der Übersichtsseite zeigt sie die angelegte Karte, auf der während des Mähens der Live-Fortschritt zu sehen ist. Unten warten neben der Auswahl der Arbeitsmodi Auto, Spot, Zone, Box und Rand die Bedieneinheiten zum Starten/Pausieren, Stoppen und Aufladen.
Am rechten Displayrand gelingt der Schnellzugriff auf wichtige Mäheinstellungen. Neben dem Mähmodus für dieselben oder unterschiedlichen Einstellungen für verschiedene Zonen lassen sich hier die Schnittdistanz zum Rand (mehr dazu weiter unten), der Abstand der Mähwege (6 bis 15 cm), die Bewegungsgeschwindigkeit (Fein, Standard, Schnell, Adaptiv) und der Drehgeschwindigkeit des Mähwerks in drei Stufen auch die Mährichtung einstellen.
Darüber positionieren sich weitere Icons unter anderem für den Zugriff auf die Live-Videofunktion sowie die Kartenverwaltung. Diese ermöglicht neben dem Anlegen und Bearbeiten von bis zu 20 Zonen (aber nur eine Karte) auch Passagen und Sperrzonen. Hier bieten manch andere Hersteller noch mehr Optionen, was teils aber nur Spielereien sind. Oben rechts ist zudem der übliche Zugang zum Menü. Dort warten neben Zeitplan und Mähprotokollen diverse Einstellungen, um beispielsweise das Verhalten des Performance 7 bei Regen und der Erkennung von potenziellen Gefahren und mehr.
Navigation & Hinderniserkennung: Zuverlässig
Die Navigation erfolgt rein kamerabasiert. Im Praxistest gibt es hier wenig zu kritisieren. Der Performance 7 hat sowohl bei der Kartierung als auch dem Mähen die Rasenfläche zuverlässig erkannt. Positiv sind zudem die rasenschonenden Wendemanöver aufgefallen. Zu anspruchsvoll sollte das Gelände aber nicht sein. Steigungen sind nicht gerade der größte Freund.
Die Hinderniserkennung hat ebenso gut und zuverlässig funktioniert wie die Rasenerkennung. Wie schon der Eufy C15 hat sich auch der Performance 7 von Natural Expressions im Test nichts zuschulden kommen lassen. Alle natürlichen sowie Testhindernisse einschließlich einer Igel-Attrappe, einem Stück Gartenschlauch und einen gelben Tennisball wurden zuverlässig erkannt und ohne Berührung umfahren. Hier gibt es keinerlei Grund für Kritik.
Flächen- & Randmähen: Punktverlust beim Randmähen
Dank seiner genauen Navigation hat der Performance 7 unsere Testfläche zuverlässig und flächendeckend kurzgehalten. Sein Mähwerk fällt mit 180 mm recht kompakt aus und ist mit den drei üblichen Klingen bestückt. Es gibt definitiv Mähroboter auf dem Markt, die mit mehr Klingen und breiteren Bahnen ein noch sauberes Mähbild abliefern und zudem deutlich schneller arbeiten. Für Auslegung und Preisklasse ist die Performance des Natural Expressions Performance 7 aber absolut okay.
Am Rand hat der Mähroboter ein etwas durchwachseneres Bild im Test hinterlassen. Dank seiner kompakten Breite ist das mittig sitzende Mähwerk knapp 9 cm vom Geräterand entfernt. Phasenweise ist der Performance 7 schön eng an Rasenkanten und -übergängen entlanggefahren, hat zudem auch Beete und andere Hindernisse in der Rasenfläche beim abschließenden Randmähen in vielen Fällen eng umrundet.
Leider war dies aber nicht immer und überall so. Teils hat der Roboter einen recht großen Abstand von rund 10 cm gehalten, obwohl es keinen sichtbaren Grund gab. Reichen Pflanzen aus einem angrenzenden Beet über den Rasen hinweg, macht der Roboter ebenfalls einen großen Bogen darum. Hier lässt sich weder bei der Kartierung am Anfang noch in den Einstellungen eingreifen.
Die App bietet aber die Möglichkeit, dass sich die "Schnittdistanz am Rand" festlegen lässt, also ob der Mähroboter den Rand überfahren kann oder nicht. Hier lässt sich per Schieberegler ein Wert von +/- 15 cm einstellen. So können beispielsweise ebenerdige Übergänge wie an Terrassen und Co überfahren werden, um randlos zu mähen. Leider gilt dies dann für die komplette Karte. Hier wäre eine Unterteilung in bestimmte Bereiche sinnvoll, so wie es beispielsweise der Anthbot M9 (ca. 720 Euro bei Amazon) bietet.
Laufzeit & Lautstärke: Sparsamer und leiser Mähroboter
Die Akkulaufzeit des Mähroboters hängt unter anderem von der Mähintensität ab. Auf unserer regelmäßig gemähten Testfläche, bei der somit immer nur die Spitzen geschnitten werden, hat der Performance 7 die vom Hersteller angegeben 120 Minuten Laufzeit mit Standardeinstellungen sogar deutlich übertrumpft. Mit einer Akkuladung hat er eine Fläche von ca. 250 Quadratmeter geschafft, was gemessen an der Arbeitszeit aber dennoch eher überschaubar ist. Das liegt neben dem schmalen Mähwerk auch an der geringen Fahrgeschwindigkeit im Standardmodus.
Im Anschluss ist der Natural Expressions Performance 7 für gut 100 Minuten in seiner Garage verschwunden, um den Akku aufzuladen. In dieser Zeit sind laut Messgerät knapp 100 Wh ins Netzteil und dann weiter in den 3,8-Ah-Akku geflossen. Addieren wir hier die überschaubaren 2 W Standby-Verbrauch während der Wartezeit dazu, ergeben sich rechnerisch für unseren üblichen Vergleich mit dreimal wöchentlich 500 Quadratmeter Mähvorgang monatliche Energiekosten von unter 4 kWh. Damit ist dieser Mähroboter nicht nur günstig, sondern auch sehr energiesparsam.
Positiv im Test aufgefallen ist der Natural Expressions Performance 7 zudem mit seiner überschaubaren Lautstärke von nur rund 55 dB - wobei dies natürlich wie immer auch von der Intensität des Mähvorgangs abhängt. Die Fahrgeschräusche des kleinen und kompakten Mähroboters ohne Begrenzungskabel sind auf jeden Fall angenehm leise.
Ist der Natural Expresions Performance 7 laut unserem Test nicht der passende Rasenroboter ohne Draht für den eigenen Garten?
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Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.































