
Wendiger Allrad-Mähroboter ohne RTK: Navimow i2 LiDAR Pro im Test
Nachfolger eines Bestsellers
Allradantrieb und lenkbares Vorderrad kombiniert mit LiDAR-Navigation - der Navimow i2 LiDAR Pro klingt nach einem spannenden Drahtlos-Mähroboter für unwegsame Gärten bis 2.000 Quadratmeter. Ob er dies auch in der Praxis ist, zeigt unser Navimow i210 LiDAR Pro Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Navimow i2 LiDAR Pro Test-Fazit: Mehr Stärken als Schwächen
Der Navimow i2 LiDAR Pro hat in unserem Test insgesamt eine gute Leistung an den Tag gelegt. Er lässt sich einfach einrichten, navigiert ohne RTK-Antenne, hat die meisten Hindernisse zuverlässig erkannt und Flächen sauber gemäht.
Schwächen hat sich der Mähroboter im Test vor allem beim Randmähen geleistet. Hier fehlt es an einer entsprechenden Lösung, die einige (teils sogar preiswertere) Wettbewerber bereits bieten. Zudem ist der hohe Standbyverbrauch negativ aufgefallen.
Geeignet ist der Navimow i2 LiDar Pro aus unserer Sicht vor allem für Gartenbesitzer mit nicht ganz ebenen Rasenflächen. Hier profitiert der Rasenroboter von seinem Allradantrieb sowie der aktiven Lenkung, die ihm eine gewisse Geländegängigkeit sowie hohe Wendigkeit bescheren. Noch mehr Power an Steigungen und ein verschiebbares Mähwerk für das Kantenschneiden bietet beispielsweise der Mova LiDAX Ultra AWD.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den von uns getesteten Navimow i210 LiDAR Pro liegt bei 1.599 Euro. Der Navimow i220 LiDAR Pro für bis zu 2.000 Quadratmeter liegt bei 1.999 Euro. Erhältlich sind sie unter anderem beim Hersteller sowie bei Amazon.
Inhaltsverzeichnis
- Navimow i2 LiDAR Pro Test-Fazit: Mehr Stärken als Schwächen
- Ausstattung & Lieferumfang: Allrad-Modell der i2-Serie
- Einrichten & Wartung: Mit KI-Kartierung
- App & Bedienung: Gewohnt gut
- Navigation & Hinderniserkennung: Fast perfekt
- Flächen- & Randmähen: (Zu) großer Abstand am Rand
- Laufzeit & Lautstärke: Leise, aber hoher Standbyverbrauch
Mit der Gartensaison 2026 hat sich Navimow ein Stück weit von der etablierten RTK-Technologie entfernt. Diverse Modelle sind mit moderner LiDAR-Technologie ausgestattet - neben dem bereits von uns getesteten Navimow H2 unter anderem auch der Navimow i2 LiDAR Pro. Auch dieses Modell haben wir ausprobiert.
Datenblatt und Vergleich Navimow i210 / i220 LiDAR Pro
| Eigenschaft/Modell | Navimow i210 / i220 LiDAR Pro |
|---|---|
| Fläche | 1.000 / 2.000 Quadratmeter |
| Navigation und Hinderniserkennung | EFLS Tri-fusion (LiDAR + NRTK + Vision) |
| Mähwerk | Mähscheibe |
| Anzahl Klingen | 6 Stück |
| Schnittbreite | 22 cm |
| Schnitthöhe | 2 - 7 cm |
| Schnitthöhe einstellen | elektrisch |
| Steigung | 55% / 29° |
| Display | ja |
| Akkukapazität | 5,1 Ah |
| Gewicht | 17,35 / 17,9 kg |
| Abmessungen | 65,6 x 44,5 x 29 cm |
| Wasserdichtigkeit | IP66 |
| Garage im Lieferumfang | nein |
| Ersatzklingen im Lieferumfang | 6 Stück |
| Farbe | Grau |
| UVP | 1.599 / 1.999 Euro |
Ausstattung & Lieferumfang: Allrad-Modell der i2-Serie
Bevor wir zur Ausstattung des Navimow i2 LiDAR Pro kommen, zunächst ein paar Dinge zur Einordnung. Mit der Navimow i-Serie hatte der Hersteller vor gut zwei Jahren einen kompakten Mähroboter auf den Markt gebracht, der sich zum Beststeller entwickelt hat. 2026 folgte dann die i2-Serie, die allerdings aus gleich drei Modellen besteht.
Der Navimow i2 AWD gleicht im Design dem Vorgänger, fährt nun aber mit dreirädrigem Allrad-Antrieb vor. Den gibt es auch im von uns getesteten Navimow i2 LiDAR Pro, der sich wiederum noch über dem Navimow i2 LiDAR einsortiert. Beide Modelle setzen auf das namensgebende LiDAR statt einer RTK-Antenne.
Die Navimow i2 LiDAR Pro Serie gibt es wiederum in zwei Ausführungen: Den von uns getesteten Navimow i210 LiDAR Pro für Gärten bis 1.000 Quadratmeter sowie den i220 LiDAR Pro für bis zu 2.000 Quadratmeter große Rasenflächen. Damit richtet sich der Hersteller an mittelgroße und unwegsamere Gärten, während der i2 AWD wie der i1 auf kleinere Flächen abzielen.
Nun aber zur Ausstattung des Navimow i2 LiDAR Pro. Das Modell navigiert mit dem Dreifach-Fusion-System EFLS, das neben LiDAR auf NRTK und Vision setzt. Gemäht wird mit einem 22-cm-Mähwerk, das mit sechs Messerklingen bestückt ist und elektrisch auf eine Schnitthöhe von 2 bis 7 cm eingestellt werden kann.
Geliefert wird der Navimow i2 LiDAR Pro mit der obligatorischen Ladestation samt Montagekit, einem Netzadapter mit Verlängerungskabel sowie sechs Ersatzklingen.
Einrichten & Wartung: Mit KI-Kartierung
Der Einrichtungsvorgang ist gewohnt: Nach dem Verbindungsaufbau zwischen Roboter, App und WLAN, was im Test problemlos geklappt hat, geht es an die Erkundung des neuen Arbeitsgebiets des i2 LiDAR Pro. Diese kann er wahlweise KI-basiert oder manuell gesteuert ergründen.
Während wir beim Test des Navimow H2 Probleme mit der KI-Kartierung hatten, hat diese beim Testen des Navimow i2 LiDAR Pro problemlos funktioniert. Der Roboter wird einfach per Knopfdruck aus der Station und dann ein Stück weit auf den Rasen gefahren, bis die Kamera in der Front das Grün erkannt hat. Danach startet die automatische Kartierung, bei der der Mähroboter eigenständig an der Rasenkante entlangfährt. Hierbei hält er rund 20 bis 30 cm Abstand, mäht am Ende aber näher am Rand entlang.
Alternativ kann der Mäher auch per Fernsteuerung über die App am Rasenrand entlangmanövriert werden. Dies erfolgt über zwei Joysticks auf dem Display, mit denen eine feinfühlige Kontrolle möglich ist. Wenn man sich verfährt, lassen sich Fehler per Radiergummi-Funktion rückgängig machen. Egal, wie die Kartierung erfolgt: Anschließend können in der Kartenbearbeitung noch weitere Mähbereiche, Sperrzonen und mehr angelegt werden.
App & Bedienung: Gewohnt gut
Die Navimow ist aus unserer Sicht eine der besten auf dem Markt - das zeigt sie auch beim Test des i2 LiDAR Pro. Sie ist übersichtlich und bietet viele Funktionen - abgesehen von Live-Video. Da wir erst kürzlich den Navimow H2 vorgestellt hatten, verweisen wir an dieser Stelle auf dessen Testbericht, in dem wir die App genauer vorgestellt haben. Der Funktionsumfang ist beim i2 LiDAR Pro vergleichbar.
Navigation & Hinderniserkennung: Fast perfekt
Wie bereits erwähnt, navigiert der Navimow i2 LiDAR Pro mit Lasertechnologie statt RTK. Das hat im Test problemlos funktioniert und ist vor allem bei Grundstücken mit vielen Bäumen und anderen Hindernissen, die den RTK/GPS-Empfang stören können, vorteilhaft. Der Mähroboter hat gerade Bahnen über den Rasen gezogen und die Fläche zuverlässig abgedeckt.
Hierbei kommt ihm neben dem Allradantrieb, mit dem er die Herstellerangabe von 55 Prozent / 29 Grad auf unser Kunstrasen-Testrampe nachweisen konnte, auch das lenkbare Vorderrad zugute. Dieses schlägt beim Drehen in beide Richtungen um bis zu 90 Grad ein und sorgt so nicht nur für rasenschonende Wendungen, sondern auch eine hohe Wendigkeit.
Nicht ganz so perfekt ist das Ergebnis bei der Hinderniserkennung. Auf der Testfläche hat er alle großen Objekte wie Büsche, Schaukelgestell und Co problemlos erkannt - alles andere wäre aber auch eine herbe Enttäuschung. Auch vor unserer Igelattrappe sowie einem Stück Gartenschlauch wurde stets mit ausreichend Abstand gestoppt und abgedreht. Einzig ein neongelber Tennisball auf grünem Rasen wurde zumeist überfahren oder zumindest berührt. An diesem haben sich aber auch schon viele andere Mähroboter die Zähne ausgebissen, auch teurere Modelle wie beispielsweise der Roborock RockMow Z1 LiDAR.
Flächen- & Randmähen: (Zu) großer Abstand am Rand
Im Test hat der Navimow i2 LiDAR Pro zunächst den Rand der Rasenfläche in mehreren Runden gemäht, wenn dies über die App aktiviert ist. Hierbei hat er oft einen Abstand von rund 10 cm zur Rasenkante gelassen. Das ist relativ viel, aber auch bei anderen Mährobotern keine Seltenheit.
Das zweite Problem hier ist, dass es keinerlei Kantenschnitt-Funktion wie ein verschiebbares oder zusätzliches Mähwerk gibt, wie es beispielsweise der Mova LiDAX Ultra (ab ca. 700 Euro bei Amazon) oder der Roborock RockNeo Q1 (optional) bieten. Somit entsteht durch den Abstand der Klingen zum Geräterand ein weiterer ungemähter Bereich von gut 10 cm. Das Ergebnis sind teils ca. 20 cm ungeähter Rand, wenn es keine ebenerdigen Übergänge gibt, die der Mähroboter per Einstellung überfahren kann.
Danach macht sich der i2 LiDAR Pro an das Mähen der Flächen. Hierbei hat das Mähwerk seinen Job gemacht und für ein gleichmäßiges Mähbild gesorgt. Auf der Fläche gibt es - wie auch bei vielen anderen Mährobotern dieser Preisklasse - nicht viel zu kritisieren.
Laufzeit & Lautstärke: Leise, aber hoher Standbyverbrauch
Auf unser knapp 300 Quadratmeter großen Testfläche hat der Navimow i210 LiDAR Pro in knapp zwei Stunden rund 200 Quadratmeter gemäht. Anschließend ist er mit 15 Prozent Restkapazität in Richtung Ladestation abgebogen und hat dort nicht ganz zwei Stunden verweilt. Hierbei sind knapp 130 Wh mit bis zu 95 W in den 5,1 Ah großen Akku des Testgerätes geflossen.
Während der Energieverbrauch beim Mähen für ein LiDAR-Modell mit Allrad im Rahmen ist, verhindert ein hoher Standbyverbrauch von rund 13 W eine bessere Bewertung bei der Energieeffizienz. Bei unserer üblichen Vergleichsrechnung von 500 Quadratmeter Rasen, die dreimal die Woche gemäht werden, kommt der Navimow i2 LiDAR Pro so monatlich auf fast 12 kWh - und verbraucht damit deutlich mehr Energie als viele andere Modelle.
Dafür arbeitet der Mähroboter angenehm leise. Bei überschaubarer Mähaktivität, die natürlich abhängig vom Wachstum des Rasens und der Häufigkeit des Mähens ist, bleibt er unter 55 dB (aus ca. 1 m Entfernung gemessen) - und ist damit ein recht leiser Vertreter seiner Allrad-Zunft.
Ist der Navimow i210 LiDAR Pro laut unserem Test nicht der passende Rasenroboter ohne Draht für den eigenen Garten?
Dann hier viele weitere Modelle in unserer Mähroboter-Bestenliste 2026 entdecken!
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.































