
Kompakter Allrad-Mähroboter mit Kantenschnitt: Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 im Test
AWD & Randmähwerk.
Zweites Mähwerk für die Kanten und Allradantrieb verpackt in einem dennoch recht kompakten Mähroboter - überzeugt der Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 im Test und damit in der Praxis genauso, wie das Datenblatt verspricht?Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 Test-Fazit: Mähroboter für kleinere, anspruchsvolle Gärten
Der Luba mini von Mammotion war bereits im vergangenen Jahr eine attraktive Lösung für anspruchsvolle, aber nicht zu große Gärten. 2026 geht dies mit der zweiten Generation ungebrochen weiter. Das Highlight des Randschnitt-Mähwerks ist ein wichtiger Schritt, auch wenn der Praxisnutzen nach unseren Testeindrücken noch ausbaufähig ist.
Neben den für einen Allrad-Mähroboter recht kompakten Abmessungen sind die RTK-freie Navigation, die zuverlässige Hinderniserkennung und die im neuen Glanz erstrahlende App weitere Highlights des Test des Luba mini 2 AWD 1000. Abgesehen von kleinen Kritikpunkten ergibt dies ein hervorragendes Test-Ergebnis.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 beträgt 1.499 Euro. Erhältlich ist er aber mittlerweile für weniger, beispielsweise direkt bei Mammotion sowie bei Amazon.
Inhaltsverzeichnis
- Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 Test-Fazit: Mähroboter für kleinere, anspruchsvolle Gärten
- Ausstattung & Lieferumfang: Ohne RTK und LiDAR
- Einrichten & Wartung: Erst Zusammenbau, dann KI-Kartierung
- App & Bedienung: Im neuen Glanz
- Navigation & Hinderniserkennung: Gewohnt zuverlässig
- Flächen- & Kantenmähen: Volles Potential nicht ausgeschöpft
- Laufzeit & Lautstärke: Praktische Energiesparoptionen
Im vergangenen Jahr hatte Mammotion gleich zwei Luba mini Mähroboter auf den Markt gebracht - das klassische Modell mit RTK und später eine Version mit LiDAR. 2026 ist dann bereits der Nachfolger Luba mini 2 AWD gefolgt, den es wiederum in zwei verschiedenen Ausführungen gibt.
Wie gut sich der kompakte Allrad-Mähroboter über die Saison geschlagen hat, verrät unser Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 Test.
Datenblatt & Unterschiede Luba mini 2 AWD Serie
| Eigenschaft/Modell | Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 | Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 |
|---|---|---|
| Fläche | 1.000 m² | 1.500 m² |
| Navigation & Hinderniserkennung | Triple-Kamera-KI-Vision + NetRTK | 360° LiDAR + Dual-Camera AI Vision |
| 4G | ja (inkl. 3 Jahre Daten) | ja (inkl. 3 Jahre Daten) |
| Mähwerk | Haupt- + Rand-Mähscheibe | Haupt- + Rand-Mähscheibe |
| Anzahl Klingen | 6 + 3 | 6 + 3 |
| Schnittbreite | 20 + 12 cm | 20 + 12 cm |
| Schnitthöhe | 20 - 65 mm + 50 mm | 20 - 65 mm + 50 mm |
| Schnitthöhe einstellen | elektrisch | elektrisch |
| Steigung | 80% / 38.6° | 80% / 38.6° |
| Display | nein | nein |
| Akkukapazität | 6.1 Ah | 6.1 Ah |
| Gewicht | 15 kg | 17,2 kg |
| Abmessungen | 584 x 430 x 282 mm | 584 x 460 x 290 mm |
| Wasserdichtigkeit | IPX6 | IPX6 |
| Garage im Lieferumfang | nein | nein |
| Ersatzklingen im Lieferumfang | 12 Stück | 12 Stück |
| Farbe | Weiß | Weiß |
| UVP | 1.499 Euro | 1.899 Euro |
Ausstattung & Lieferumfang: Ohne RTK und LiDAR
Im Test hatten wir den Mammotion Luba mini 2 AWD 1000. Dieses Modell setzt für Navigation und Hinderniserkennung auf NetRTK und Triple-KI-Kamera und ist für Rasenflächen bis 1.000 Quadratmeter ausgelegt. Alternativ gibt es noch den Mammotion Luba mini 2 AWD 1500, der bis zu 1.500 Quadratmeter und mit 20 doppelt so viele Zonen bearbeiten kann, bei der Navigation aber auf 360° LiDAR und Dual-Camera AI Vision setzt. Beide Modelle kommen mit 4G-Modul samt drei Jahre Daten. Danach fallen hierfür Folgekosten an (~50 Euro pro Jahr).
In vielen anderen Punkten sind die beiden Modelle identisch - wobei unsere Testergebnisse sich speziell auf den Luba mini 2 AWD 1000 beziehen. Unter anderem warten sie neben ihrem 20 cm breiten Hauptmähwerk mit sechs Klingen mit einem brandneuen Rand-Mähwerk mit 12 cm und drei Klingen auf. Dies verspricht annähernd randloses Mähen, worauf wir weiter unten eingehen.
Wie alle Luba-Modelle von Mammotion fährt auch der Luba mini 2 AWD mit dem bereits im Namen angekündigten Allradantrieb samt gefederter Vorderräder vor. Dies ermöglicht laut Hersteller eine Steigfähigkeit von 80 Prozent bzw. gut 38 Grad, worauf wir ebenfalls später zu sprechen kommen. Im Dunkeln macht der Luba mini 2 AWD 1000 dank Frontscheinwerfer und zwei roten Rückleuchten-Streifen richtig was her. Dennoch raten wir zum Schutz von Wildtieren dringend vom Einsatz ab der Dämmerung ab.
Abschließend für diesen Abschnitt noch ein paar Worte zum Lieferumfang. Der Luba mini 2 AWD benötigt keinerlei RTK-Antenne. Demnach sind neben dem Mähroboter selbst nur die Ladestation samt Netzteil, zwölf Ersatzklingen, eine Anleitung und das übliche Zubehör im Karton enthalten. Zudem liegt ein Schraubendreher für den Zusammenbau bei.
Einrichten & Wartung: Erst Zusammenbau, dann KI-Kartierung
Denn zunächst muss der Mähroboter zusammengebaut werden. So schlimm, wie das klingt, ist es aber nicht. Letztendlich muss nur das Navigationsmodul auf der Oberseite des Roboters montiert werden. Hierfür sind nur ein paar Kabel zu verbinden und einige Schrauben zu verschrauben - fertig.
Danach muss der Luba 2 mini AWD mit der Mammotion App, die seit kurzem im komplett neuen Glanz erstrahlt, verbunden werden. Zunächst erfolgt der Verbindungsaufbau zwischen Roboter und Smartphone via Bluetooth. Dann kommt im Einrichtungsvorgang die WLAN-Verbindung dazu. Dies hat alles im Test problemlos funktioniert. Gleiches gilt für den Aufbau der Ladestation, was dank Verzicht auf eine RTK-Antenne besonders flexibel, schnell und einfach gelingt.
Anschließend kommt die übliche Kartierung. Hierfür stellt der Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 zwei Optionen parat: automatisch und manuell. Beides haben wir ausprobiert. Bei der KI-Kartierung fährt der Mähroboter nicht nur den Rand der Rasenfläche ab, wie es viele andere Modelle tun. Stattdessen erkundet er die Fläche detaillierter in vielen Bahnen, ähnlich wie es beispielsweise der TerraMow V1000 (ca. 1.200 Euro bei Amazon) oder der Eufy C15 (ca. 700 Euro bei Amazon) machen.
Das Ergebnis im Test war eine detaillierte virtuelle Karte, was bei gut 300 Quadratmeter rund 30 Minuten gedauert hat. Auch mehrere unabhängige Rasenflächen sind hier realisierbar. Zudem können virtuelle Zäune und Sperrzonen während der pausierten Kartierung eingetragen werden, wenn nicht die komplette Rasenfläche kartiert werden soll.
Alternativ ist die händische Kartierung möglich. Hierbei wird der Mähroboter über zwei virtuelle Steuersticks auf dem Smartphone-Display einmal entlang der Rasenkante ferngesteuert. Auch das hat im Test problemlos funktioniert, da die Steuerung nicht zu sensibel reagiert und so eine genaue Lenkung möglich ist.
Die Reinigung des Roboters ist beispielsweise mit einem Gartenschlauch möglich, da dieser den üblichen Schutz gemäß IPX6 aufweist. Der Klingenwechsel gelingt mit dem beiliegenden Schraubendreher. Etwas die Handhabung getrübt hat, dass es keinen Griff gibt. So lässt sich der rund 15 kg schwere Mähroboter schwieriger tragen.
App & Bedienung: Im neuen Glanz
Kürzlich hat Mammotion seiner App ein umfangreiches Update spendiert. Unser Testzeitraum hat noch mit der alten Version begonnen. Bewerten wollen wir aber die neue und optisch aufpolierte Variante. Im Kern hat sich nichts geändert, es wurde vor allem das Design überarbeitet.
Direkt in der Übersicht lässt sich der Mähroboter mit einem Fingertipp an die Arbeit schicken. Im Geräteeintrag ist dann auf der virtuellen Karte der Live-Fortschritt einsehbar. Rundherum sortieren sich einige Buttons für die Steuerung, Einstellungen und Kartenverwaltung sowie Live-Video. Insgesamt ist die Optik übersichtlich gehalten, ohne dass der schnelle Zugriff auf wichtige Funktionen fehlt.
Für das Mähen lassen sich unter anderem die Schnitthöhe (in Millimeterschritten), Mährichtung und -muster, Anzahl der Randrunden, Geschwindigkeit und Bahnabstand einstellen. Für die Sensibilität der Hindernisvermeidung stehen drei Optionen (Einfach, Standard, Empfindlich) zur Wahl.
Pluspunkte sammelt die Mammotion App durch zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten. So gibt es im Menü neben den üblichen Punkten wie Aufgabenverlauf und Zeitplan verschiedene Einstellungsoptionen für die Routen, die Messerdrehzahl, Regen- und Wildtierschutz sowie zum Akku. Bei letztgenanntem Punkt lassen sich unter anderem das Ladeverhalten (Ladegrenze), das Laden zu Niedrigtarif-Zeiten sowie verschiedene Energiesparoptionen einstellen - praktisch.
Ein Display verbaut Mammotion am Luba mini 2 AWD 1000 nicht. Vier LEDs informieren über den aktuellen Akkustand. Dazu kommen fünf Tasten auf der Oberseite des Gerätes: Stop, Power, Start, Home und Rasen.
Navigation & Hinderniserkennung: Gewohnt zuverlässig
Wie eingangs geschildert, navigiert der Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 mit einer Kombination aus Triple-Kamera-KI-Vision und NetRTK. Das bedeutet, dass er zum einen auf seine drei Kameras in der Front sowie zum anderen auf WLAN- und/oder 4G-Empfang setzt. In der Praxis hat dies nach unseren Eindrücken in zwei unserer Testgärten gut funktioniert. Anfangs hatte sich der Luba mini 2 einmal an einer Einfassung der Rasenfläche festgefahren. Im Großen und Ganzen sind aber kaum Probleme aufgetreten, sondern der Mähroboter hat zuverlässig seinen Dienst getan.
Über die Rasenfläche ist er systematisch in zumeist geraden Bahnen navigiert. An den Enden dreht er wahlweise auf der Stelle oder mit einem Wendemanöver mit mehreren Zügen. Dieses kostet zwar etwas Zeit, ist aber rasenschonender. Denn letztendlich hat er vor allem mit seinen breiten Hinterrädern relativ viel Auflagefläche. Positiv wirkt sich das relativ kompakte Design mit 43 cm Breite beim Passieren von Engstellen aus.
Die laut Herstellerangaben 80 Prozent Steigfähigkeit konnte der Luba 2 mini AWD 1000 auf unserer Kunstrasen-Testrampe nicht ganz nachweisen - allerdings nicht aufgrund mangelnder Bodenhaftung, sondern wegen einer "Mähroboter gekippt"-Fehlermeldung. Bis 70 Prozent hat er aber geschafft, was ebenfalls beachtlich ist. Damit eignet sich dieses Modell mit seinem Allradantrieb nicht nur für Grundstücke mit steilen Hängen, sondern auch für unebene Wiesen und verwinkelte Gärten.
Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Luba mini-Modelle mit ihrer zuverlässigen Hinderniserkennung ausgezeichnet. Das hat sich auch 2026 nicht geändert. Der Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 hat im Test alle Hindernisse wie unsere Igelattrappe, einen Tennisball sowie ein Stück Gartenschlauch zuverlässig erkannt.
Flächen- & Kantenmähen: Volles Potential nicht ausgeschöpft
Mit 20 cm Schnittbreite fährt der Luba mini 2 AWD 1000 mit einem mittelbreiten Hauptmähwerk vor. Dieses hat auf unseren Testflächen solide seine Arbeit gemacht. Das Schnittbild teils etwas getrübt haben allerdings die relativ breiten Fahrspuren durch die bereits erwähnten XXL-Räder.
Das Highlight der 2026er Generation ist aber zweifelsohne das zweite, seitlich montierte Mähwerk für den Kantenschnitt. Dieses sitzt in der (von oben gesehen) rechten Seite des Mähroboters und ragt bis fast an den Geräterand. Mit seinen drei Klingen soll es annähernd randloses Mähen selbst an nicht ebenerdigen Rasenkanten ermöglichen. Soweit die Theorie.
In der Praxis trüben zwei Probleme (zunächst) die hohen Erwartungen. Zum einen montiert Mammotion aus Sicherheitsgründen ein Schutzblech mit ca. 5,5 cm Breite. Dieses soll verhindern, dass unter den Mähroboter greifende Finger unmittelbar mit den Klingen in Kontakt kommen. Auf eigene Gefahr lässt sich der Schutz aber über drei Sternschrauben demontieren.
Das zweite Problem im Praxis-Test des Kantenschnitts des Mammotion Luba mini 2 AWD 1000 ist softwareseitig. Der Mähroboter ist mit der Standard-Einstellung für die Hindernisvermeidung relativ häufig Pflanzen, die von angrenzenden Beeten über die Rasenfläche hängen, ausgewichen. Hier wäre es wünschenswert, wenn sich die Hindernisvermeidung auf eigenes Risiko beim Randschnitt deaktivieren oder zumindest weiter herunterschrauben ließe. Dann könnte der Roboter rücksichtsloser der Kartierung folgen und hierbei durch überhängende Äste pflügen, um ein noch besseres Ergebnis beim Randschnitt zu erzielen.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist, dass das Seitenmähwerk nicht in der Höhe anpassbar ist. Dieses mäht immer auf 50 mm, während die Haupt-Mähscheibe zwischen 2 und 6,5 cm elektronisch einstellbar ist. Das bedeutet, dass die Ränder zwar besser gemäht werden als bei vielen anderen Mährobotern ohne Kantentrimmer bzw. Seitenmähwerk, aber es dennoch einen leichten Absatz im Schnittbild geben kann.
Laufzeit & Lautstärke: Praktische Energiesparoptionen
Zum Abschluss unseres Mammotion Luba 2 mini AWD 1000 Tests noch ein paar Worte zur Akkulaufzeit. Mit seinem 6,1 Ah großen Akku hat der Mähroboter im Test mit Standardeinstellungen fast drei Stunden am Stück gearbeitet und hierbei rund 200 Quadratmeter gemäht. Das ist etwas weniger als die Herstellerangabe, hängt aber stark von den Einstellungen und der Gartenbeschaffenheit ab.
Mit rund 15 Prozent Restladung ist er dann zu seiner Ladestation zurückgekehrt und hat dort in rund zwei Stunden knapp 150 Wh mit bis zu 87 W geladen. Gepaart mit seinem relativ hohen Standbyverbrauch von über 10 W ergibt dies rechnerisch einen monatlichen Stromverbrauch von rund 11 kWh, wenn der Luba 2 mini AWD 1000 dreimal die Woche 500 Quadratmeter Rasenfläche mähen soll. Optional lässt sich der Verbrauch während der Wartezeiten durch das Aktivieren von Stromspar-Optionen in der App drastisch reduzieren, wodurch sich viel Strom sparen lässt. Für unseren Test ziehen wir hier aber immer die Standardeinstellungen heran.
Trotz Allradantrieb und zwei Mähwerken zeigte sich der Luba 2 mini AWD 1000 im Test als nicht sonderlich laut. Wir haben ihn aus 1 m Entfernung mit rund 55 dB gemessen, wobei dies wie immer auch von der Mähaktivität abhängt.
Ist der Mammotion Luba 2 mini AWD 1000 laut unserem Test nicht der passende Rasenroboter ohne Draht für den eigenen Garten?
Dann hier viele weitere Modelle in unserer Mähroboter-Bestenliste 2026 entdecken!
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.


































