
Dieser Mähroboter macht auch im Herbst sind: Anthbot N8 mit Fangkorb im Test
Laubsammler.
Der Anthbot N8 ist ein ungewöhnlicher Mähroboter. Er mäht nicht nur den Rasen, sondern sammelt Rasenschnitt und Laub dank Sammelkorb sowie spezieller Klingen auch auf. Ob er damit der perfekte Mähroboter bis in den Herbst hinein ist, verrät unser Anthbot N8 Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Anthbot N8 Test-Fazit: Rasenmäher und Laubsammler
Der Anthbot N8 hebt sich vom mittlerweile üppig gefüllten Markt der drahtlosen Mähroboter ab. Mit seinem Fangkorb am Heck erweitert er die Möglichkeiten des automatischen Rasenschnitts um das Aufsammeln von Grasschnitt sowie Blätter, was in manchen Situationen durchaus praktisch sein kann - beispielsweise bei hochgewachsenem Gras oder viel Laub auf der Fläche. Die Funktionalität diesbezüglich war nahezu problemlos. Und es ist durchaus beeindruckend, wenn er das erste Mal am vorher definierten Abwurfort automatisch seinen Korb hebt.
Bezahlt wird dieser Funktionsgewinn aber mit einigen Einschränkungen. Der Anthbot N8 ist mit fast 1 m Gesamtlänge (inkl. Korb) alles andere als wendig. Das fällt vor allem beim Wenden und Kantenschnitt auf, wo der Anthbot N8 im Test einige Punkte liegen lässt. Auch die Hinderniserkennung ist nicht auf höchstem Niveau. Dafür ist er ziemlich laut und energiehungrig.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Anthbot N8 beträgt 1.599 Euro. Erhältlich ist er unter anderem direkt beim Hersteller sowie bei Amazon.
Inhaltsverzeichnis
- Anthbot N8 Test-Fazit: Rasenmäher und Laubsammler
- Ausstattung & Lieferumfang: Mähroboter mit zwei Körben
- Einrichten & Wartung: Manuelles Kartieren samt Abladezonen
- App & Bedienung: Sammeln, kehren und mulchen
- Navigation & Hinderniserkennung: Die Größe ist das größte Problem
- Flächen- & Kantenmähen: Laub fast komplett eingesammelt
- Laufzeit & Lautstärke: Lauter und energiehungriger als andere
Nachdem wir in diesem Jahr bereits mit dem Anthbot M9 (ca. 650 Euro bei Amazon) sowie dem Anthbot M9 Pro (ca. 1.300 Euro bei Amazon) bereits zwei Mähroboter von Anthbot vorgestellt haben, wollen wir uns zum Abschluss der Gartensaison noch dem Anthbot N8 widmen. Auch wenn der Rasen jahreszeitbedingt kaum noch wächst, macht dieser Mähroboter auch im Herbst noch Sinn.
Warum? Weil er am Heck einen großen Sammelkorb für Rasenschnitt, Laub und Co aufweist. Das Prinzip kennen wir bereits seit einiger Zeit vom Mammotion Yuka. In unserem Anthbot N8 Test haben wir angeschaut, wie Anthbot die Sache löst und wo sich die beiden Modelle unterscheiden.
Datenblatt
| Eigenschaft/Modell | Anthbot N8 |
|---|---|
| Fläche | 1.500 m² |
| Navigation und Hinderniserkennung | Full-Band RTK + NRTK + Dual Vision |
| Mähwerk | Mähscheibe |
| Anzahl Klingen | 6 |
| Schnittbreite | 20 cm |
| Schnitthöhe | 3 - 7 cm |
| Schnitthöhe einstellen | elektrisch |
| Steigung | 45% / 24° |
| Display | nein |
| Akkukapazität | 9,2 Ah |
| Gewicht | 16,5 kg |
| Abmessungen | 61 x 43,1 x 33,3 cm |
| Wasserdichtigkeit | IPX6 |
| Garage im Lieferumfang | nein |
| Ersatzklingen im Lieferumfang | 3 |
| Farbe | Grau |
| UVP | 1.599 Euro |
Ausstattung & Lieferumfang: Mähroboter mit zwei Körben
Fangen wir unseren Anthbot N8 Test mit dem Lieferumfang an. Denn dieser gibt bereits einen guten Einblick in die Besonderheiten dieses Mähroboters. Gleich zwei verschiedene Körbe, die mit ihrem Drahtgestell zunächst zusammengebaut werden müssen, liegen bei. Einer davon ist der Grasfangsack, der andere ein Auswurfabweiser. Was das bedeutet, schildern wir weiter unten im Anthbot N8 Testbericht.
Für die Navigation setzt der für bis zu 1.500 Quadratmeter ausgelegte Anthbot N8 auf die klassische RTK-Antenne, benötigt hierfür die ebenfalls beiliegende RTK-Referenzstation mit einem gut 1,5 m hohen Mast, sowie NetRTK. Dazu runden die Ladestation und das übliche Zubehör samt Schraubendreher sowie eine Mulchscheibe mit insgesamt sechs Klingen den Lieferumfang ab.
Ab Werk ist ein Mähteller mit 20 cm Schnittbreite montiert, der mit drei schaufelförmigen Klingen ausgestattet ist. Damit schneidet der Mähroboter nicht nur das Gras, sondern schleudert den Abschnitt sowie Blätter und Co mit seinem Zyklonsystem auch hinten durch eine Öffnung in Richtung des montierten Korbs. Die Schnitthöhe ist elektronisch zwischen 3 und 7 cm einstellbar. In der Front stecken zwei Kameras, mit denen Hindernisse erkannt werden. Wie gut das in der Praxis geklappt hat, ist ebenfalls weiter unten Thema.
Einrichten & Wartung: Manuelles Kartieren samt Abladezonen
Bevor es mit dem Mähen und Sammeln losgehen kann, gilt es den Anthbot N8 aufzubauen und einzurichten. Hierfür sind die üblichen Schritte bei einem RTK-Modell - sprich Ladestation positionieren (auf ausreichend Platz achten) und mit Strom versorgen, RTK-Antenne aufstellen und anschließen sowie den Mähroboter einschalten - und zusätzlich der Zusammenbau von mindestens einem der zwei "Anhänge" erforderlich. Sowohl der Grasfangsack als auch der Auswurfabweiser werden aus einem Gestell aus Metallstangen und einem daran befestigten Überzug montiert. Das ist schnell gemacht und wird in der Anleitung auch einigermaßen nachvollziehbar erklärt.
Anschließend erfolgt der gewohnte Verbindungsaufbau mit der Anthbot App sowie dem heimischen WLAN-Netzwerk, was im Test des Anthbot N8 ebenfalls keine Probleme gemacht hat. Dann kann es auch schon an das Kartieren des Gartens gehen.
Eine automatische KI-Kartierung, wie sie viele moderne Mähroboter bieten, hat der Anthbot N8 nicht parat. Daher muss über zwei virtuelle Steuersticks auf dem Smartphone-Display der Roboter einmal manuell um sein neues Revier gelenkt werden. Hierbei fällt nicht nur auf, dass die Steuerung sehr feinfühlig reagiert und der N8 so manchmal schneller fährt, als man eigentlich will. Sondern auch das wohl größte Problem: Mit fast 1 m Länge ist er einfach sehr groß und damit absolut nicht wendig.
Ist die virtuelle Karte angelegt, folgt noch ein absolut ungewöhnlicher, aber zwingend erforderlicher Schritt: Der Mähroboter muss zu mindestens einem, maximal fünf Abladebereichen gelotst werden. Diese dürfen nicht zu nah an der Rasenkante liegen und müssen für das Ungetüm gut erreichbar sein - sonst akzeptiert er den Spot nach einer Kontrolldrehung um die eigene Achse nicht. Sie können aber auch außerhalb der kartierten Fläche liegen. Zudem sind noch die üblichen Bearbeitungen wie das Anlegen von weiterer Zonen und Sperrzonen möglich.
Im Test negativ aufgefallen ist uns, dass sich nach Starkregen auf der Oberseite des Fangkorbs eine große Fütze Wasser sammelt. Daher wäre ein überdachter Stellplatz in einer XXL-Garage nicht verkehrt. Gereinigt werden kann der nach IPX6 geschützte Mähroboter wie üblich mit dem Gartenschlauch. Der Wechsel der Klingen (drei Ersatzklingen liegen bei) gelingt mit dem mitgelieferten Schraubendreher. Negativ fällt bei der Handhabung auf, dass der Anthbot N8 keinerlei Griff aufweist. Somit ist er schwierig zu greifen und tragen.
App & Bedienung: Sammeln, kehren und mulchen
Auf die punktuell leider nicht perfekt ins Deutsche übersetzte Anthbot App sind wir bereits beim Test des M9 genauer eingegangen. Diese bietet die üblichen Funktionen wie Kartenverwaltung, Zeitplan, Diebstahlmodus und weitere Features und Einstellungen, aber kein Live-Video. An dieser Stelle wollen wir nur gezielt auf die Besonderheiten im Umgang mit den Anthbot N8 eingehen.
Sa wären zum einen die drei Modi. Sammeln, Kehren und Mulchen stehen zur Wahl, wobei die ersten beiden das vorinstallierte Mähwerk und den Fangsack, der letzte die (zunächst zu installierende) Mulchscheibe und den Abweiser nutzen. Für die einzelnen Modi lassen sich die Schnitthöhe (30 bis 70 mm in 5-mm-Schritten), die Mähanzahl (ein- oder zweimal), die Mähgeschwindigkeit (drei Stufen), der Bahnenabstand (zwei Optionen), die Mährichtung sowie die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung (Niedrig, Mittel, Hoch) einstellen.
Eine weitere Besonderheit ist am rechten Rand ein Icon, mit dem eine sofortige Abladung des Grassacks im vorgesehenen Entsorgungsbereich veranlasst werden kann - beispielsweise wenn dieser ungewöhnlich voll ist oder die Arbeit spontan unterbrochen werden soll. Automatisch gleert wird der Korb am Ende eines Mähvorgangs sowie nach unseren Beobachtungen alle 100 Minuten. Eine Möglichkeit zum Anpassen haben wir leider nicht gefunden, was nicht wirklich sinnvoll erscheint.
Navigation & Hinderniserkennung: Die Größe ist das größte Problem
Prinzipiell hat der Anthbot N8 mit RTK bzw. NetRTK über zwei verschiedene Testflächen, bei denen die möglichen Hindernisse für den GPS-Empfang aber relativ überschaubar sind, solide navigiert. Auch wenn es machnal etwas chaotisch wirkte, wurden die Flächen letztendlich im Rahmen der Möglichkeiten weitestgehend abgedeckt.
Das größte Problem ist aber einfach die extreme Länge von fast einem Meter. Damit ist der Anthbot N8 alles andere als wendig. Das fällt ihm nicht nur beim Wenden und Durchqueren von Engstellen, sondern auch beim Mähen der Rasenkante auf die Füße. Gerade an innenliegenden Ecken lässt er viel Rasen stehen und schneidet hier deutlich schlechter ab als viele andere Mähroboter - selbst die ohne spezielle Kantenschnittlösung wie beispielsweise im Roborock RockNeo Q1 oder dem Mammotion Luba mini 2 AWD (ca. 1.300 Euro bei Amazon).
Positiv: Ihm ist seine Länge durchaus bewusst. Denn es ist nur selten vorgekommen, dass er mit seinem Anbau angeeckt ist. Das ist für die Langlebigkeit des Korbs wesentlch, zumal dieser nicht den robustesten Eindruck macht. Hier schneidet der Anthbot N8 besser ab als der Mammotion Yuka (ca. 1.250 Euro bei Amazon), der so seine Probleme hatte.
Ein weiteres Problem im Test des Anthbot N8 ist, dass die Hinderniserkennung selbst auf sensibelster Stufe nicht perfekt funktioniert hat. So hat der Mähroboter mit seinen zwei Kameras zwar einen Fußball und einen ca. 10 cm großen Ball erkannt. Das ist aber das Mindeste, was wir erwarten - wobei die Hindernisse beim Drehen dennoch teils berührt wurden. Vor einem Stück Gartenschlauch wurde ebenfalls zuverlässig gestoppt, was vorbildlich ist.
Bei einem Tennisball hat der N8 aber komplett versagt und auch unsere Igelattrappe hat er in mehr als der Hälfte der Versuche mindestens angefahren. Damit schneidet der Anthbot N8 im Test hier nicht sonderlich gut ab und liegt auf Niveau des Anthbot M9 Pro. Viele andere Mähroboter - darunter auch der Anthbot M9 - haben dies in unseren Tests bereits besser gemacht.
Flächen- & Kantenmähen: Laub fast komplett eingesammelt
Kommen wir nun zur wesentlichen Eigenschaft des Anthbot N8. Der Mähroboter kann wahlweise klassisch mähen und hierbei Rasenschnitt und Co in den Fangsack befördern. Oder er kann mit der separat beiliegenden Mulchscheibe mit drei schauffelförmigen und drei klassischen Messern auch zum Mulchen mit dem Auswurfabweiser genutzt werden.
Somit kann er bei höherem Gras dieses nicht nur aufsammeln, sondern auch kleinhäkseln und liegenlassen - wie es klassische Mähroboter mit den idealerweise kurzen Abschnitten ebenfalls tun. Diese müssen mit ihren einfachen Klingen allerdings sehr regelmäßig fahren, während der Anthbot N8 auch mit etwas längerem Gras klarkommt.
Im Test primär zum Einsatz gekommen ist das bereits vormontierte Standardmähwerk mit den schaufelförmigen Klingen. Das Mähbild damit erscheint im Test ordentlich und steht klassischen Mähwerken nicht nach. Das Aufsammeln von abschnittenen Grashalmen sowie auf dem Rasen verteiltem Laub ist dem Anthbot N8 mit seinem Zyklonsystem im Test sehr gut gelungen. Bis auf wenige zurückgebliebene Blätter hat er alles aufgenommen und in seinem Körbchen gesammelt. Nach vordefinierten Abständen fäht zu der bzw. den definierten Abwurfpunkten und hebt dort den Korb automatisch an, sodass der Inhalt herausfällt.
Ganz ohne Korb kann der Anthbot N8 nicht fahren. Er hat im Heck eine große Öffnung, aus der der Grasschnitt entweder in den Korb fliegt oder vom Abweiser gebremst wird. Somit lässt sich der Mähroboter leider nicht in kompakter Bauweise über den Rasen fahren und der jeweilige Anhang nur bei Bedarf anhängen. Das macht der Mammotion Yuka aus unserer Sicht besser. Dieser ist am Fangkorb mit einer rotierenden Bürste ausgestattet, die Rasenschnitt, Laub und Co aktiv in den Auffangkorb befördert, statt ihn durch das Mähwerk hineinzuschleudern. So lässt er sich auch ohne Korb an die Arbeit schicken und beispielsweise nur im Herbst zum Laubsammeln aufrüsten.
An den Kanten ist die Länge des Anthbot N9 das größte Hindernis. Zudem sitzt das 20 cm breite Mähwerk mittig im rund 43 cm breiten Mähroboter. Das führt zu breiten ungemähten Rändern, die selbst gängige Rasenkanten nicht beseitigen können. Nur bei ebenen Übergängen kann er, wie alle Modelle, randlos mähen - wenn ausreichend Platz vorhanden ist.
Laufzeit & Lautstärke: Lauter und energiehungriger als andere
Der Anthbot N8 hat einen 9,2 Ah bzw. 198 Wh großen Akku verbaut. Im Test hat dies zu einer Laufzeit von überschaubaren rund 2 Stunden gereicht, was etwas mehr ist als die Herstellerangabe. In dieser Zeit wurden unter 200 Quadratmeter gemäht. Anschließend ist der Roboter mit knapp 15 Prozent Restladung an die Station gefahren.
Dort ist er dann für rund eineinhalb Stunden verschwunden, in denen gut 200 Wh durchs Messgerät geflossen sind. Rechnen wir dies auf eine Annahme von 500 Quadratmeter Mähfläche dreimal pro Woche hoch, um den Energieverbrauch der getesteten Mähroboter vergleichbar zu machen, kommen wir auf einen Wert von gut 16 kWh. Dies ist ein recht hoher Wert und liegt auch an dem mit über 10 W recht hohen Standbyverbrauch (während der Wartezeit auf den nächsten Einsatz).
Nicht nur beim Energieverbrauch, sondern auch bei der Lautstärke ist der Anthbot N8 unterdurchschnittlich. Rund 70 dB haben wir aus einem Meter Abstand gemessen. Damit ist der Mähroboter fast so laut wie ein klassischer Mähroboter - und eliminiert damit den Vorteile der zumeist deutlich leiseren Mähroboter. Optional gibt es einen etwas leiseren Modus mit geringerer Drehgeschwindigkeit des Mähwerks.
ANTHBOT M Pro-Serie: Entwickelt für echte Gärten
Die M Pro-Serie ist mit der HoloSense™-Navigation ausgestattet, die 360°-LiDAR, RTK, NetRTK und Dual Vision kombiniert, um eine präzise und stabile Navigation zu gewährleisten. Ob unter Baumkronen, unter Dachvorsprüngen oder in engen Ecken – HoloSense ermöglicht dem Mäher eine zuverlässige Navigation auch dort, wo einzelne Navigationstechnologien an ihre Grenzen stoßen könnten.
Der M9 Pro ist für Rasenflächen bis zu 1.000 m² ausgelegt, während sich der M5 Pro für Flächen bis zu 500 m² eignet. Entdecke die M Pro-Serie und aktuelle Angebote unter de.anthbot.com
Ist der Anthbot N8 laut unserem Test nicht der passende Rasenroboter ohne Draht für den eigenen Garten?
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Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.






























