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MWC 2017 | LG G6-Präsentation und Hands-On: Univisium-Display inklusive

Das neue LG G6 soll dem Benutzer durch sein Univisium-Display viele Vorteile bieten.
Das neue LG G6 soll dem Benutzer durch sein Univisium-Display viele Vorteile bieten.
Wie erwartet, hat LG heute die 6. Generation seiner G-Serie vorgestellt. Der Schwerpunkt des Geräts liegt auf besserer Usability, erhöhter Sicherheit und optimierter Aufnahme und Wiedergabe von Fotos und Videos. Auch Gamer kommen auf ihre Kosten.

Die wichtigsten Informationen zum LG G6 waren schon vorab bekannt, beispielsweise die Tatsache, dass LG im G6 noch auf den Snapdragon 821-SOC setzen wird, und nicht auf die Verfügbarkeit des Snapdragon 835 durch Qualcomm warten wird. Anstatt also auf die neueste Technik zu setzen, stellt LG andere Funktionen eines modernen Smartphones in den Vordergrund, dazu zählt eine verbesserte Usability, erhöhte Sicherheit und deutliche Fortschritte bei der Aufnahme und Wiedergabe von Fotos und Videos.

Univisium-Display

Das neue 5,7 Zoll Full-Vision-LCD-Display mit der QHD+-Auflösung von 2.880 x 1.440 Pixeln basiert auf dem sogenannten Univisium 18:9 oder 2:1-Format. Die Vorzüge dieses einheitlichen Formats im Vergleich zu herkömmlichem 16:9 strich unter anderem der bekannte Kameramann Vittorio Storaro im Rahmen der Präsentation hervor. LG ist das erste Smartphone mit diesem Format, und auch das erste Handy, welches Dolby Vision für die Wiedergabe von Filmen unterstützt. Wie HDR 10, welches LG ebenfalls bietet, erhöht Dolby Vision die Plastizität und den Kontrast bei der Bild- und Videowiedergabe. Kein Zweifel, dem Display gebührt besondere Aufmerksamkeit, nicht zuletzt aufgrund seines bisher ungewöhnlichen Formats.

Dieses soll vor allem bei der einhändigen Bedienung im Hochformat Vorteile bringen, dem häufigsten Einsatzszenario bei Smartphones laut LG. Das Full Vision-Display erlaubt es LG auch den Wunsch vieler Kunden nach einem kleineren Smartphone mit größerem Display erfüllen. Das LG G6 bietet ein 5,7 Zoll-Display in einem herkömmlichen 5,2 Zoll-Gehäuse mit den Abmessungen von 148,9 x 71,9 x 7,9 mm bei 163 Gramm. LG zufolge stehen bereits zahlreiche native Inhalte bereit, etwa über Amazon Prime und Netflix. Über den integrierten Player werden herkömmliche Inhalte automatisch angepasst. Zudem legt LG Ingame-Content im Wert von 200 US-Dollar für aktuelle Games (Temple Run 2, Sim City Build it, Spider-Man unlimited,...) mit ins G6-Paket.

Dual-Cam mit 125 Grad Weitwinkel

Beide Kamera-Sensoren der rückwärtigen Dual-Cam im LG G6 bieten 13 Megapixel, das hat LG ja bereits vorab bekannt gegeben. Dadurch entfällt der Qualitätsverlust beim Umschalten zwischen Tele- und Weitwinkelobjektiv. Die Weitwinkel-Linse bietet eine Pixelgröße von 1,12 um und eine F/2.4 Blende. Der Radius beträgt 125 Grad, das ist weiter als das menschliche Gesichtsfeld. Die Telefoto-Linse hat einen Radius von 71 Grad und ebenfalls eine Pixelgröße von 1,12 um. Hier ist die Blende mit F/1.8 aber deutlich besser für nächtliche Aufnahmen geeignet. LG unterstützt sowohl optische- als auch elektronische Bildstabilisierung sowie Phase Detection Autofokus. An der Frontseite sitzt eine Weitwinkel-Linse mit 5 Megapixel Auflösung, bis zu 100 Grad Radius für das perfekte Groufie und einer Blende von F/2.2. Auch hier ist optische- und elektronische Bildstabilisierung integriert. 

Performance und 14 LTE-Bänder

Im Gegensatz zum Galaxy S8 setzt LG beim G6 noch auf den Qualcomm Snapdragon 821 mit 2,35 Ghz Taktfrequenz, der mittels Heatpipe gekühlt wird. Die Performance ist zwar schnell genug für aktuelle und zukünftige Aufgaben, dürfte aber im Vergleich zum Galaxy S8 mit Snapdragon 835-SOC doch ins Hintertreffen geraten. LG hat 4 GB RAM integriert und 32 GB (oder 64 GB) UFS 2.0 Speicher, der per Micro-SD-Karte erweiterbar ist.  Bluetooth 5.0 unterstützt das LG G6 aufgrund der SOC-Wahl noch nicht, im Datenblatt steht Bluetooth 4.2. Neben Gigabit-WLAN nach 802.11ac steht natürlich auch LTE zur Verfügung und hier muss man LG gratulieren:

Erstmals hat der südkoreanische Konzern ein wenig zu Samsung, Huawei, Sony und Apple aufgeschlossen und bietet im aktuellen Spitzenmodell Unterstützung für weltweite LTE-Bänder. Immerhin 14 LTE-Bänder werden supportet, das ist weniger als bei der Konkurrenz aber mehr als das doppelte bisheriger LG-Smartphones. Der USB-C Anschluss bietet nur USB 2.0 Geschwindigkeit, ein Kopfhöreranschluss ist nach wie vor integriert. Der Akku ist wegen des nach IP68 wasser- und staubdichten Gehäuses nicht mehr wechselbar, er bietet nun aber etwas mehr Kapazität als beim Vorgänger: 3.300 mAh.

Android 7 und Google Assistent

Es hat sich bewahrheitet: LG bietet mit dem G6 das erste Smartphone seit der Google Pixel-Reihe mit dem Google Assistenten an. Entweder über einen Druck auf den Homebutton oder per Sprachbefehle kann der Assistent dem Benutzer hilfreich zur Seite stehen. Das neue LG-UX 6.0, zu dem es bereits vorab einen Teaser gab und welches auf Android 7 basiert, wurde speziell auf das neue Univisium-Display im 18:9 Format adaptiert. Auch die LG-Software wurde entsprechend modifiziert: Die Kamera-App ermöglicht neue Kameramodi, die den Platz des neuen Displayformats optimal ausnutzen und im Hochkant-Format Vorteile bringen. Zu Preis und Verfügbarkeit hat sich LG bisher noch nicht offiziell geäußert, Gerüchte sprechen von einer Verfügbarkeit ab 10. März. 

Updates

16:00 - Neuesten Informationen zufolge wird das LG G6 je nach Region leicht unterschiedlich ausgestattet sein. Mehr Details dazu hier
17:15 - Hands-On-Video unten integriert.
27.2. 01:00 - Unsere ersten Eindrücke und Benchmarkergebnisse zum LG G6 finden Sie ab sofort in diesem Artikel.

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Autor: Alexander Fagot, 26.02.2017 (Update: 27.02.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.