LightMake L4: 3D-Drucker mit vier gleichzeitig arbeitenden Druckköpfen will Markt revolutionieren

3D-Drucker entwickeln sich schnell weiter, wobei Modelle mit mehreren Druckköpfen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die meisten dieser Geräte verwenden für den eigentlichen Druck jedoch jeweils nur einen Kopf. LightMake verfolgt mit dem L4 einen anderen Ansatz, denn der 3D-Drucker kann seine vier Druckköpfe gleichzeitig einsetzen. Die neue Technik schlägt sich allerdings in einem hohen Preis nieder.
Der LightMake L4 besitzt vier unabhängige Druckköpfe, die auf der 354 x 370 mm großen Bauplatte entweder separate Objekte fertigen oder gemeinsam an einem einzigen Modell arbeiten können. LightMake nennt eine Wechselzeit von einer Sekunde bei einer Genauigkeit von rund einem Mikrometer. Ermöglicht wird dies durch Linearmotoren, die an die Stelle eines riemengetriebenen Portalsystems treten. Dadurch sollen sich die Druckköpfe ohne Übertragungsverluste bewegen, die maximale Druckgeschwindigkeit liegt jedoch auf dem Niveau vieler anderer aktueller Modelle.
Der Hersteller wirbt zudem mit vollständig entfallendem Spülabfall, tatsächlich fällt dieser lediglich sehr gering aus. In einem Vergleich verbraucht der L4 weniger als ein Gramm Filament für Spülvorgänge, während ein vermutlich mit nur einem Druckkopf ausgestatteter Drucker mehr als 219 Gramm benötigt. Auch der Druck mit mehreren Materialien wird unterstützt. Beim Slicer scheint es sich um eine proprietäre Software mit besonderen KI-Funktionen zu handeln. Über eine OpenClaw-Integration lassen sich Modelle anhand von WhatsApp-Nachrichten erzeugen. Außerdem unterstützt das Programm die Steuerung des Slicing-Prozesses per Dialog.
Videos des LightMake L4 sind bereits seit einiger Zeit in sozialen Netzwerken zu sehen. Nun steht der Start einer Kickstarter-Kampagne kurz bevor. Der L4 soll ab dem 25. August über die Crowdfunding-Plattform angeboten werden. Ein zeitlich begrenztes VIP-Angebot reduziert den Preis erheblich. Eine Reservierung ist gegen eine Anzahlung von rund 45 Euro möglich, der reguläre Preis beträgt etwa 2.060 Euro. Im Rahmen des VIP-Angebots sinkt er auf rund 950 Euro, zusätzlich sind 4 kg PLA-Filament enthalten.
Neben dem L4 erscheint der günstigere L1, ein konventionellerer 3D-Drucker mit nur einem Druckkopf. Der reguläre Preis liegt bei rund 1.375 Euro, während das VIP-Angebot ihn auf etwa 775 Euro reduziert.


















