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Linux läuft jetzt auf gejailbreakten PS5-Konsolen mit Juli-Firmware, sogar PC-Spiele sind möglich

Tux, das Linux-Maskottchen, über einer PS5-Konsole
ⓘ Flaticon, Sony
Tux, das Linux-Maskottchen, über einer PS5-Konsole
Linux-Fans müssen möglicherweise nicht mehr gezielt nach PS5-Konsolen mit veralteter Firmware suchen. Der neue Bootloader pLinux5-NG ermöglicht es, Linux auch auf gejailbreakten PS5-Systemen mit neueren Firmware-Versionen zu starten. Mithilfe von Exploits wie einem Hypervisor-Bypass könnten künftig auch PC-Spiele auf der PlayStation 5 laufen.

Sony hat mit jüngsten Updates einige Homebrew-Fortschritte ausgebremst. Dennoch sind nun deutlich mehr PlayStation-5-Konsolen für Linux interessant. Das neue Projekt „pLinux5-NG“ soll Linux auf PS5-Systemen mit Firmware-Versionen bis 13.60 starten können. Obwohl sich der Bootloader noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet, könnte er langfristig den Weg ebnen, PC-Spiele auf der Konsole auszuführen.

Der bisherige Linux-Bootloader funktionierte auf modifizierten PS5-Konsolen mit Firmware-Versionen von 3.00 bis 7.61. Nutzer waren damit auf Geräte angewiesen, die seit August 2023 nicht mehr aktualisiert worden waren. pLinux5-NG erweitert die Unterstützung auf neuere Firmware-Versionen bis 13.60. Konsolen mit Firmware 14.00 oder 14.10 sind dagegen nicht kompatibel, da diese Versionen die benötigten Exploits blockieren.

Was der neue Bootloader ermöglichen könnte

Auf der GitHub-Seite von pLinux5-NG beschreiben die Entwickler das Projekt als Überarbeitung des bisherigen Linux-Bootloaders für neuere Firmware-Versionen. In sozialen Medien zeigen Homebrew-Fans bereits Versuche, Linux-Distributionen wie Ubuntu und CachyOS auf der PS5 zu starten. Der aktuelle Entwicklungsstand ist jedoch noch sehr instabil. Ob sich damit auch PC-Spiele über Steams Kompatibilitätsschicht Proton ausführen lassen, muss sich erst zeigen.

pLinux5-NG: Neues GitHub-Update
ⓘ screenshot, pLinux5-NG Github
pLinux5-NG: Neues GitHub-Update

Das aktuelle Verfahren erfordert einen Jailbreak auf einer kompatiblen PS5. Dafür werden sowohl der „Relapse“-Exploit als auch „Byepervisor-Reborn“ benötigt, um Sonys Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Die Hacks sind allerdings umstritten, da sie auch das Ausführen illegaler PS5-Spielkopien ermöglichen können.

Gelingt der Umstieg auf den neuen Bootloader, eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten. Nutzer könnten ihre Konsolen in Linux-PCs oder Alternativen zu einer Steam Machine verwandeln. Neben zahlreichen Anwendungen dürfte für Gamer vor allem die Möglichkeit interessant sein, PC-Spiele auf der PS5 auszuführen.

Überraschend leistungsfähig

Erste Tests mit Steam-Spielen auf gejailbreakten PS5-Konsolen mit Firmware 7.61 oder älter lieferten vielversprechende Ergebnisse. Mithilfe von Valves Kompatibilitätsschicht Proton ließen sich Windows-Spiele auf der Konsole ausführen. Trotz begrenzten VRAMs erreichte GTA 5 Enhanced bei 1440p nahezu 60 fps. Auch das Raytracing überzeugte, während Marvel's Spider-Man Remastered ebenfalls flüssig lief.

Auf Konsolen mit neuerer Firmware bleibt Linux vorerst jedoch unerreichbar. Die im September und Oktober veröffentlichten Versionen 14.00 und 14.10 blockieren sowohl den „Relapse“-Exploit als auch den „Byepervisor-Reborn“-Hypervisor-Bypass. Zudem ist der Zugriff auf das PlayStation Network (PSN) mit Firmware 13.60 nicht mehr möglich, da Sony für die Anmeldung inzwischen die jeweils neueste Systemsoftware voraussetzt.

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Autor: Adam Corsetti, 16.10.2026 (Update: 16.10.2026)