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Sony könnte alte PlayStation-Spiele an externe Entwickler lizenzieren und VR-Patente an Meta verkaufen

LEGO PlayStation-Bauset mit Ape-Escape-Diorama
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LEGO PlayStation-Bauset mit Ape-Escape-Diorama
Sony könnte planen, alte PlayStation-Klassiker wie Ape Escape oder Sly Cooper wiederzubeleben, ohne dafür eigene Entwicklungsressourcen aufwenden zu müssen. Darüber hinaus hat das Unternehmen offenbar einen weiteren Weg gefunden, Lizenz- und Patenteinnahmen zu generieren: durch die Verwertung seines geistigen Eigentums im Bereich Extended Reality.

Sony scheint seine Prioritäten neu zu ordnen. Durch die Übertragung von Patenten im Bereich Extended Reality an Meta könnten sich Auswirkungen auf das PlayStation-VR-Hardwaregeschäft ergeben. Zudem erwägt das Unternehmen offenbar, die Rechte an ruhenden PlayStation-Marken an externe Studios zu vergeben. Auf diese Weise könnten beliebte Klassiker wiederbelebt werden, ohne dass Sony eigene Ressourcen für Projekte binden muss, die bei Fans schon lange auf der Wunschliste stehen.

PlayStation-Comeback: Ape Escape, Killzone und Sly Coope

Laut einem PlayStation-Insider, der bereits vorab Informationen zum 2D-God-of-War-Spiel durchsickern ließ, das später als Sons of Sparta enthüllt wurde, nimmt Sony Interactive Entertainment (SIE) derzeit verschiedene Konzepte für eigene Spielmarken entgegen. Zu den genannten Marken gehören Sly Cooper, Ape Escape und Killzone. Möglicherweise sind jedoch noch weitere Titel im Gespräch.

Berichten zufolge würden die PlayStation Studios die Finanzierung und Veröffentlichung übernehmen, während externe Studios für die Entwicklung zuständig wären. Der Insider betonte zudem, dass sich dieses Vorgehen von früheren Lizenzvereinbarungen Sonys unterscheidet, etwa mit Bandai Namco, bei denen es meist um Portierungen älterer Spiele ging.

Auch Informationen von SIE-Insidern deuten darauf hin, dass Sony einige ruhende Marken wiederbeleben möchte. Zudem wurde angedeutet, dass nicht Team Asobi hinter dem kolportierten Ape-Escape-Projekt steckt. Auch frühere Gerüchte zu Killzone deuteten bereits auf einen externen Entwicklungspartner hin.

Die Nennung von drei Marken bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass sich auch drei Projekte in Entwicklung befinden. Zudem hat Sony bislang kein offizielles Programm zur Einreichung von Entwicklungskonzepten bestätigt. Die Fans warten bereits seit Jahren auf neue Ableger: Der letzte Sly-Cooper-Titel, Thieves in Time, erschien 2013, während das letzte Hauptspiel der Ape-Escape-Reihe sogar aus dem Jahr 2005 stammt. Der entsprechende Titel ist allerdings weiterhin für 9,99 Euro im PlayStation-5-Katalog erhältlich. Da die hauseigenen Studios von Sony Berichten zufolge für die nächsten zwei bis drei Jahre ausgelastet sind, könnte eine Lizenzvergabe ein praktikabler Weg sein, um bekannte PlayStation-Marken zurückzubringen. Bis zur Veröffentlichung eines entsprechenden Titels dürfte jedoch noch viel Zeit vergehen.

Verkauf von VR-Patenten

Laut Unterlagen des US-Patent- und Markenamts (USPTO) hat Sony zwischen Juni und September bereits 43 US-Patente aus dem Bereich Extended Reality (XR) an Meta übertragen – zwei im Juni, 20 im Juli und 21 im September. Die Patente decken verschiedene Bereiche wie VR, AR und MR ab und betreffen unter anderem Systeme mit am Kopf getragenen Displays (Head-Mounted Displays). Dazu gehören Technologien für Geräte wie PlayStation VR und Metas Quest-Serie, die bei Amazon für weniger 400 Euro erhältlich ist.

Die 43 Patente sind jedoch offenbar nur der Anfang. Im Rahmen einer im Dezember unterzeichneten Abtretungsvereinbarung umfasst der Deal insgesamt 419 Patente weltweit. Berichten zufolge handelt es sich bei 119 davon um US-Patente, während die übrigen 300 zugehörige Patentfamilien sind, die in Japan, China, Südkorea, Europa und anderen Regionen angemeldet wurden. Da das USPTO bislang lediglich die Übertragung einer ersten Charge von 43 Patenten registriert hat, dürfte diese Zahl weiter steigen.

Die Übertragung könnte darauf hindeuten, dass Sony sein XR-Hardwaregeschäft zurückfahren will. Als möglicher Präzedenzfall wird dabei häufig Apple genannt. Sony war der alleinige Lieferant der OLEDoS-Mikrodisplays für die Vision Pro, lehnte jedoch Apples Anfrage nach einer Erweiterung der Produktionskapazitäten ab. In der Branche wurde dies seinerzeit als Zeichen dafür gewertet, dass Sony kein Interesse daran hatte, diesen Geschäftsbereich auszubauen. Da Sony im Unterhaltungssektor mit Apple konkurriert, gab es für das Unternehmen kaum einen Grund, diesen Bereich zu unterstützen – zumal Sony auch die Displays für Samsungs Galaxy-XR-Headset lieferte.

Meta hingegen baut sein Portfolio weiter aus, da sich die weltweiten Auslieferungen von Smart Glasses im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt haben und auf 4,2 Millionen Einheiten gestiegen sind. Meta hält dabei mit einem Anteil von 81 % den mit Abstand größten Marktanteil. Sony hat sich bislang nicht dazu geäußert, was die Übertragung der XR-Patente über die zusätzlichen Einnahmen hinaus bedeutet oder ob sie Auswirkungen auf den Fokus des eigenen PSVR-Geschäfts haben wird.

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Autor: Daniel Zlatev,  5.10.2026 (Update:  5.10.2026)