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MacBook Air wochenlang knapp: Apple lenkt Käufer zum MacBook Pro

Apple MacBook Air 13 M5
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Apple MacBook Air 13 M5
Apples MacBook Air ist derzeit so knapp, dass heute bestellte Geräte laut Einzelhandelsquellen, auf die sich Bloomberg-Journalist Mark Gurman beruft, erst Ende August ausgeliefert werden. Ungewöhnlicherweise lenkt Apple Käufer stattdessen zum Basismodell des MacBook Pro und weist auf seiner Website darauf hin, dass das MacBook Air nur nach Verfügbarkeit erhältlich ist.

Apples MacBook Air, bei dem es sich seit Langem um den meistverkauften Laptop des Unternehmens handelt, ist derzeit so schwer erhältlich, dass eine heutige Bestellung erst Ende August eintreffen würde. Einzelhandelsquellen berichten laut Bloomberg-Journalist Mark Gurman, dass die Lagerbestände des leichten Modells auf ein kritisches Niveau gesunken seien – nur wenige Wochen nachdem Apple den Preis erhöht hatte.

Der Engpass hat zu einer ungewöhnlichen Veränderung bei der Vermarktung von Apples Produktpalette geführt. Gurman zufolge lenkt Apple Kunden nun prominent zum Basismodell des MacBook Pro statt zum Air – etwas, das das Unternehmen so bislang selten oder womöglich noch nie getan hat. Einige von Apples eigenen Werbematerialien enthalten inzwischen den Hinweis: „MacBook Air nur nach Verfügbarkeit erhältlich.“

Gurman erklärt außerdem, dass Apple das 14 Zoll große MacBook Pro bewusst gegenüber dem Air priorisiert. Damit sollen unter anderem bestehende Pro-Lagerbestände vor der erwarteten M6-Aktualisierung der Modellreihe abgebaut werden, die Gerüchten zufolge erstmals Touchscreen-Unterstützung bieten könnte.

Die Ursache des Engpasses ist die Speicherchipkrise, die in der Branche inzwischen als „RAMageddon“ bezeichnet wird. KI-Rechenzentren haben in diesem Jahr einen wachsenden Anteil der weltweiten DRAM- und NAND-Produktion beansprucht, da Speicherhersteller ihre Fertigungskapazitäten auf High-Bandwidth Memory für KI-Server verlagern – zulasten herkömmlicher Speicherchips für Laptops, Smartphones und andere Verbrauchergeräte. Analysten beschreiben diese Entwicklung als strukturell und nicht nur vorübergehend. Einige prognostizieren, dass das begrenzte Angebot bis 2029 oder 2030 anhalten könnte.

Apple hatte diese Entwicklung bereits angedeutet. CEO Tim Cook hatte schon im Juni in einem Interview mit dem Wall Street Journal eingeräumt, Preiserhöhungen seien angesichts der stark gestiegenen Speicherkosten unvermeidbar. Welche Produkte betroffen sein würden und wann, ließ er jedoch offen. Nur wenige Tage später bewahrheitete sich die Warnung: Am 25. Juni erhöhte Apple die Preise für nahezu sein gesamtes Hardwareangebot.

Der Einstiegspreis des MacBook Air stieg im März mit der Einführung des M5-Modells zunächst von 999 auf 1.099 US-Dollar (in Deutschland blieb er unverändert bei 1.199 Euro) und im Zuge der umfassenderen Preiserhöhungen im Juni anschließend auf 1.299 US-Dollar (1.399 Euro). Zu den weiteren betroffenen Produkten gehörten das MacBook Neo, dessen Einstiegspreis von 599 auf 699 US-Dollar (von 699 auf 799 Euro) stieg, das MacBook Pro mit einem Anstieg von 1.699 auf 1.999 US-Dollar (von 1.899 auf 2.199 Euro) sowie das iPad Air, das statt 599 nun 749 US-Dollar (statt 649 nun 799 Euro) kostet. Die Preise für iPhone, Apple Watch und AirPods blieben hingegen unverändert.

Trotz der Lieferengpässe übertraf Apple mit seinem jüngsten Geschäftsbericht die Erwartungen der Wall Street. Das Unternehmen warnte Investoren jedoch davor, dass sich die eingeschränkte Verfügbarkeit im kommenden Quartal auf die Ergebnisse auswirken und weitere Preiserhöhungen erforderlich machen könnte. Gleichzeitig könnte Apples neues Finanzierungsprogramm Apple Upgrade, das vergangene Woche in Zusammenarbeit mit Klarna eingeführt wurde, die Nachfrage nach Macs zusätzlich ankurbeln – und das zu einem Zeitpunkt, an dem das Angebot weiterhin knapp ist.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > MacBook Air wochenlang knapp: Apple lenkt Käufer zum MacBook Pro
Autor: Antony Muchiri,  4.08.2026 (Update:  4.08.2026)