Neuer AMD-Zen-6-Leak: Desktop-APUs mit Zen 6 in Entwicklung

Über AMDs Zen-6-CPU-Architektur der nächsten Generation sowie die APUs Medusa Point, Medusa Halo und Medusa Halo Mini, die Berichten zufolge auf Zen 6 basieren, ist bereits einiges bekannt. Unklar war bislang jedoch, ob AMD auch Zen-6-APUs für Desktop-PCs auf den Markt bringen wird.
Genau diese Frage wurde dem für seine Leaks bekannten YouTuber Moore’s Law Is Dead in der neuesten Folge des Podcasts Broken Silicon gestellt. Ein Zuschauer wollte wissen: „Wird es mit Zen 6 eine AM5-APU geben, die sich fürs Gaming lohnt, oder sollten wir weiter auf Zen 7 warten?“
MLID zufolge entwickelt AMD tatsächlich die Desktop-APUs Medusa 1 und Bumblebee für den Sockel AM5. Dabei beruft sich der Leaker auf eine seiner Quellen bei AMD. Die Medusa 1 soll demnach acht Compute Units (CUs) auf Basis der Grafikarchitektur RDNA 4m bieten, während die kleinere Bumblebee-APU mit nur vier CUs auskommen soll.
Interessanterweise könnte auch das Steam Deck 2 auf eine kleine RDNA-4m-iGPU setzen. MLID geht davon aus, dass diese überraschend leistungsfähig sein könnte. Entsprechend könnte die Medusa 1 mit ihren acht Compute Units genügend Grafikleistung für einige weniger anspruchsvolle Spiele bieten. Darüber hinaus deutete MLIDs Quelle an, dass AMD eine weitere Desktop-APU aus der Medusa-Familie entwickelt. Zu deren technischen Daten und zum aktuellen Entwicklungsstand liegen bislang allerdings keine Informationen vor.
AMD plant offenbar keine Medusa-Halo-APUs für Desktop-PCs
Neben den Einschränkungen bei der Chipgröße stellt auch die Speicherbandbreite eine große Herausforderung für APUs dar, die sich an Gamer richten. Modelle wie AMDs Strix Halo mit leistungsstarken integrierten GPUs benötigen eine hohe Speicherbandbreite, um ihr Leistungspotenzial auszuschöpfen. Anders als dedizierte Grafikkarten verfügen sie jedoch nicht über einen eigenen VRAM, sondern greifen auf den Systemspeicher zurück.
Selbst wenn AMD leistungsstarke Zen-6-Medusa-APUs für Desktop-PCs entwickeln und als Gaming-Produkte vermarkten würde, könnte die Speicherbandbreite zum limitierenden Faktor werden. Das gilt insbesondere angesichts der derzeit hohen Preise für schnellen DDR5-Arbeitsspeicher. MLID vermutet, dass dies ein wesentlicher Grund dafür sein könnte, dass AMD lediglich Einsteiger-APUs für Desktop-Systeme plant und auf leistungsstärkere Modelle wie die Medusa Halo Mini verzichtet.
Die offizielle Vorstellung der Zen-6-Architektur rückt jedoch näher. Schon bald dürfte sich daher zeigen, welche Pläne AMD tatsächlich verfolgt. Wer bereits jetzt eine Desktop-APU für gelegentliches Gaming sucht, kann sich beispielsweise den Ryzen 7 8700G mit seiner integrierten Radeon 780M ansehen.

Quelle(n)
Moore's Law Is Dead auf YouTube, Quelle des Teaser-Bildes: Rubaitul Azad auf Unsplash











