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ORICO X50PRO Thunderbolt80G SSD Enclosure im Test

ORICO X50PRO im Test: Dieses externe Thunderbolt-5-Gehäuse knackt 6.000 MB/s

Externer Speicher-Beschleuniger.

Mit dem X50PRO bringt ORICO eines der ersten Thunderbolt-5-SSD-Gehäuse für ultraschnelle NVMe-SSDs auf den Markt. Dank Intel JHL9480-Controller und 80 Gbit/s verspricht das Enclosure bis zu 6.000 MB/s – und erreicht diesen Wert im Test tatsächlich. Doch Thunderbolt 5 hat aktuell noch ganz andere Probleme.
Christian Hintze Veröffentlicht am 🇺🇸
Storage Zubehör

Testfazit - Schnelles SSD-Gehäuse, nur durch mangelnde TB-5-Verbreitung gebremst

Unser Orico X50PRO kommt im Test auf die versprochenen 6.000 MB/s beim Lesen und ist damit extrem schnell für eine externe SSD! Positiv ist auch, dass sich das Alugehäuse mit nur einer Schraube simpel öffnen lässt, SSDs können so schnell getauscht werden. Zudem ist das Enclosure sehr handlich und bleibt auch im Dauerstress ziemlich kühl.

Leider - und dafür kann das Gerät nichts - ist Thunderbolt 5 noch immer nicht sehr weit verbreitet, die meisten Geräte setzen noch auf Version 4. Zudem ist das Gehäuse mit über 200 Euro (ohne SSD) sehr teuer. Beides zusammen schränkt den potentiellen Kundenkreis stark ein. Und so ist die Orico X50PRO vor allem für Besitzer von MacBook Pro M5 und Co geeignet, denen eine hohe Lesegeschwindigkeit ihres externen Speichermediums sehr wichtig ist.

Pro

+ sehr schnelle Leserate
+ handlich
+ simpler Einbau
+ bleibt kühl
+ schneller Intel-Controller

Contra

- teuer
- PCIe-5-SSDs nicht unterstützt

Preis und Verfügbarkeit

Preiswert ist das Thunderbolt-SSD-Gehäuse nicht, aktuell werden über den Orico-Store bei Amazon 207,99 € dafür aufgerufen.

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207,99 €
ORICO 80Gbps M.2 NVMe SSD Gehäuse, Leises Lüfterloses Kühlsystem, Kompatibel zu Thunderbolt 5/4/3/USB 4, USB 4, kompatibel mit MacBook Pro M5 Pro/M5 Max, Mac mini M4 X50

TB-5-SSD-Gehäuse mit Intel JHL9480 im Überblick

Mit dem x50 Pro schickt Orico ein besonders schnelles SSD-Thunderbolt-Enclosure mit 80 Gbps ins Rennen. Der Hersteller verspricht bis zu 6.000 MB/s. Wir messen nach und vergleichen mit bereits getesteten SSD-Enclosures.

Design und Verarbeitung: Kompaktes Aluminiumgehäuse mit Kühlrippen

Das Gehäuse besteht größtenteils aus silberfarbenem Aluminium. Nur an der Oberseite befindet sich ein dünnes Kunststoffgitter. Darunter lässt sich aber auch wieder eine Aluplatte erahnen.

Die abnehmbare Unterplatte besteht zur besseren Wärmeableitung aus Kühlrippen, in allen vier Ecken ist jeweils eine kleine Gumminoppe als Standfuß verklebt.

Anschlüsse gibt es Encasing-typisch nur einen: Den USB-C-Port.

Lieferumfang - Encasing, Kühlpad und USB-C-Kabel

Eine passende M.2-PCIe-4x4-SSD gehört nicht zum Lieferumfang, die sollte man selbst zur Verfügung haben. Neben dem Gehäuse gibt es ein Klebe-Kühlpad für die SSD, ein kleiner Schraubendreher sowie ein kurzes USB-C-zu-C-Kabel.

Im Lieferumfang
Im Lieferumfang

Technische Daten: Thunderbolt 5 mit 80 Gbit/s, aber ohne PCIe 5-Support

Orico wirbt mit Thunderbolt 5 und 80 Gbit/s. Damit wären theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 10.000 MB/s möglich, der Hersteller selbst spricht von bis zu 6.000 MB/s Lesen und 5.800 MB/s Schreiben.

In der einigermaßen schlecht übersetzten Amazon-Beschreibung sind widersprüchliche Informationen zur maximal unterstützten Speichergröße (4 TB vs 8 TB) zu lesen und nur in einem der Bilder gibt es den Hinweis, dass PCIe "nur" bis zur Version 4, nicht aber 5 unterstützt wird.

M-Key; M/B-Key, aber kein PCIe 5
ⓘ Orico
M-Key; M/B-Key, aber kein PCIe 5
Smartphone-Größenvergleich
ⓘ Orico
Smartphone-Größenvergleich
Orico zielt auf diese Anwendungsfälle
ⓘ Orico
Orico zielt auf diese Anwendungsfälle
Ausstattung Merkmal
Schnittstelle M.2 NVMe M-Key 2280; M&B-Key; PCIe 4.0 x 4
Controller Intels Thunderbolt 5-zertifizierter JHL9480 Chip
Unterstützte Protokolle kompatibel mit Thunderbolt 5/4/3 und USB 4
Preis 208 Euro

Testsystem - TeamGroup-MP44-SSD und MacBook Pro M5

Für den Test benötigen wir natürlich eine geeignete M.2-SSD sowie einen PC mit schnellem Thunderbolt-Anschluss.

Wir testen gleich zwei SSDs: Einmal die durch PCIe 5 theoretisch inkompatible TeamGroup T-Force Z540 mit 2 TB, rein um zu sehen was das Orico Encasing damit anstellt. 

Alternativ müssen wir noch eine schnelle PCIe-4.0x4-SSD finden. Es ist gar nicht so leicht eine SSD aufzutreiben, die den PCIe-4-Standard mit bis zu 8.000 MB/s ausreizt, um für die angeblichen 6.000 MB/s keinen Flaschenhals darzustellen. Zum Glück haben wir noch eine TeamGroup MP44 vorrätig (7.000 MB/s im seq read).

Als Host nutzen wir für Thunderbolt 5 ein MacBook Pro, für einen kurzen Test an TB 4 auch ein Razer Blade 16 (2025).

TeamGroup T Force Z540
TeamGroup T Force Z540
TeamGroup MP44
TeamGroup MP44
MacBook Pro 16 M5 mit Thunderbolt 5
MacBook Pro 16 M5 mit Thunderbolt 5
Razer Blade 16 mit Thunderbolt 4
Razer Blade 16 mit Thunderbolt 4

Installation der M.2-SSD: Einfacher Einbau mit nur einer Schraube

Die Unterseite ist durch nur eine Schraube gesichert, nach deren Entfernen kann man die Bodenplatte abnehmen.

Die eigene SSD sollte nun mit dem beiliegenden Kühlpad beklebt werden, sodass dieses beim Einbau dann nach oben zeigt. Wir verzichten zunächst darauf, da unsere MP44 schon mit einem Graphene-Kühlstreifen beklebt ist. Dieser ist natürlich dünner als das Pad und hat daher keinen Kontakt zur Alu-Bodenplatte. Das dickere Pad vermutlich schon.

Danach kann man die SSD in den einen M.2-Slot einsetzen und das Ende verschrauben.

Nur 1 Schraube an der Unterseite
Nur 1 Schraube an der Unterseite
Geöffnet und ohne Bodenplatte
Geöffnet und ohne Bodenplatte
SSD einsetzen
SSD einsetzen
Verschrauben
Verschrauben

Benchmark-Ergebnisse: ORICO X50PRO erreicht 6.000 MB/s

Wie erwartet wird die PCIe-5-SSD TeamGroup T-Force Z540 gar nicht erst vom PC erkannt. Also testen wir mit der MP44 (steckte bislang im ZikeDrive Z666). Für die Messungen am MacBook Pro M5 haben wir Blackmagicdesigns Disk Speed Test verwendet. Die Vergleiche am TB-4-Port des Razer Blades haben wir auf Crystaldiskmark und AS SSD zurückgegriffen.

Im wichtigen Test an TB 5 kommt die SSD zumindest im Lesen auf die versprochenen 6.000 MB/s und ist damit quasi die schnellste externe SSD, die wir bislang im Test hatten. Die Schreibgeschwindigkeit fällt mit rund 3.000 MB/s etwas weniger beeindruckend, aber immer noch schnell aus.

Intern kam die MP44 im damaligen Test im Lenovo Legion Pro 5 in CrystalDiskMark 6 auf über 7.000 MB/s im sequentiellen Lesen und auf 5.700 MB/s im Schreiben.

Am TB-4-Port des Razer Blades ist das Orico-Gehäuse mit rund 4.000 MB/s erwartungsgemäß weniger schnell. Dafür steigt die Leserate auf überrund 3.700 MB/s, diese ist also nicht auf 3.000 MB/s beschränkt. Zum weiteren Vergleich gibt es auch Benchmarks mit der MP44 im ZikeDrive Z666 an einem TB4-Port, dieses kann das Orico am gleichen Port schlagen.

Ergebnis am Thunderbolt-5-Port des MacBook Pro 16 M5 - 6.000 MB/s im Lesen, 3.000 MB/S im Schreiben
Ergebnis am Thunderbolt-5-Port des MacBook Pro 16 M5 - 6.000 MB/s im Lesen, 3.000 MB/S im Schreiben
Vergleich TB 4: Crystaldiskmark 6
Vergleich TB 4: Crystaldiskmark 6
Vergleich TB 4: Crystaldiskmark 9
Vergleich TB 4: Crystaldiskmark 9
ZikeDrive an TB4: Crystaldiskmark 6
ZikeDrive an TB4: Crystaldiskmark 6
ZikeDrive an TB4: AS SSD
ZikeDrive an TB4: AS SSD

Im DiskSpd ist die Leistung absolut konstant und zeigt, dass der Controller Chip Intel JHL9480 theoretisch auch die höheren internen Geschwindigkeiten bewältigen kann und die SSD nicht überhitzt.

Dauerleistung Lesen: DiskSpd Read Loop, Queue Depth 8

0145290435580725870101511601305145015951740188520302175232024652610275529003045319033353480362537703915406042054350449546404785493050755220536555105655580059456090623563806525667068156960Tooltip
ORICO X50PRO TB5  ; diskspd 2.0.17 f: Ø6916 (5993.03-6936.54)
Zike ZikeDrive Z666  ; diskspd 2.0.17 f: Ø3017 (2932.45-3025.59)
TeamGroup MP44 2 TB  ; diskspd 2.0.17 f: Ø7062 (6475.64-7083.88)
PicoDrive portable SSD  ; diskspd 2.0.17 f: Ø4054 (3640.24-4068.47)

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Christian Hintze, 22.05.2026 (Update: 22.05.2026)