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MWC19 | Offener Kampf zwischen Huawei und den USA auf dem Kongress

Das Logo von Huawei
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Der Streit zwischen den USA und Huawei um möglich Spionage geht auch auf dem Mobile World Kongress unverhohlen weiter. Während die USA auf der Messe versucht Anbieter und Verbündete davon zu überzeugen, Huawei auszuschließen, machte sich Guo Ping (Chairman bei Huawei) offen über die Doppelmoral der Amerikaner lustig.

Es ist eine Premiere auf die die Veranstalter des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vermutlich auch hätten verzichten können: Dieses Jahr hält zum ersten Mal auch die internationale Politik mit voller Wucht Einzug in den Kongress. So nutzten sowohl Amerikaner, als auch Vertreter von Huawei die Bühnen der Messe, um sich gegenseitig anzugreifen.

Die Amerikaner haben für ihren Teil wieder deutliche Worte gegen Huawei gefunden, indem sie ihre Verbündeten dazu aufgefordert hat, Huawei von dem Ausbau von Netzwerktechnik in den entsprechenden Ländern auszuschließen. So verwies der Botschafter des amerikanischen State Departments 'Robert Strayer' darauf, dass chinesische Firmen nach chinesischem Gesetz dazu verpflichtet sind, im Sicherheitsinteresse des Landes mit den lokalen Behörden zu kooperieren. Allerdings brachten die Vertreter der US-Regierung auch dieses Mal keine Beweise vor, die belegten, dass Huawei in seine Geräte tatsächlich Hintertüren einbaut.

Guo Ping auf dem MWC (Quelle: PAU BARRENA/AFP/Getty Images)
Guo Ping auf dem MWC (Quelle: PAU BARRENA/AFP/Getty Images)

Dies ist auch etwas, worauf sich die Vertreter von Huawei sofort eingeschossen haben. Zusätzlich machte sich Guo Ping (Chairman bei Huawei) auf offener Bühne über die Doppelmoral der Amerikaner lustig, würden die Geheimdienste der Amerikaner doch selbst jedes Recht ignorieren und das, was sie den Chinesen vorwerfen, selber aktiv betreiben. Hierbei nahm Guo Ping auf Papiere Bezug, die Snowden veröffentlicht hat, die zeigen, dass die NSA selbst mit amerikanischen Unternehmen kooperiert hat, um Zugriff auf deren Geräte zu erhalten.

Hierbei stellte der Chairman seinen Konzern als eine Art Schutz vor der NSA dar. So könne die NSA dadurch, dass Huawei keine Hintertüren in seine Geräte einbaut, eben nicht mehr alles und jeden ausspionieren.

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Autor: Cornelius Wolff, 27.02.2019 (Update: 27.02.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.