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PS5-Discs vor dem Aus: Hideo Kojima warnt vor Verlust von Spielen und Filmen

Kojima auf dem Piazza Film Festival in Rom
ⓘ Venom Snails Lair (YouTube)
Kojima auf dem Piazza Film Festival in Rom
Hideo Kojima hat gewarnt, dass die Einstellung von physischen PlayStation-Discs im Jahr 2028 Teil eines größeren Wandels ist, der den Besitz von Spielen und Filmen durch Verbraucher schwächen könnte.

Hideo Kojima, Schöpfer der Metal-Gear-Reihe und von Death Stranding, hat sich kürzlich zu Sonys angeblichen Plänen geäußert, die Produktion physischer Discs für PlayStation-Spiele im Januar 2028 einzustellen. Beim Filmfestival Il Cinema in Piazza in Rom sagte Kojima, er verspüre beim Blick auf diese Entwicklung eine Leere, da er darin einen insgesamt äußerst besorgniserregenden Wandel beim Zugang zu Unterhaltung sieht.

Kojima bezeichnet sich selbst als Liebhaber physischer Medien und hat auf die Frage zur Disc-Situation bei PlayStation sehr deutlich reagiert:

Da die Produktion 2028 endet, geht es hier um Videospiele. Ich bin aber mit physischen Medien aufgewachsen, deshalb finde ich das wirklich traurig. Derzeit kaufe ich viele Blu-Rays, etwa verschiedene Filme, und auch CDs.

Digital heruntergeladene Spiele werden zwar weiterhin auf der eigenen Hardware gespeichert, Kojima blickt jedoch vor allem auf mögliche Entwicklungen in der Zukunft. Er erklärt:

Bei Spielen ist die Situation anders, weil sie auf die Festplatte heruntergeladen werden. Die Spieldaten bleiben also auf der eigenen Hardware. Wenn sich das künftig aber in Richtung Streaming verschiebt, ist das nicht mehr der Fall. Bei Streaming-Abodiensten wie Netflix oder Amazon steht irgendwo ein Server, und im Grunde besteht nur das Recht, den Hahn aufzudrehen. Sobald das passiert, fließen die Daten heraus. So funktionieren Filme auf diesen Plattformen, oder? Die Daten werden nicht heruntergeladen, sondern direkt über ein Abonnement abgerufen. Die Folge ist, dass man die Daten selbst nicht tatsächlich besitzt.

Auch wenn derzeit alles reibungslos funktionieren mag, könnte schon eine kleine Veränderung den Zugriff auf Unterhaltung stören, selbst bei Abodiensten. Kojima erklärt:

Es gibt Unternehmen, die diese Server besitzen und gegen eine monatliche Gebühr das "Aufdrehen des Hahns" erlauben. Angesichts von Staaten, Politik und unterschiedlichen Denkweisen muss man aber natürlich die Möglichkeit berücksichtigen, dass die Daten bei einer Veränderung nicht mehr verteilt werden. Wenn das passiert, lassen sich die Filme und Spiele, die man mag, nicht mehr ansehen oder spielen. Das ist beängstigend. Was 2028 bei Videospielen passiert, könnte also auch bei Filmen passieren. Das sollte jeder im Hinterkopf behalten.

Kojima hat eine lange und eng verwobene Geschichte mit PlayStation, auch durch die Unterstützung für Kojima Productions und die Rolle der Plattform dabei, Death Stranding und dessen Nachfolger stärker ins Zentrum der Spielebranche zu rücken. Dennoch hat er nicht als Sprecher des Unternehmens gesprochen. Sein letztes eigenes Action-Spionage-Spiel Physint soll weiterhin um 2030 für die nächste PlayStation erscheinen. Außerdem arbeitet er am kommenden Xbox-Horrorprojekt OD.

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Autor: Rahim Amir Noorali,  7.07.2026 (Update:  7.07.2026)