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Patent: Alexa "hört" Gemütszustände und blendet passende Werbung ein

Alexa hört auch auf Husten
Alexa hört auch auf Husten
Ein von Amazon eingereichtes Patent ist nun veröffentlicht worden. Demnach arbeitet der Konzern an einem Algorithmus, der verschiedene Gemütszustände des Users erkennen und dazu passende Werbung einblenden soll.

Sie sind krank und stehen kurz vor dem Beginn einer Grippe? Kein Problem, Alexa hat dies bereits erkannt und schon längst eine Bestellung für Sie zusammengestellt, die sie nur mehr bestätigen müssen. So stellt sich Amazon in Zukunft zielgerichtete Audio-Werbung vor. Ein im März 2017 von Amazon eingereichtes Patent ist nun veröffentlicht worden und behandelt einen Algorithmus, der Gemütszustände wie Freude, Angst, Sorge, Traurigkeit, Ärger Langeweile, Empörung oder Stress erkennen soll. Die, aus dem Algorithmus gewonnenen Informationen, werden für das Einblenden von passender Werbung verwendet.

Der Patentantrag für Alexa
Der Patentantrag für Alexa

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Dafür muss aber zuerst der Normalzustand des Alexa-Users ermittelt werden, erst danach wird nach Abweichungen Ausschau gehalten. Auch soll das Alexa (noch) nicht erkennen können, ob das Hüsteln oder der Nieser von einer Person stammt, oder vielleicht eine andere Person im Haushalt erkrankt ist. Weiters wird selbstverständlich neben den Audio-Aufnahmen auch noch das Browserverhalten des Nutzers ausgewertet, wie Anzahl der Mausklicks, Einkaufsverlauf oder Art der angesurften Seiten.

Dies ist übrigens nicht der erste Versuch von Amazon, Stimmen auszuwerten. Anhand von Auslöseworten wie "ich mag" oder "ich liebe" sollen einem anderen Patent zufolge, nachfolgende Schlüsselwörter ebenfalls für zielgerichtete Werbung analysiert werden. Datenschützer stehen den Plänen kritisch gegenüber.

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Autor: Daniel Puschina, 15.10.2018 (Update: 15.10.2018)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.