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Qualcomm-Aktie legt dank Apple-Deal $30 Milliarden zu

Wenn zwei streiten, freut sich ... der Gewinner des Streits. (Daten: Yahoo! Finance)
Wenn zwei streiten, freut sich ... der Gewinner des Streits. (Daten: Yahoo! Finance)
Der große Gewinner: Insgesamt konnte Qualcomm in den letzten beiden Tagen fast 40 Prozent an Wert gewinnen. Dank des Deals mit Apple stieg der Aktienkurs von 58 auf 79 US-Dollar, die Marktkapitalisierung liegt damit bei fast 100 Milliarden US-Dollar.

Nach jahrelangen Patentrechtsstreiten zwischen Apple und Qualcomm kam es gestern zu einer Einigung: Alle Klagen werden fallen gelassen, Apple musste sich allerdings dazu verpflichten, die nächsten sechs Jahre sämtliche iPhone-Modems von Qualcomm zu beziehen. Bei diesen Bedingungen darf man zumindest davon ausgehen, dass Apple einen vergleichsweise fairen Preis pro Stück erstritten hat. Die Aktionäre des Unternehmens aus Cupertino blieben unbeeindruckt – mit einem Plus von knapp zwei Prozent hat sich die Aktie kaum bewegt.

Das sieht bei Qualcomm anders aus. Einen dermaßen großen Kunden für volle sechs Jahre zu verpflichten hat einen wahren Freudensturm bei Anlegern ausgelöst: Die Aktie konnte einen Zugewinn von fast 40 Prozent verzeichnen. Die Marktkapitalisierung von Qualcomm liegt damit knapp 30 Milliarden US-Dollar höher als noch am vergangenen Wochenende.

Der große Verlierer ist Intel. Ohne seinen größten potentiellen Kunden hat der Konzern die Entwicklung seines 5G-Modems für Smartphones gleich komplett eingestellt. Da dieser Geschäftszweig ohnehin auf der Kippe stand – das Unternehmen hinkt Qualcomm hier um Jahre hinterher – hat sich das bisher nicht negativ auf Intels Aktienkurs ausgewirkt.

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Autor: Hannes Brecher, 17.04.2019 (Update: 17.04.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.