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EU: Qualcomm muss 242 Millionen Euro Strafe zahlen

Die EU-Kommissarin für Wettbewerb Margrethe Vestager (Quelle: Virginia Mayo/AP/dpa)
Die EU-Kommissarin für Wettbewerb Margrethe Vestager (Quelle: Virginia Mayo/AP/dpa)
Die Kommissarin für Wettbewerb der Europäischen Union hat heute bekannt gegeben, dass Qualcomm eine Strafe von 242 Millionen Euro zahlen muss, da das Unternehmen seine Preis künstlich gedrückt hat, um die Konkurrenz auszuschalten.

Ein Verfahren der EU-Kommission für Wettbewerb gegen Qualcomm, das bereits seit 2015 lief, ist heute zu einem Ende gekommen. Und das dürfte für Qualcomm nicht gerade billig werden: Insgesamt soll das Unternehmen 242 Millionen Euro Strafe zahlen. In dem Verfahren geht es um die Preisgestaltung der UMTS-Module des amerikanischen Herstellers. So sieht es die Kommission als erwiesen an, dass das Unternehmen zwischen 2009 und 2011 seine 3G-Modems unterhalb der Produktionskosten verkauft hat, um die Konkurrenz aus dem Geschäft zu treiben, was auch funktioniert hat. Im Jahr 2011 wurde der damals recht große britische Hersteller Icera von Nvidia aufgekauft, nachdem der Preiskampf mit Qualcomm das Unternehmen zu stark belastete.

Auch wenn die Strafe mit 242 Millionen Euro durchaus harsch ausfällt, ist sie doch relativ wenig, im Vergleich zu dem, was das Unternehmen letztes Jahr an die EU zahlen musste. Hier musste das Unternehmen fast eine Milliarde Euro abtreten, da es sich zuvor mit Apple zusammengetan hat, um zu verhindern, dass der Konzern mit Apfel-Logo jemals zur Konkurrenz wechselt.

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Autor: Cornelius Wolff, 19.07.2019 (Update: 19.07.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.