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Ransomware: Das sollten sie bei einer Erpressung auf keinen Fall tun

Ransomware: Das sollten sie bei einer Erpressung auf keinen Fall tun
Ransomware: Das sollten sie bei einer Erpressung auf keinen Fall tun
Trotz der akuten Gefahr hat die Mehrheit der Deutschen noch nie von Ransomware gehört. Wenn auf dem Computermonitor ein roter Bildschirm mit einer Erpresser-Nachricht erscheint, dann heißt es: keinen Fehler machen.

Bisher haben rund 40 Prozent der Internetnutzer in Deutschland bereits von sogenannter Ransomware gehört. Damit darf sich die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger derzeit noch glücklich schätzen, bislang am Computermonitor noch nie Bekanntschaft mit einer fiesen Erpresser-Meldung gemacht zu haben. Wer sich Ransomware einfängt, der sieht sich meist mit einem durch Cyberkriminelle verschlüsselten und damit unbrauchbaren Computersystem konfrontiert.

Der Computer startet, doch statt der gewohnten Oberfläche erscheint ein roter Bildschirm mit dem Hinweis, die Daten auf dem Gerät sind nun verschlüsselt und werden nur gegen Zahlung von mehreren hundert US-Dollar wieder freigegeben. Im Mai 2017 legte das Schadprogramm WannaCry mehr als 200.000 Computer lahm und forderte Lösegeld für die Daten des Nutzers.

Jeder zweite Internetnutzer (52 Prozent), der vom Begriff Ransomware schon einmal etwas gehört hat, gab bei einer Umfrage des Bitkom an, Angst zu haben, Opfer einer solchen digitalen Erpressung zu werden. Aber nur rund jeder Zweite der Ängstlichen (56 Prozent) bereitet sich aktiv auf solche Angriffe vor, etwa durch regelmäßige Backups seiner Daten. 41 Prozent geben hingegen an, trotz ihrer Sorgen keine besonderen Schutzmaßnahmen vorgenommen zu haben.

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom rät:

"Ob nach Bezahlung des verlangten Lösegelds die Daten wirklich entschlüsselt werden, ist höchst ungewiss. Auch deshalb sollte sich niemand auf eine solche Erpressung einlassen. Zunächst einmal gilt es, mit einer starken Firewall und Virenschutzprogrammen dafür zu sorgen, dass niemand den eigenen PC verschlüsseln kann. Kommt es zum Worst Case, kann man mit einem stets aktuellen Backup vorsorgen. Dann kann im Notfall diese Sicherungskopie auf den Computer aufgespielt werden, so dass der Schaden gering bleibt."

Zudem rät Bitkom den Opfern solcher Cyberkriminellen, sich an die Behörden zu wenden. Hierfür gibt es bei den Landeskriminalämtern eine Zentrale Ansprechstelle Cyberkriminalität (ZAC).

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Autor: Ronald Matta,  5.12.2017 (Update:  5.12.2017)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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