Reaktion auf steigende Speicherpreise: Samsung setzt beim Galaxy S26 FE und A57 auf günstigere Displays aus China

Samsung setzt bei den OLED-Bildschirmen seiner Smartphones künftig offenbar stärker auf das untere Preissegment. Statt Panels aus der eigenen Displaysparte zu verwenden, greift das Unternehmen dabei auf Bildschirme von CSOT zurück, einem chinesischen Hersteller aus der zweiten Reihe.
Die Panels von China Star (CSOT) sind rund 20 Prozent günstiger als jene, die Samsung bislang für seine Mittelklasse-Smartphones der Galaxy-A- oder Fan-Edition-Reihe selbst produziert.
Ziel ist es, die stark gestiegenen Kosten für Speicher und Prozessorchips auszugleichen, die sich innerhalb weniger Monate verdoppelt haben. Das Crucial-DDR5-RAM-Kit mit 32 GB ist bei Amazon derzeit zwar auf rund 350 Euro reduziert, kostet damit aber immer noch mehr als doppelt so viel wie noch im November.
Ausgelöst durch den Boom bei KI-Rechenzentren sind RAM- und Flash-Speicher inzwischen zu den teuersten Komponenten eines Smartphones geworden und haben damit Systemchip und Display vom Spitzenplatz verdrängt.
Einige der weltweit größten Smartphone-Hersteller wie Oppo, Vivo oder OnePlus haben in China bereits Preiserhöhungen für ihre Geräte angekündigt. Samsungs Mittelklasse ist jedoch besonders preissensibel, weshalb der Konzern stattdessen lieber versucht, die Produktionskosten zu senken.
Samsung Display soll laut Berichten gegenüber der Konzernführung argumentiert haben, dass die eigenen Einnahmen deutlich unter Druck geraten würden, wenn auch noch die wichtige A-Serie wegfällt. Zuvor hatte die Sparte wegen der Speicherpreiskrise bereits Aufträge anderer Smartphone-Hersteller verloren.
Branchenquellen zufolge hat Samsung inzwischen nicht weniger als 15 Millionen OLED-Panels bei CSOT bestellt und will die kommenden Modelle Galaxy A57 und Galaxy S26 Fan Edition damit ausstatten. Der Grund liegt auf der Hand: Die CSOT-Displays sind deutlich günstiger, während ihre Qualität für Samsungs Mittelklasse offenbar als ausreichend angesehen wird.











