Steam Deck: Warum Valves Handheld-PC langsam aussterben könnte

Nach der deutlichen Preiserhöhung des Steam Deck OLED wird in der Gaming-Community kontrovers über die Zukunft von Valves Handheld-PC diskutiert. Auf Reddit fragt ein Nutzer, warum plötzlich viele Spieler so tun würden, als sei das Steam Deck „tot“. Das trifft offenbar einen Nerv. Zum Zeitpunkt der Recherche hatten sich innerhalb von weniger als 20 Stunden knapp 800 Kommentare angesammelt – und zwar mit gespaltener Meinung.
Wie der Ersteller des Reddit-Threads erklärt, war das Steam Deck bislang vor allem wegen seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses attraktiv. Man bekam einen einfach zu bedienenden Handheld mit Steam-Integration, Modding-Optionen und Reparierbarkeit zu einem ordentlichen Preis. Der leistungsstärkste Vertreter seiner Art ist das Steam Deck aber schon lange nicht mehr – und mit den jüngsten Preiserhöhungen hat sich auch die Stimmung in der Community deutlich verändert. In Kommentaren unter Videos und Beiträgen werde das Steam Deck zunehmend als überholt oder „tot“ bezeichnet, erklärt der Thread-Ersteller.
Steam Deck ist nicht „tot“, könnte aber aussterben
Auf Reddit gibt es zwei Seiten. Eine Seite besteht aus bestehenden Besitzern des Handhels. Für jene, die bereits ein Steam Deck ihr Eigen nennen, ist es weiterhin eine starke Konsole mit großem Spielekatalog und aktiver Community – auch, wenn es mit dem Asus ROG Ally X oder dem Lenovo Legion Go deutlich leistungsstärkere Handhelds gibt.
Die andere Seite besteht aus potenziellen Käufern. Wer heute neu kaufen möchte, muss das Steam Deck unter komplett anderen Konditionen bewerten – zumindest die OLED-Version, die seit der Preiserhöhung 779 statt 569 Euro kostet. Da die Standard-Version des Steam Deck gar nicht mehr regulär als Neugerät verkauft wird, hat Valve aktuell keine günstigere Version im Angebot.
Auf Reddit ist man sich einig: Durch den Preisanstieg verliert das Steam Deck einen großen Teil seines ursprünglichen Reizes – das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob Valve weiterhin genug Geräte verkaufen kann, um langfristig neue Modelle oder weitere Hardware-Projekte zu rechtfertigen. Damit ist das Steam Deck (derzeit 660 Euro auf Amazon) derzeit nicht „tot“, muss sich nach der Preiserhöhung aber neu beweisen.
Quelle(n)
Bildquelle: Notebookcheck / Marc Herter












