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Tesla Model Y mit der schlechtesten Mängelbilanz bei Inspektionen – Grund ist die OEM-Aufhängung

Meyle bietet eine solide Ersatzlösung für die serienmäßige Tesla-Federung. (Bildquelle: Meyle/YT)
Meyle bietet eine solide Ersatzlösung für die serienmäßige Tesla-Federung. (Bildquelle: Meyle/YT)
Erste umfassende Inspektionsauswertungen für Elektroautos zeigen: Tesla schneidet im Vergleich zu anderen Herstellern schlechter ab. Als Hauptursache gilt ein erhöhter Verschleiß an den Fahrwerksaufhängungen.

Das Tesla Model Y hat das Model 3 als das E-Auto mit der höchsten Mängelquote bei vorgeschriebenen Fahrzeugprüfungen abgelöst.

Nicht weniger als 17 Prozent der vergleichsweise neuen Model Y-Fahrzeuge wiesen bei der TÜV-Prüfung Mängel auf. Die verpflichtende Inspektion entscheidet darüber, ob ein Fahrzeug weiterhin als verkehrstauglich gilt – und gerade hier fällt das Model Y besonders negativ auf.

Der TÜV-Report 2026 enthält erstmals eine umfassende Auswertung von Elektrofahrzeugen – mit einem ernüchternden Ergebnis für Tesla. Das Model Y, eines der meistgefahrenen Fahrzeuge der Marke, führt die Liste der Mängelfahrzeuge an. Bei der technischen Prüfung traten besonders häufig Defekte zutage.

Zuvor belegte das Model 3 diesen wenig schmeichelhaften Spitzenplatz. Der deutsche Ersatzteilspezialist Meyle reagierte bereits mit verstärkten Bauteilen auf das weit verbreitete Klappern und Quietschen, für das Teslas Originalaufhängung bekannt ist. Nach Angaben der Meyle-Ingenieure liegt die Ursache häufig in korrodierten Querlenkern – ausgelöst durch eindringendes Wasser, das von der Windschutzscheibe direkt auf das Kugelgelenk tropft. Die überarbeitete Komponente ist leichter, robuster und soll das Problem dauerhaft lösen. Der Meyle-Querlenker für das Model Y ist unter anderem bei Amazon für rund 132 Euro erhältlich.

Da inzwischen deutlich mehr Teslas auf den Straßen unterwegs sind – und ein wachsender Anteil davon auf das Model Y entfällt –, hat der SUV die Limousine als Elektrofahrzeug mit der höchsten Fehlerquote abgelöst. Laut TÜV-Report liegt das vor allem an der vergleichsweise schwachen Aufhängung, die durch das hohe Batteriegewicht stark beansprucht wird. Auch das Bremssystem trägt zur erhöhten Mängelquote bei.

Da ein Großteil des Bremsvorgangs über die Rekuperation erfolgt, treten an den Bremsscheiben gerade deshalb häufiger Mängel auf – schlicht weil sie kaum genutzt werden. Die verpflichtende TÜV-Prüfung legt besonderes Augenmerk auf den Zustand des gesamten Bremssystems, und viele Fahrzeuge bestehen diese erst nach dem vollständigen Austausch von Bremsscheiben, Bremssätteln und Bremsbelägen. Elektroautos wie jene von Tesla geraten damit in eine Zwickmühle: Trotz geringer Bremsnutzung sind kostspielige Reparaturen oft unvermeidlich.

Dennoch wiesen andere Elektroautos im ersten umfassenden TÜV-Report nicht annähernd so viele Mängel auf wie das Model Y. Dass gerade dieses Modell so deutlich negativ hervorsticht, überrascht jedoch kaum: Es war lange Zeit Europas meistverkauftes Fahrzeug – bis Elon Musks politischer Aktivismus und die wachsende Konkurrenz den Höhenflug bremsten. Mit der wachsenden Zahl an Fahrzeugen, die zur verpflichtenden technischen Prüfung vorgestellt werden, steigen auch die registrierten Mängel – eine naheliegende Folge seiner großen Verbreitung.

Die Rangliste der Inspektionsmängel von Elektrofahrzeugen. (Bildquelle: ADAC)
Die Rangliste der Inspektionsmängel von Elektrofahrzeugen. (Bildquelle: ADAC)

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-12 > Tesla Model Y mit der schlechtesten Mängelbilanz bei Inspektionen – Grund ist die OEM-Aufhängung
Autor: Daniel Zlatev,  4.12.2025 (Update:  4.12.2025)