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Tesla streicht weniger Läden und wird teurer

Tesla hebt Preis um 3 Prozent an
Tesla hebt Preis um 3 Prozent an
Erst sollten bei Tesla fast alle Verkaufsläden geschlossen werden, jetzt bleibt doch eine größere Menge an Ladengeschäften geöffnet. Als Resultat werden fast alle Elektroautos des Anbieters teurer.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt - so lautet ein flappsiges Sprichworte, das dem Dichter und Karrikaturisten Wilhelm Busch zugeschrieben wird. Es hätte aber auch genauso aus dem Munde von Tesla-Chef Elon Musk kommen können, denn der ist bekannt dafür, gerne mal Aussagen zu tätigen, die er dann wenig später wieder zurücknimmt. So auch im Fall der Ankündigung, Preise für Elektroautos senken und dafür fast alle Ladengeschäfte des Unternehmens schließen zu wollen.

Jetzt heißt es, man werde weit weniger Geschäfte schließen, betroffen seien aktuell nur noch maximal 30 Prozent aller Verkaufsstandorte. So habe man kürzlich bereits 10 Prozent der Läden geschlossen, weil sie nicht wie ursprünglich für Tesla-Verkaufsstellen geplant in Fußgängerzonen lagen, bis zu 20 Prozent werden in den nächsten Monaten überprüft. Wieviele davon tatsächlich geschlossen werden, hängt von der Effizienz der Zweigstellen ab.

Probefahrten weiter möglich, Preise steigen

Was viele Interessenten erfreuen dürfte, weil sie sich keinen Kauf eines E-Autos ohne vorherige Probefahrt vorstellen können, bringt aber auch Nachteile mit sich. Als Reaktion auf den Fortbestand der meisten Verkaufsfilialen von Tesla werde der durchschnittliche Verkaufspreis der meisten Tesla-Modelle um rund 3 Prozent steigen.

Die Ankündigung soll ab dem 19. März umgesetzt werden, bis dahin gelten die derzeitigen Preise. Die Preiserhöhungen gelten auch nicht für alle Modelle. So bildet das günstigste Einstiegsmodell des Model 3 in den USA eine Ausnahme, das von der Erhöhung der Verkaufspreise nicht betroffen ist. Die anderen Varianten von Modell 3 sowie Modell S und Modell X werden demnächst mit einem Preisaufschlag versehen.

Das günstigste Modell 3 kostet in den USA rund 35.000 US-Dollar vor Steuer, das enspricht etwas mehr als 31.000 Euro. In Deutschland wird die günstigste Version des Model 3 ab rund 53.000 Euro angeboten. Grund für die Preisdifferenz ist neben (aktuell) 10 Prozent Zoll und 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer der Umstand, dass es das in den USA als Einstiegsmodell erhältliche Model 3 hierzulande gar nicht gibt. Stattdessen wird hier das höherwertige Modell 3 Long Range mit Allradantrieb als günstigste Version verkauft.

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Autor: Stefan Schomberg, 11.03.2019 (Update: 11.03.2019)
Stefan Schomberg
Stefan Schomberg - Editor
Blinkt es und macht Geräusche? Dann ist es spannend! Wenn dann auch noch nützliche Features mit dabei sind, dann ist es perfekt. Entsprechend habe ich meine PCs schon immer selbst zusammengebaut und mich beim Kauf technischer Geräte lieber auf Informationen aus dem Internet und meinen gesunden Menschenverstand, als auf den Verkäufer im Laden verlassen. Meine berufliche Heimat fand ich vor über 10 Jahren bei einem großen deutschen Mobilfunk-Magazin und testete dort Smartphones, Tablets, Wearables und sonstige Gadgets. Jetzt schreibe ich im Ressort Mobilfunk als freier Redakteur für Notebookcheck und andere namenhafte Unternehmen. Dabei setze ich zunehmend auch auf andere spannende Themen, die mich immer schon interessiert haben.