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Tesla: Trotz neuer Finanzierung in 10 Monaten pleite?

Wenn sich nichts ändert, könnte Tesla Anfang 2020 in Zahlungsschwierigkeiten kommen (Quelle: Tesla)
Wenn sich nichts ändert, könnte Tesla Anfang 2020 in Zahlungsschwierigkeiten kommen (Quelle: Tesla)
Tesla ist in Finanzschwierigkeiten: Trotz einer Finanzierungsspritze von 2,7 Milliarden US-Dollar vor wenigen Wochen, hat der Gründer der Unternehmens Elon Musk in einer Mail an seine Beschäftigen bekannt gegeben, dass das Unternehmen in 10 Monaten pleite gehen wird, sollte man jetzt nicht drastische Maßnahmen ergreifen.

Tesla ist für viele Fans der Elektromobilität auch heute noch der Hoffnungsträger der Autoindustrie. Immerhin schafft es der Hersteller jetzt schon seit Jahren die traditionellen Hersteller der Welt in diesem Bereich vor sich her zu treiben. So ist es noch keinem anderen Hersteller bisher gelungen, sowohl preislich, als auch bei den Spezifikationen, in Konkurrenz zu Tesla zu treten, auch wenn Volkswagen nächstes Jahr zumindest preislich Tesla unterbieten will.

Trotz des großen technologischen Vorsprungs leidet Tesla schon seit langem an einem großen Problem: Das Unternehmen ist nicht profitabel. Auch wenn es letztes Jahr zeitweise mal gelang, das Unternehmen aus den roten Zahlen zu führen, musste man am Ende des Jahres doch einen Verlust von 976 Millionen US-Dollar über das gesamte Jahr abschreiben. Jetzt hat Tesla erst kürzlich eine weitere Finanzierungsrunde durchgeführt, bei welcher der Konzern ganze 2,7 Milliarden US-Dollar eintreiben konnte.

Doch trotz dieser großen Summe, steckt Tesla anscheinend aktuell in noch größeren Finanzschwierigkeiten, als man zuvor wusste. So hat Elon Musk in einer Mail an die Angestellten bei Tesla massive Einsparpläne angekündigt, da der Konzern bei seinen aktuellen Verlustzahlen in 10 Monaten insolvent wäre. In diesem Zeitraum muss es Tesla also endlich schaffen, wirklich profitabel zu werden. Um das zu erreichen, wollen Elon Musk und der CFO des Unternehmens Zach Kirkhorn sämtliche Kostenfaktoren überprüfen und schauen, wo man Sparen könnte. Davon werden auch die Gehälter und Positionen der Mitarbeiter nicht verschont bleiben.

Trotz aller Einsparungen dürfte der Erfolg des Unternehmens aber zentral von einem Faktor abhängen: Dem Tempo bei der Herstellung des Model 3. Allerdings gibt es hier auch die größten Probleme. So sind die Produktionszahlen des Autos im letzten Quartal aufgrund interner Probleme sogar wieder zurückgegangen. Sollte es Tesla nicht gelingen, hier die Zahlen nach oben zu korrigieren, dürfte es um die Zukunft des Unternehmens eher schlecht bestellt sein.

Es bleibt also weiterhin spannend, über die Zukunft des jungen Herstellers zu spekulieren. Es dürfte aber im Interesse aller liegen, wenn es dem Unternehmen gelingt, seine Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen und profitabel zu werden.

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Autor: Cornelius Wolff, 19.05.2019 (Update: 22.05.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.