Tesla widerspricht Bericht zu tödlichem FSD-Unfall: Fahrer hat angeblich Gas gegeben

Ein kürzlicher Unfall mit einem Tesla Model 3, über den wir bereits berichtet haben, lässt sich angeblich nicht darauf zurückführen, dass das Full-Self-Driving-System zum Unfallzeitpunkt aktiv gewesen ist. Das Tesla Model 3 ist in Texas mit hoher Geschwindigkeit in ein Wohnhaus gekracht, wobei eine 76 Jahre alte Person ums Leben gekommen ist. Die FSD-Option ist zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits deaktiviert gewesen, wie sich herausgestellt hat.
Während der Fahrer angegeben hat, dass das Auto während des Unfalls selbst gefahren sei, hat er die Polizei möglicherweise bewusst oder unbewusst in die Irre geführt. Laut Teslas Aktivitätsprotokollen hat der Fahrer vor dem Aufprall tatsächlich das Gaspedal betätigt, wodurch FSD deaktiviert und das Fahrzeug beschleunigt worden ist, statt die Bremse zu betätigen.
Es hat bereits mehrere Fälle gegeben, in denen Tesla-Fahrer das Gaspedal mit der Bremse verwechselt haben, was zu Sprüngen von Parkplätzen auf einen Krankenwagen und sogar auf einen Bootssteg geführt hat. Daher ist nicht auszuschließen, dass hier etwas Ähnliches eine Rolle gespielt hat.
Zusätzliche Hinweise auf die Theorie, dass der Fahrer in Panik das falsche Pedal betätigt hat, liefert die Aussage von Teslas KI-Chef Ashok Elluswamy. Demnach hat der Fahrer das Gaspedal bis auf "100 Prozent" durchgedrückt, in einem Wohngebiet eine Geschwindigkeit von 117 km/h erreicht und das Pedal selbst nach dem Aufprall des Model 3 auf das Gebäude weiter gedrückt gehalten. FSD kann in diesem Fall nicht verantwortlich gemacht werden, da das System das Auto in einem Wohngebiet nicht mit mehr als 113 km/h hätte fahren lassen, geschweige denn ohne Reaktion in ein Haus hätte krachen lassen.
Alle Vorfälle, bei denen aktives FSD oder Autopilot beteiligt gewesen sein könnte, werden in einer speziellen Datenbank der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erfasst und fallweise untersucht. Die sogenannte Sonderuntersuchung zu diesem Unfall könnte Teslas Erkenntnisse bestätigen, wonach ein panischer Fahrer die Schuld getragen haben könnte. Die Ergebnisse wären dennoch wichtig, um zu bestimmen, wie Menschen in autonomen Fahrzeugen in kritischen Situationen reagieren.
Quelle(n)
Ashok Elluswamy (Tesla)





