Notebookcheck

Test Doogee BL5000 Smartphone

Florian Schaar, 👁 Daniel Schmidt, Felicitas Krohn, 08.11.2017

Hochwertiges Billig-Smartphone Das Doogee BL5000 hat auf dem Papier alles, was sich ein Smartphone-Einsteiger nur wünschen kann: einen großen Akku, hochauflösende Kameras, viel Speicher und auch nicht den langsamsten Prozessor zu einem Einstiegspreis von knapp 130 Euro. Aber kann es die hohen Erwartungen auch erfüllen?

Für einen aktuellen Preis von rund 130 Euro hat das Doogee BL5000 einiges zu bieten. So ist mit dem MT6750 Prozessor zwar nicht der schnellste, aber auch nicht der langsamste Prozessor verbaut. Die ARM Mali-T860 MP2 GPU sollte für den durchschnittlichen Anwender völlig ausreichen. Mit 4 GB RAM und 64 GB Festspeicher wird das Soll in dieser Preisklasse deutlich übererfüllt. Die 13 MP Dual-Kamera macht auf dem Papier ebenfalls einen guten Eindruck. Auf dem deutschen Markt kann kein Hersteller für diesen Preis ein ähnlich ausgestattetes Gerät anbieten wie die Chinesen. Zum Vergleich führen wir hier deshalb zwei Geräte an, die ebenfalls in Fernost vertrieben werden und zwar das Blackview P2 und das Oukitel K6000 Plus. Das Oukitel ist dabei bei nahezu identischer Ausstattung etwas teurer. Das Blackview hingegen hat nur 3 GB RAM und 32 GB Speicher und ist dafür für rund 100 Euro zu haben.

Um einen Vergleich zu offiziell in Europa erhältlichen Geräten zu ziehen, reiht sich noch das LG X power2 in die Riege der Vergleichsgeräte ein.

Gut (78%) Doogee BL5000 Mediatek MT6750ARM Mali-T860 MP2 Smartphone - 07/11/2017 - v6
Testgerät zur Verfügung gestellt von Doogee
Download der lizensierten Bewertungsgrafik als PNG / SVG
Doogee BL5000 (BL Serie)
Hauptspeicher
4096 MB 
Bildschirm
5.5 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 401 PPI, 5-Fach-Touch, IPS, spiegelnd: ja
Massenspeicher
64 GB eMMC Flash, 64 GB 
, 52 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: Audioklinke, Card Reader: microSD-Karte bis 32 GB, 1 Fingerprint Reader, Helligkeitssensor, Sensoren: Annäherungssensor, Accelerometer
Netzwerk
802.11 b/g/n (b/g/n), Bluetooth 4.0, 2G: GSM 1800MHz, 1900MHz, 850MHz, 900MHz 3G: WCDMA 2100MHz, 900MHz 4G LTE: FDD 2100MHz, 800MHz, 1800MHz, 2600MHz, 900MHz, Dual SIM, LTE, GPS
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 10 x 155 x 76
Akku
5050 mAh Lithium-Polymer
Betriebssystem
Android 7.0 Nougat
Kamera
Primary Camera: 13 MPix Dual Kamera mit 2-Fach Optical Zoom
Secondary Camera: 8 MPix Mit Blitzlicht
Sonstiges
Lautsprecher: 1, Tastatur: On Screen, Tastatur-Beleuchtung: ja, 12 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
210 g, Netzteil: 84 g
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

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Gehäuse

Besonderes Merkmal des Doogee BL5000 ist das stark abgerundete Gehäuse. So ist nicht nur der Bildschirm mit deutlich sichtbarem Gefälle an den Rändern versehen und auch die Kanten vermeiden jede Ecke.

Ob das beim Kunden besonderen Gefallen findet, mag Geschmacksache sein. Die Fraktion, die eher auf klare Linien setzt, wird es hässlich nennen. Wer kantige Smartphones verabscheut, wird das Design ansprechend finden. Angenehm ist auch die Lage des Geräts in der Hand. Das hohe Gewicht von 210 g und die geschmeidigen Ränder geben ein gutes Gefühl. Auch in puncto Verarbeitung zeigt sich das BL5000 von der besten Seite. Es sind keine zu groß geratenen Spalten oder Beulen zu sehen, die da eigentlich nicht hingehören. Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt und der Bildschirm von Gorilla-Glas 5 geschützt. Hier gibt es nichts zu meckern, sofern man mit einem Smartphone mit großem Bildschirm und schwerem Akku keine Probleme hat. Letztgenannter ist übrigens nicht auswechselbar.

Größenvergleich

155 mm 76 mm 10 mm 210 g155 mm 76.6 mm 9.6 mm 207 g154 mm 77 mm 10.4 mm 230 g154.7 mm 78.1 mm 8.4 mm 164 g

Ausstattung

Wie bereits eingangs erwähnt ist die Ausstattung hinsichtlich Prozessor und Speicher absolut angemessen und bietet im Vergleich zu reinen Billiggeräten noch ein bisschen Luft nach oben. Der MT6750 von Mediatek rechnet etwa auf dem Niveau des Samsung Galaxy Note 3, welches zu seinem Erscheinen im Jahr 2013 ein High-End-Gerät war. Das ist allerdings auch schon 4 Jahre her. Im Smartphone-Bereich ist das fast eine Ewigkeit. Zu dem Prozessor passend ist eine in gleicher Klasse einzuordnende ARM Mali-T860 MP2 GPU zur Seite gestellt. Die Speicherausstattung mit 4 GB RAM ist äußerst üppig bemessen und sollte keine Platzprobleme in nächster Zeit aufkommen lassen. Auch 64 GB Festspeicher ist nicht mehr das Ende der Fahnenstange, denn das aktuelle iPhone X wird zum Beispiel mit bis zu 256 GB Festspeicher ausgeliefert - allerdings auch für den 10-fachen Preis. Bei in Deutschland offiziell erhältlichen Geräten sind hier deutliche Abstriche zu erwarten (Siehe LG X power2 mit nur 16 GB).

Bezüglich der Anschlüsse gibt sich das Gerät eher konservativ. Die Ladebuchse ist an der üblichen Stelle auf der Unterseite als Micro-USB angebracht und bietet neben der OTG- auch eine Ladefunktion für andere Geräte.

Gegenüber, auf der Oberseite findet sich ein Kopfhöreranschluss. Die linke Seite beherbergt den Einschub für die SIM- oder wahlweise SD-Karte(n). Dieser kann mit Hilfe eines beigelegten spitzen Gegenstandes herausgedrückt werden. Die Lautstärkewippe und der Einschaltknopf liegen gegenüber.


Software

Als Betriebssystem wartet das Gerät mit dem nicht mehr ganz taufrischen, aber immer noch aktuellen Android 7.0 auf. Die Sicherheitsupdates sind vom Juli. Die Oberfläche nutzt einen traditionellen Android-App-Drawer, der über einen zentralen Menüpunkt auf der Startseite aufgerufen werden kann. Die Anordnung der Apps erfolgt in einer alphabetischen Liste, was eher untypisch für ein Smartphone ist . Es gibt einen Minuspunkt, weil viel Platz verschenkt wird und weil der Scroll-Aufwand, um zu den einzelnen Apps zu gelangen, beachtlich ist. 

Die Zahl der mitgelieferten Apps beschränkt sich auf ein erfreuliches Minimum. So sind die Standard-Google-Apps an Bord sowie WPS Office, ein Newsfeed-Widget und der Doogee-Xender, eine spezielle App zum Dateiaustausch zwischen verschiedenen Geräten über WLAN.

Etwas verwirrend ist die Katze, die sich auf dem Startbildschirm immer wieder hinter der Google-Suchleiste abseilt und die sich nicht abschalten lässt.

Home-Bildschirm
Home-Bildschirm
App-Drawer
App-Drawer
App-Drawer
App-Drawer
App-Drawer
App-Drawer
Systeminformationen
Systeminformationen
Updates
Updates

Kommunikation und GPS

Das BL5000 ist nur mit einem 802.11n-WLAN ausgestattet, welches aber ordentliche Transferraten vorlegt. Die Konkurrenz schafft hier zum Teil nur die Hälfte. Nur das Blackview P2 kommt auf ähnliche Werte. Zum Surfen im Internet sind diese Geschwindigkeiten völlig ausrechend, da in der Regel die Internetverbindungen nicht schneller sind. Beim Austausch von Daten innerhalb eines WLAN können schnellere Transferraten allerdings von Vorteil sein. Teurere Smartphones setzen heute auf den ac-Standard.

Im LTE-Bereich unterstützt das BL5000 alle wichtigen LTE-Frequenzen (800 MHz, 1800 MHz und 2600 MHz).

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Doogee BL5000
Mali-T860 MP2, MT6750, 64 GB eMMC Flash
101 MBit/s ∼100%
Blackview P2
Mali-T860 MP2, MT6750, 64 GB eMMC Flash
78.7 MBit/s ∼78% -22%
Oukitel K6000 Plus
Mali-T860 MP2, MT6750, 64 GB eMMC Flash
46.5 MBit/s ∼46% -54%
LG X power2
Mali-T860 MP2, MT6750, 16 GB eMMC Flash
45.7 MBit/s ∼45% -55%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Blackview P2
Mali-T860 MP2, MT6750, 64 GB eMMC Flash
98.5 MBit/s ∼100% +9%
Doogee BL5000
Mali-T860 MP2, MT6750, 64 GB eMMC Flash
90.7 MBit/s ∼92%
Oukitel K6000 Plus
Mali-T860 MP2, MT6750, 64 GB eMMC Flash
54.7 MBit/s ∼56% -40%
LG X power2
Mali-T860 MP2, MT6750, 16 GB eMMC Flash
51.2 MBit/s ∼52% -44%

Das GPS-Modul zeigte eine widersprüchliche Leistung. Zum einen war es sehr schwierig überhaupt Empfang zu bekommen. Vor allem in Gebäuden schaffte das Gerät nur selten eine Peilung. War der Empfang da, erhöhte sich die Genauigkeit kontinuierlich bis auf 3 Meter, was sehr gut ist. Allerdings brach die Verbindung sofort ab, wenn auf dem Handy eine andere App gestartet wurde. Genutzt werden können dabei Satelliten aus dem GPS- und dem GLONASS-Netzwerk.

Das Doogee berechnete für die Vergleichsstrecke von knapp 9 km rund 20 m mehr im Vergleich zum Garmin Edge 500. Auch der Standort wurde nicht so oft abgerufen, was die Unterschiede erklärt.

Doogee BL5000
Doogee BL5000
Doogee BL5000
Doogee BL5000
Doogee BL5000
Doogee BL5000
Garmin Edge 500
Garmin Edge 500
Garmin Edge 500
Garmin Edge 500
Garmin Edge 500
Garmin Edge 500

Telefonfunktionen und Sprachqualität

In Bezug auf die Hauptfunktion des Geräts gibt es nichts zu beanstanden. Genutzt wird die unveränderte Standardtelefon-App von Android. Lautstärke und Tonqualität sind überzeugend. Beide Gesprächspartner konnten sich gut verstehen.

Ein Headset wird nicht mitgeliefert.

Kameras

Nahaufnahme Rückkamera
Nahaufnahme Rückkamera
Nahaufnahme Rückkamera
Nahaufnahme Rückkamera
Nahaufnahme Rückkamera
Nahaufnahme Rückkamera
Rückkamera Nachtaufnahme
Rückkamera Nachtaufnahme
Rückkamera Nachtaufnahme
Rückkamera Nachtaufnahme
Rückkamera Nachtaufnahme
Rückkamera Nachtaufnahme
Vergleich Rückkamera ...
Vergleich Rückkamera ...
... und Frontkamera
... und Frontkamera
 

13 Megapixel haben die beiden Kameras auf der Rückseite des Doogee BL5000. Zusammen sind sie in der Lage Bilder mit berechneter Tiefenunschärfe zu produzieren. Im Test gelang das recht gut. Zusätzlich hat die Rückkamera laut Hersteller einen 2-fach optischen Zoom. Auf dem Papier eine hervorragende Ausstattung für diesen Preis. Das Ergebnis ist hingegen eher Standardkost. Bei guter Beleuchtung und passender Motivwahl können damit sehr stimmungsvolle Nahaufnahmen gemacht werden. Allerdings gelingen nicht alle Fotos. Vor allem im Dunkeln sind fast alle Bilder unscharf mit verschwimmenden Lichteffekten. Der Autofokus ist sehr unzuverlässig. Die Kameras versprechen mehr, als sie leisten. Allerdings sind sie mit Blick auf den Preis des Smartphones als Gewinn zu betrachten.

Die Frontkamera löst mit 8 Megapixel auf und liefert erstaunlich gute Bilder. Die Schärfe übertrifft zum Teil sogar die Hauptkamera. Allerdings lässt sie sich nicht fokussieren.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3
Zum Laden anklicken

Die ColorChecker-Fotos bestätigen den durchwachsenen Eindruck bei den Kameras. Auf den Testbildern ist deutlich zu erkennen, dass die Kamera Probleme hat scharf zu fokussieren. Im Vergleich zu den obigen Fotos verwundert das ein wenig, da hier auch einige zeigen, dass die Kamera Schärfe gut abbilden kann. Es ist aber ein bisschen Glückssache, ob es gelingt den gewünschten Bereich scharfzustellen. Bei den Testcharts ist das offenbar nicht gelungen.

Die Farbgenauigkeit ist auch nicht überzeugend. Kaum eine Farbe wird genau getroffen. Einige weichen zum Teil erheblich vom Zielton ab.

Testbild Schärfe
Testbild Schärfe
Testbild Schärfe
Farbgenauigkeit

Zubehör und Garantie

In der kleinen Schachtel, in welcher das Telefon geliefert wird, ist nicht viel Platz für spezielles Zubehör. Dennoch legt Doogee hier die wichtigsten Utensilien bei: Neben dem Schnelladegerät, welches das Smartphone in zweieinhalb Stunden vollständig auflädt, dem USB-Kabel und dem Öffner für den SIM-Kartenschuber findet sich dort noch eine Displayschutzfolie und eine passende Silikonhülle. Interessant an dieser Hülle sind die integrierten Verschlüsse für den USB- und den Kopfhöreranschluss. Vor allem verstopfte USB-Anschlüsse führen oft dazu, dass sich Smartphones nicht mehr aufladen lassen. 

Eine Ausnahme im Vergleich zu vielen anderen Herstellern aus China ist die Garantiekarte, die dem Handy neben einer Anleitung in mehreren Sprachen (Englisch, Deutsch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch und Arabisch) beigelegt ist. Doogee gewährt 12 Monate Garantie. Zum Thema Garantie und Gewährleistung sollten Sie zur Information auch unsere Artikel zur Zollabfertigung und zur CE-Kennzeichnung lesen.

Praktisch: Verschlüsse für den USB-Anschluss ...
Praktisch: Verschlüsse für den USB-Anschluss ...
... und die Klinkenbuchse
... und die Klinkenbuchse

Eingabegeräte & Bedienung

Der verbaute Touchscreen kann bis zu 5 Fingereingaben gleichzeitig verarbeiten. Dabei reagiert der Bildschirm ziemlich flott und es kommt kaum zu merklichen Verzögerungen. Das ist bei Geräten dieser Preisklasse eher selten der Fall.

Aufgrund des abgerundeten Bildschirms reagiert der Touchscreen an den Rändern eingeschränkt. Zum Beispiel beim Verschieben von Apps auf dem Startbildschirm kann es dabei zu Problemen kommen. Der Lagesensor scheint hingegen gut zu arbeiten. Beim Test des Autorennspiels Asphalt Extreme konnte gleich im ersten Versuch der erste Platz belegt werden.

Die virtuelle Tastatur benutzt das Standardlayout von Google.

Als Besonderheit ist der Fingerabdrucksensor anzusehen. Dieser integriert gleichzeitig die eine Android Hardwaretaste des BL5000. Bei einmaligem Drücken fungiert sie als Zurücktaste. Längeres Halten führt in die Übersicht der geöffneten Apps. Eine Home-Taste ist nicht vorhanden. Allerdings sind die Software-Tasten auf dem Gerät standardmäßig aktiviert und auch notwendig. Das ist hier nicht so gut gelöst. Andere Hersteller verwenden die Taste unter dem Fingerabdrucksensor als Home-Taste, was aus unserer Sicht viel intuitiver und nützlicher ist.

Auch die Angewohnheit eierförmige Fingerabdrucksensoren einzubauen, die der natürlichen Form des Fingers entgegengesetzt sind, ist eine Unsitte, die sich immer mehr verbreitet. Dennoch kann mit dem Fingerabdrucksensor das Gerät aus dem Standby freigeschaltet werden. Angenehm ist das nicht.

Alles in allem ist die Kombination von Android-Tasten und Fingerabdrucksensor eher schlecht gelöst. Wer aber ohnehin auf On-Screen-Tasten setzt, sollte damit keine Probleme haben.

Nichts auszusetzen gibt es an den Hardware-Tasten für Lautstärke und zum Einschalten des Geräts. Sie wirken robust, präzise und verrichten tadellos ihren Dienst.

Tastatur Portrait-Mode
Tastatur Portrait-Mode
Tastatur Portrait-Mode
Tastatur Portrait-Mode
Tastatur quer
Tastatur quer

Display

Subpixel
Subpixel

Mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten bei einer Größe von 5,5 Zoll lässt das IPS-Display auf dem Papier keine Wünsche offen. Auch Helligkeit und Blickwinkel überzeugen. Weniger gut sind hingegen die starke Spiegelung, die auch durch den gebogenen Bildschirm begünstigt wird und die Farbungenauigkeiten des Displays. Dazu weiter unten mehr. Im Vergleich mit den anderen hier vorgestellten Testgeräten findet sich das Doogee im Mittelfeld wieder. Im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis werden die Erwartungen hierzu übertroffen.

490
cd/m²
524
cd/m²
539
cd/m²
495
cd/m²
519
cd/m²
522
cd/m²
479
cd/m²
488
cd/m²
500
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 539 cd/m² Durchschnitt: 506.2 cd/m² Minimum: 19.99 cd/m²
Ausleuchtung: 89 %
Helligkeit Akku: 519 cd/m²
Kontrast: 998:1 (Schwarzwert: 0.52 cd/m²)
ΔE Color 9.1 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 12.7 | 0.64-98 Ø6.4
Gamma: 2.34
Doogee BL5000
IPS, 1920x1080, 5.5
Blackview P2
IPS, 1920x1080, 5.5
LG X power2
IPS, 1280x720, 5.5
Oukitel K6000 Plus
IPS, 1920x1080, 5.5
Bildschirm
25%
23%
-15%
Helligkeit Bildmitte
519
424
-18%
237
-54%
369
-29%
Brightness
506
420
-17%
237
-53%
352
-30%
Brightness Distribution
89
85
-4%
92
3%
87
-2%
Schwarzwert *
0.52
0.15
71%
0.13
75%
0.52
-0%
Kontrast
998
2827
183%
1823
83%
710
-29%
DeltaE Colorchecker *
9.1
9.5
-4%
5.5
40%
10.5
-15%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
19.6
19.7
-1%
12.7
35%
21.4
-9%
DeltaE Graustufen *
12.7
14.5
-14%
6.1
52%
13.9
-9%
Gamma
2.34 94%
2.28 96%
2.07 106%
2.51 88%
CCT
9611 68%
10840 60%
7943 82%
12118 54%

* ... kleinere Werte sind besser

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9868 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Im Vergleich zur Konkurrenz gibt sich das Display eher durchschnittlich. Während es in puncto Helligkeit seine hier aufgezählten Konkurrenten klar in den Schatten stellt, fällt es beim Schwarzwert und Kontrast hinter das Blackview P2 und das LG X Power2 zurück. Lediglich das Oukitel ist noch schlechter. Bei den DeltaE-Werten sind alle Geräte aus dem Reich der Mitte im Hintertreffen. Das Doogee-Gerät fällt hier mit einem deutlichen Blaustich aus der Reihe, den aber subjektiv nur die wenigsten wahrnehmen dürften. Als Demonstrationsgerät für Grafiker oder Designer ist es daher nicht geeignet.

Farbraum
Farbraum
ColorChecker
ColorChecker
Graustufen
Graustufen
Sättigung
Sättigung

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
18.4 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 6.4 ms steigend
↘ 12 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind gut, für anspruchsvolle Spieler könnten der Bildschirm jedoch zu langsam sein.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 17 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (25.5 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
39.2 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 19.2 ms steigend
↘ 19.6 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 42 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (40.8 ms).

Das verwendete IPS-Display weist eine hohe Helligkeit von bis zu 540cd/m² auf. Damit ist es selbst bei direktem Lichteinfall noch einigermaßen ablesbar. In schattiger Umgebung stellt die Helligkeit kein Hindernis bei der Nutzung dar. Allerdings spiegelt das Glas sehr stark und auch die abgerundeten Ecken sind nicht besonders hilfreich. .

Direkte Sonneneinstrahlung
Direkte Sonneneinstrahlung
Schatten
Schatten

Bei einem seitlichen Blick auf das Gerät sind alle Farben noch problemlos erkennbar, wie es bei einem IPS Display zu erwarten ist. Das Schwarz lässt jedoch stark nach und verwandelt sich in ein leuchtendes Grau.

Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Wie bereits eingangs erwähnt, hat das Testgerät für seinen Preis eine überdurchschnittliche Ausstattung, was Prozessor und GPU angeht. Dennoch sind der MT6750 und die ARM Mali-T860 MP2 GPU im unteren Drittel der Prozessorlandschaft anzutreffen. Aktuelle High-End-Telefone sind etwa 3- bis 4-mal so schnell wie dieses Gerät. Dennoch sollten die meisten Anwendungen kein Problem darstellen. Auch einige grafiklastigere Spiele lassen sich ohne Einschränkungen auf dem BL5000 spielen.

Im Vergleich zur Konkurrenz zeigt das BL5000 in den Benchmarks eine solide Leistung und ist hier auf Augenhöhe mit den Vergleichsgeräten mit identischem Prozessor.

AnTuTu v6 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
43679 Points ∼16%
Blackview P2
41852 Points ∼15% -4%
LG X power2
38547 Points ∼14% -12%
Oukitel K6000 Plus
44842 Points ∼16% +3%
PCMark for Android
Work 2.0 performance score (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
3254 Points ∼32%
Blackview P2
2782 Points ∼27% -15%
LG X power2
3191 Points ∼31% -2%
Oukitel K6000 Plus
3132 Points ∼30% -4%
Work performance score (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
4349 Points ∼32%
Blackview P2
3667 Points ∼27% -16%
LG X power2
4157 Points ∼31% -4%
Oukitel K6000 Plus
4280 Points ∼32% -2%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
10 Points ∼0%
Blackview P2
9 Points ∼0% -10%
LG X power2
601 Points ∼30% +5910%
Oukitel K6000 Plus
10 Points ∼0% 0%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
641 Points ∼2%
Blackview P2
620 Points ∼2% -3%
LG X power2
489 Points ∼2% -24%
Oukitel K6000 Plus
637 Points ∼2% -1%
Memory (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
782 Points ∼12%
Blackview P2
831 Points ∼13% +6%
LG X power2
693 Points ∼11% -11%
Oukitel K6000 Plus
887 Points ∼14% +13%
System (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
1885 Points ∼11%
Blackview P2
1623 Points ∼10% -14%
LG X power2
1758 Points ∼11% -7%
Oukitel K6000 Plus
1992 Points ∼12% +6%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
309 Points ∼4%
Blackview P2
298 Points ∼4% -4%
LG X power2
773 Points ∼9% +150%
Oukitel K6000 Plus
323 Points ∼4% +5%
Geekbench 4.3
Compute RenderScript Score (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
1748 Points ∼4%
Blackview P2
1633 Points ∼4% -7%
LG X power2
1448 Points ∼3% -17%
Oukitel K6000 Plus
1935 Points ∼4% +11%
64 Bit Multi-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
2617 Points ∼7%
Blackview P2
2463 Points ∼7% -6%
LG X power2
2297 Points ∼6% -12%
Oukitel K6000 Plus
2688 Points ∼7% +3%
64 Bit Single-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
612 Points ∼10%
Blackview P2
620 Points ∼10% +1%
LG X power2
593 Points ∼9% -3%
Oukitel K6000 Plus
618 Points ∼10% +1%
3DMark
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Physics (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
1216 Points ∼29%
Blackview P2
1055 Points ∼25% -13%
LG X power2
1074 Points ∼25% -12%
Oukitel K6000 Plus
1143 Points ∼27% -6%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
327 Points ∼6%
Blackview P2
328 Points ∼6% 0%
LG X power2
254 Points ∼5% -22%
Oukitel K6000 Plus
323 Points ∼6% -1%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
390 Points ∼8%
Blackview P2
387 Points ∼8% -1%
LG X power2
306 Points ∼6% -22%
Oukitel K6000 Plus
384 Points ∼8% -2%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Physics (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
1100 Points ∼26%
Blackview P2
1030 Points ∼24% -6%
LG X power2
1053 Points ∼25% -4%
Oukitel K6000 Plus
1146 Points ∼27% +4%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
484 Points ∼6%
Blackview P2
482 Points ∼6% 0%
LG X power2
379 Points ∼5% -22%
Oukitel K6000 Plus
478 Points ∼6% -1%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
553 Points ∼9%
Blackview P2
546 Points ∼8% -1%
LG X power2
442 Points ∼7% -20%
Oukitel K6000 Plus
549 Points ∼9% -1%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
10492 Points ∼12%
Blackview P2
9612 Points ∼11% -8%
LG X power2
8213 Points ∼10% -22%
Oukitel K6000 Plus
9959 Points ∼12% -5%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
10094 Points ∼2%
Blackview P2
9604 Points ∼2% -5%
LG X power2
8140 Points ∼2% -19%
Oukitel K6000 Plus
10361 Points ∼2% +3%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
10180 Points ∼4%
Blackview P2
9496 Points ∼4% -7%
LG X power2
8156 Points ∼3% -20%
Oukitel K6000 Plus
10269 Points ∼4% +1%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
16 fps ∼0%
Blackview P2
16 fps ∼0% 0%
LG X power2
13 fps ∼0% -19%
Oukitel K6000 Plus
17 fps ∼0% +6%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
17 fps ∼1%
Blackview P2
16 fps ∼0% -6%
LG X power2
22 fps ∼1% +29%
Oukitel K6000 Plus
16 fps ∼0% -6%
GFXBench 3.0
off screen Manhattan Offscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
6.8 fps ∼0%
Blackview P2
6.7 fps ∼0% -1%
LG X power2
5.3 fps ∼0% -22%
Oukitel K6000 Plus
6.8 fps ∼0% 0%
on screen Manhattan Onscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
7.3 fps ∼0%
Blackview P2
6.7 fps ∼0% -8%
LG X power2
11 fps ∼0% +51%
Oukitel K6000 Plus
6.8 fps ∼0% -7%
GFXBench 3.1
off screen Manhattan ES 3.1 Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
4.6 fps ∼0%
Blackview P2
4.4 fps ∼0% -4%
LG X power2
3.5 fps ∼0% -24%
Oukitel K6000 Plus
4.6 fps ∼0% 0%
on screen Manhattan ES 3.1 Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
5 fps ∼0%
Blackview P2
4.4 fps ∼0% -12%
LG X power2
8.6 fps ∼0% +72%
Oukitel K6000 Plus
4.5 fps ∼0% -10%
GFXBench
off screen Car Chase Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
2.4 fps ∼0%
Blackview P2
2.3 fps ∼0% -4%
LG X power2
1.9 fps ∼0% -21%
Oukitel K6000 Plus
2.4 fps ∼0% 0%
on screen Car Chase Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
Doogee BL5000
2.7 fps ∼0%
Blackview P2
2.3 fps ∼0% -15%
LG X power2
4.3 fps ∼0% +59%
Oukitel K6000 Plus
2.4 fps ∼0% -11%

Legende

 
Doogee BL5000 Mediatek MT6750, ARM Mali-T860 MP2, 64 GB eMMC Flash
 
Blackview P2 Mediatek MT6750, ARM Mali-T860 MP2, 64 GB eMMC Flash
 
LG X power2 Mediatek MT6750, ARM Mali-T860 MP2, 16 GB eMMC Flash
 
Oukitel K6000 Plus Mediatek MT6750, ARM Mali-T860 MP2, 64 GB eMMC Flash

Die Browser-Benchmarks bestätigen die Eindrücke aus den übrigen Leistungstests. Auch hier reiht sich das Doogee-Gerät nahtlos in die Riege der Konkurrenten ein. Subjektiv betrachtet lässt sich der mitgelieferte Standard-Browser flüssig bedienen und zeigt keinerlei Hänger beim Bildaufbau.

JetStream 1.1 - Total Score
Blackview P2 (Chrome Version 58)
20.482 Points ∼100% +6%
Oukitel K6000 Plus (Standard Browser 7.0)
20.2 Points ∼99% +5%
Doogee BL5000 (Chrome Version 61)
19.274 Points ∼94%
LG X power2 (Chrome 59)
16.743 Points ∼82% -13%
Octane V2 - Total Score
Oukitel K6000 Plus (Standard Browser 7.0)
3066 Points ∼100% +9%
Blackview P2 (Chrome Version 58)
2838 Points ∼93% +1%
Doogee BL5000 (Chrome Version 61)
2802 Points ∼91%
LG X power2 (Chrome 59)
2712 Points ∼88% -3%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score
Oukitel K6000 Plus (Standard Browser 7.0)
22626.8 ms * ∼100% -65%
LG X power2 (Chrome 59)
13762.8 ms * ∼61% -0%
Doogee BL5000 (Chrome Version 61)
13720.2 ms * ∼61%
Blackview P2 (Chrome Version 58)
13174 ms * ∼58% +4%
WebXPRT 2015 - Overall Score
LG X power2 (Chrome 59)
55 Points ∼100%

* ... kleinere Werte sind besser

In Bezug auf die Geschwindigkeit des Festspeichers zeigt das Doogee das gewohnte Bild: Es mischt an der Spitze mit, wird aber von einem "zufälligen" Gerät überholt. In diesem Fall ist es das ansonsten eher dahinterliegende Oukitel, wenn auch nur knapp. Die Zahlenspiele offenbaren, dass der Hersteller nicht die allerbilligsten Speicherchips genommen hat. Der Speicher dürfte zur ausgewogenen Performance das Handys seinen Beitrag leisten.

Nicht testen konnten wir allerdings den SD-Slot, da dieser unsere Referenzkarte nicht erkennen konnte. Vermutlich können keine SDXC-Karten verwendet werden. Beim Kauf einer Speichererweiterung sollte daher darauf geachtet werden, dass es sich um eine SDHC-Karte handelt.

Doogee BL5000Blackview P2LG X power2Oukitel K6000 Plus
AndroBench 3-5
-26%
-37%
2%
Sequential Write 256KB SDCard
19.61 (Toshiba Exceria Pro M401)
58.09 (Toshiba Exceria Pro M401)
49.21 (Toshiba Exceria Pro M401)
Sequential Read 256KB SDCard
34.26 (Toshiba Exceria Pro M401)
76.59 (Toshiba Exceria Pro M401)
72.15 (Toshiba Exceria Pro M401)
Random Write 4KB
11.29
9.54
-16%
10.7
-5%
9.44
-16%
Random Read 4KB
57.4
22.07
-62%
25.3
-56%
64.59
13%
Sequential Write 256KB
171.45
133.84
-22%
41.7
-76%
190.35
11%
Sequential Read 256KB
274.75
264.78
-4%
243.8
-11%
278.56
1%

Spiele

Die verbaute Grafikkarte ARM Mali-T860 MP2 gehört zu den weniger leistungsfähigen Grafiklösungen. Auch die Konkurrenten sind mit der identischen GPU bestückt. Dennoch kann Doogee hier ein paar Prozentpunkte gegenüber den Wettbewerbern gut machen. Im Sling Shot Extreme Test sogar über 29%. 

Getestete Spiele, wie Asphalt Extreme liefen darauf absolut flüssig und ohne Ruckler.

Lagesensor und der Touchscreen sind sehr reaktionsfreudig, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

Spaß-Schach
Spaß-Schach
Asphalt Extreme
Asphalt Extreme

Emissionen

Temperatur

Bei der Nutzung des BL5000 unter hoher Last können sich die Temperaturen an einigen Stellen bis auf 40°C erhöhen. Das ist dann schon gut spürbar, wird aber nicht unangenehm. Vor allem bei der Verwendung der mitgelieferten Sillikonhülle ist der Effekt nicht mehr wahrnehmbar. Im Normalbetrieb pendeln sich die Temperaturen kurz unterhalb der Körperwärme ein und sind unauffällig.


Frontseite
Frontseite
Rückseite
Rückseite
Max. Last
 40.8 °C39.7 °C36.5 °C 
 39.3 °C38.4 °C36.3 °C 
 35.9 °C34.7 °C34.5 °C 
Maximal: 40.8 °C
Durchschnitt: 37.3 °C
32 °C33.8 °C40.2 °C
32.5 °C34 °C39 °C
30.4 °C34.3 °C35.2 °C
Maximal: 40.2 °C
Durchschnitt: 34.6 °C
Netzteil (max.)  29.7 °C | Raumtemperatur 20 °C | Voltcraft IR-260
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 37.3 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Smartphone auf 33.1 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 40.8 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.6 °C (von 22.4 bis 51.7 °C für die Klasse Smartphone).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 40.2 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.1 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 34 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.

Lautsprecher

Hinter den beiden Lautstärkeritzen an der unteren Seite des Geräts verbirgt sich rechts ein Lautsprecher und links das Mikrofon. Doogee bietet im Vergleich zu anderen Billig-Smartphones hier eine etwas bessere Qualität. Die Lautstärke reicht zur Beschallung eines kleinen Raumes bei durchschnittlichem Klangspektrum aus. Bässe sind wie gewohnt Mangelware. Ein Headset liefert der Hersteller nicht mit. Ein Test mit hochwertigen Kopfhörern lieferte eine bessere Audioausgabe, aber Studioqualität sollte von der Klinkenbuchse nicht erwartet werden.

Im Preis-Leistungs-Verhältnis können wir auch hier von überdurchschnittlicher Qualität sprechen.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2035.234.32532.932.13137.232.14031.730.95039.637.76328.328.78027.322.710026.92512526.724.11602423.120020.924.325020.930.831519.541.440018.550.250017.559.463017.563.380015.770.3100015.870.7125016.670.9160015.868.9200015.471.9250015.572.631501672.1400015.876.250001680.2630016.378.2800016.374.21000016.269.41250016.465.81600016.455.9SPL28.686.1N1.160.5median 16.4median 68.9Delta2.114.131.629.625.436.325.325.432.924.433.630.431.62928.431.22736.820.830.52224.121.326.420.830.621.236.719.444.319.551.817.757.417.963.317.87017.369.617.467.416.76617.272.918.273.517.971.617.672.917.77117.855.817.950.418.147.418.2453080.81.346.4median 17.9median 55.81.316hearing rangehide median Pink NoiseDoogee BL5000Blackview P2
Doogee BL5000 Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (86.1 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 40.8% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (7.1% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | verringerte Mitten, vom Median 5.3% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (8.2% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 5.8% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (5.5% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (28.4% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 74% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 7% vergleichbar, 18% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 13%, durchschnittlich ist 25%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 83% aller getesteten Geräte waren besser, 4% vergleichbar, 12% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Blackview P2 Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (80.8 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 24.9% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (13.6% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 9.3% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (12.3% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 12.6% abweichend
(±) | durchschnittlich lineare Hochtöne (12.6% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(-) | hörbarer Bereich ist nur wenig linear (38.1% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 97% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 2% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 13%, durchschnittlich ist 25%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 98% aller getesteten Geräte waren besser, 1% vergleichbar, 2% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Pink Noise
Pink Noise

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Die Stromaufnahme ist eine traditionelle Schwäche der chinesischen Smartphones. Während die Werte unter Last überraschend gut sind, sind sie dafür im Ruhezustand um so schlechter. Im Vergleich zum etwas schwächer bestückten LG X power2 verbraucht das BL5000 fast das Doppelte. Hier scheint irgendwas grundsätzlich schief zu laufen. Dass die Werte im Verhältnis Idle zu Last so entgegengesetzt sind, kommt eher selten vor. Die Faustregel lautet: Sind die Idle-Werte schlecht, sind auch die Last-Werte schlecht. Das Doogee bricht mit dieser Regel.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.04 / 0.36 Watt
Idledarkmidlight 1.44 / 2.9 / 3 Watt
Last midlight 4.55 / 5.4 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Doogee BL5000
5050 mAh
Blackview P2
6000 mAh
LG X power2
4500 mAh
Oukitel K6000 Plus
6080 mAh
Stromverbrauch
20%
17%
8%
Idle min *
1.44
0.99
31%
0.63
56%
0.88
39%
Idle avg *
2.9
2.04
30%
1.42
51%
2.02
30%
Idle max *
3
2.12
29%
1.47
51%
2.09
30%
Last avg *
4.55
3.77
17%
5.89
-29%
5.33
-17%
Last max *
5.4
5.78
-7%
7.85
-45%
7.74
-43%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Die etwas widersprüchlichen Werte bei der Energieaufnahme spiegeln sich auch in der Akkulaufzeit wieder. Während das Gerät im WLAN-Test den Spitzenwert der Vergleichsgeräte (und auch den derzeit Drittbesten in unserer Datenbank!) für sich verbucht, sind beim Reader's Test die Laufzeiten eher mager. Das LG X power2 schafft mit etwas kleinerem Akku hier fast das Doppelte. Das ist Schade! Aber es geht auch noch schlechter, wie das Oukitel K6000 Plus zeigt, dass trotz des größten Akkus im Test die rote Laterne hält.

Ursache für die schlechte Performance ist wahrscheinlich die hohe Minimalleuchtkraft, die ordentlich Energie aus dem Akku zieht.


Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
24h 46min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
18h 26min
Last (volle Helligkeit)
5h 31min
Doogee BL5000
5050 mAh
Blackview P2
6000 mAh
LG X power2
4500 mAh
Oukitel K6000 Plus
6080 mAh
Akkulaufzeit
33%
29%
-22%
Idle
1486
1957
32%
2720
83%
WLAN
1106
1083
-2%
982
-11%
861
-22%
Last
331
563
70%
384
16%
H.264
1226

Pro

+ 64 GB Speicher
+ 4 GB RAM
+ Full-HD-Auflösung
+ 13 MP Dual-Kamera
+ 8 MP Frontkamera mit Blitz
+ passende Hülle mit Verschlüssen beigelegt
+ Dual SIM
+ Speichererweiterung mit SD-Karte bis 128 GB möglich
+ 12 Monate Garantie vom Hersteller
+ helles Display
+ schnelle Ladezeiten
+ Fingerabdrucksensor
+ solide verarbeitet

Contra

- keine CE-Kennzeichnung
- sehr schwer
- Bedienung verwirrend
- gute Fotos sind Glückssache
- durchwachsene Akkulaufzeiten
- akzeptiert keine SDXC-Karten

Fazit

Im Test: Doogee BL5000 zur Verfügung gestellt von:
Im Test: Doogee BL5000 zur Verfügung gestellt von:

Das Doogee BL5000 wäre eine Empfehlung, vielleicht sogar ein Geheimtipp für Einsteiger oder Normalanwender, wären da nicht die kleinen Problemchen hier und da. Es ist nichts, was vom Kauf des Geräts abhalten muss, den ein oder anderen wird es aber stören. 

Auf der Habenseite steht ein solide verarbeitetes Gerät, dass schnell auflädt und dem eine praktische Hülle beigelegt ist. Die technische Ausstattung ist dem Preis angemessen, wenn nicht sogar überdurchschnittlich. Gegen seine direkten Konkurrenten kann es sich in allen Disziplinen behaupten. Mit Fingerabdrucksensor und 8-Megapixel-Frontkamera, sowie 64 GB Speicher sind weitere Features zu nennen, die angesichts des niedrigen Preises nicht selbstverständlich sind. Hier fehlt es an nichts!

Demgegenüber stehen diverse Problemchen.

Sehr gutes Preis-Leistungsverhälnis mit kleineren Schwächen 

Als erstes zu nennen wären da die ambivalenten Akkulaufzeiten. Einem Spitzenwert im WLAN-Test folgt ein eher schwacher Reader's Test. Zum Zweiten stört die etwas ungelenke Lösung mit den Android-Tasten und dem Fingerabdrucksensor. Die Bedienung lässt nicht so recht Freude aufkommen. Zum Dritten ist da die Kamera. Sie kann sehr schöne Bilder machen, aber auch eine Menge Datenmüll produzieren. Das Ergebnis ist oft Glückssache.

Zu erwähnen wäre auch noch der App-Drawer, der ein wenig aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Auch dieser konnte spontan keine Sympathien erwecken.

Anzumerken bleibt, dass es sich hier um Jammern auf hohem Niveau handelt. Andere Geräte in dieser Preisklasse sind nicht besser. Unter reinen Leistungsaspekten sticht das Doogee hier sogar hervor. Wer mit den genannten Kleinigkeiten kein Problem hat, und wem das Design gefällt, der sollte zugreifen.

Doogee BL5000 - 07.11.2017 v6
Florian Schaar

Gehäuse
84%
Tastatur
70 / 75 → 94%
Pointing Device
Konnektivität
40 / 60 → 66%
Gewicht
88%
Akkulaufzeit
100%
Display
80%
Leistung Spiele
20 / 63 → 31%
Leistung Anwendungen
37 / 70 → 52%
Temperatur
88%
Lautstärke
100%
Audio
62 / 91 → 68%
Kamera
59%
Durchschnitt
69%
78%
Smartphone - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Florian Schaar,  8.11.2017 (Update: 29.06.2018)
Florian Schaar
Florian Schaar - Editor
Mein erster Computer war ein Commodore 80386 (IBM kompatibel!). Schon auf diesem fing ich an zu programmieren, mit 3D-Modellen Raumschiffe zu bauen und Videos zu schneiden. Seit dem haben mich die Computer nicht mehr losgelassen und ich habe schließlich das Hobby zum Beruf gemacht. Heute entwickle ich Lernspiele für Kinder auf Android und iOS. Bei Notebookcheck schreibe ich Tests für Notebooks und Handys. So kann ich die neusten Geräte ausprobieren, ohne sie kaufen zu müssen.