Notebookcheck

Test Lenovo ThinkPad T590 Laptop: Der 4K-Bildschirm bietet eine exzellente Bildqualität, benötigt aber viel Energie

Andreas Osthoff 👁, Andrea Grüblinger, 27.09.2019

Bildqualität vs. Akkulaufzeit Das Standard-1080p-Display des ThinkPad T590 konnte uns im Test nicht überzeugen. Glücklicherweise bietet Lenovo aber einen optionalen matten 4K-Bildschirm, der eine exzellente Bildqualität bietet. Allerdings muss man dafür Einbußen bei der Akkulaufzeit in Kauf nehmen.

Das Lenovo ThinkPad T590 haben wir bereits getestet und vor allem das recht dunkle Standarddisplay hat uns nicht wirklich gefallen. Im Gegensatz zu den 14-Zoll-Modellen des Herstellers ist die Bildschirmauswahl für das 15,6 Zoll große ThinkPad eingeschränkt und es gibt kein hochwertiges 1080p-Panel. Wenn man sich mehr Bildqualität wünscht, muss man den optionalen 4K-Bildschirm nehmen, der aber zumindest auch eine matte Oberfläche besitzt. Als Bonus unterstützt er noch DolbyVision HDR und leuchtet laut Lenovo mit 500 Nits. Der Aufpreis für das 4K-Display liegt in Lenovos Onlineshop bei 235 Euro.

Da sich das Gehäuse und die restliche Hardwareausstattung nicht von unserem ersten Testgerät unterscheiden, werden wir uns in diesen Artikel auf den Bildschirm selbst und dessen Auswirkungen auf den Stromverbrauch und damit auch die Akkulaufzeiten konzentrieren. Für alle weiteren Informationen zum Gehäuse, den Eingabegeräten und der Leistung verweisen wir auf unseren ausführlichen Test des T590. Die nachfolgenden Gehäusebilder stammen ebenfalls von der FHD-Version.

Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE (ThinkPad T590 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce MX250 - 2048 MB, Kerntakt: 1582 MHz, Speichertakt: 1752 MHz
Hauptspeicher
16384 MB 
, DDR4-2400, Dual-Channel, max. 40 GB, 1 Steckplatz + 8 GB verlötet
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 3840 x 2160 Pixel 282 PPI, NE156QUM-N66, IPS, 10 Bit, HDR Dolby Vision, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel Cannon Lake-U PCH-LP Premium
Massenspeicher
WDC PC SN720 SDAQNTW-512G, 512 GB 
, 444 GB verfügbar
Soundkarte
Intel Cannon Lake-LP - cAVS
Anschlüsse
3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 USB 3.1 Gen2, 1 Thunderbolt, 1 HDMI, 2 DisplayPort, 1 Kensington Lock, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: 3.5 mm Stereo, Card Reader: microSD, 1 SmartCard, 1 Fingerprint Reader
Netzwerk
Intel Ethernet Connection I219-V (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Intel Wireless-AC 9560 (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 5, CAT 6 4G/LTE Fibocom L830-EB, LTE
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 19.95 x 365.8 x 248
Akku
57 Wh Lithium-Ion
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo 2x 2W, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, 65-Watt-Netzteil, 36 Monate Garantie
Gewicht
1.837 kg, Netzteil: 361 g
Preis
2049 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Display – ThinkPad mit mattem 4K-Panel

Subpixel-Anordnung
Subpixel-Anordnung
Minimal Lichthöfe an den seitlichen Rändern
Minimal Lichthöfe an den seitlichen Rändern

Der Bildschirm in unserem Testgerät stammt vom Zulieferer BOE und ist qualitativ sehr hochwertig. Subjektiv kann man sich an einem sehr farbstarken und scharfen Bild erfreuen, und nur auf weißen Flächen erkennt ist das Bild minimal körnig. Allerdings ist das Jammern auf sehr hohem Niveau, genauso wie bei den leichten Lichthöfen an den beiden seitlichen Rändern. PWM kommt nicht zum Einsatz.

Lenovo bewirbt den Bildschirm mit einer Helligkeit von 500 Nits, was wir mit unserer Messung ganz klar bestätigen können. Tatsächlich übertreffen sogar alle Messpunkte diesen Wert und durchschnittlich sind es rund 520 Nits. Die hohe Helligkeit macht dem Schwarzwert ein wenig zu schaffen, der mit 0,37 etwas erhöht ist. Das Kontrastverhältnis liegt aber dennoch bei sehr guten 1.435:1. Was uns allerdings nicht gefällt ist die Helligkeitsabstufung, denn schon bei einer Stufe unter dem Maximum fällt der Wert auf nur noch ~220 Nits und bei 80 % nur noch auf 139 Nits.

Im Vergleich mit dem Full-HD-Panel des T590 und auch dem optionalen 4K-Panels des alten ThinkPad P52s ist der neue matte 4K-Bildschirm in allen Bereichen klar überlegen. Das 10-Bit-Display unterstützt außerdem DolbyVision HDR und Apps wie Netflix, YouTube oder Amazon Prime stellen die Videos in der entsprechenden Qualität zur Verfügung. Das System wählt dabei automatisch die maximale Helligkeit aus, um den HDR-Effekt zu verstärken. Videos sehen zwar super aus, mit einem richtigen HDR-Fernseher lässt sich der Effekt aufgrund der begrenzten Helligkeit jedoch nicht vergleichen.

525
cd/m²
529
cd/m²
526
cd/m²
516
cd/m²
531
cd/m²
528
cd/m²
510
cd/m²
517
cd/m²
521
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
NE156QUM-N66
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 531 cd/m² Durchschnitt: 522.6 cd/m² Minimum: 5.8 cd/m²
Ausleuchtung: 96 %
Helligkeit Akku: 528 cd/m²
Kontrast: 1435:1 (Schwarzwert: 0.37 cd/m²)
ΔE Color 2.5 | 0.6-29.43 Ø6, calibrated: 1
ΔE Greyscale 3.5 | 0.64-98 Ø6.2
97.7% sRGB (Argyll 3D) 84.3% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.31
Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE
NE156QUM-N66, , 3840x2160, 15.6
Lenovo ThinkPad T590-20N4002VGE
LP156WFC-SPD1, , 1920x1080, 15.6
Lenovo ThinkPad P52S-20LB001FUS
Lenovo LEN40BD, , 3840x2160, 15.6
Response Times
12%
23%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
48.4 (24.8, 23.6)
37.2 (19.2, 18)
23%
43.2 (24.4, 18.8)
11%
Response Time Black / White *
27.2 (14, 13.2)
27.2 (17.2, 10)
-0%
18 (13.2, 14.8)
34%
PWM Frequency
980.4
Bildschirm
-85%
-42%
Helligkeit Bildmitte
531
276
-48%
305.5
-42%
Brightness
523
262
-50%
282
-46%
Brightness Distribution
96
88
-8%
78
-19%
Schwarzwert *
0.37
0.23
38%
0.24
35%
Kontrast
1435
1200
-16%
1273
-11%
DeltaE Colorchecker *
2.5
5.6
-124%
3.51
-40%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
4.4
16.4
-273%
7.28
-65%
Colorchecker DeltaE2000 calibrated *
1
4.7
-370%
3.15
-215%
DeltaE Graustufen *
3.5
3
14%
4
-14%
Gamma
2.31 95%
2.18 101%
2.18 101%
CCT
7189 90%
7075 92%
7291 89%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
84.3
36.9
-56%
58
-31%
Color Space (Percent of sRGB)
97.7
58.1
-41%
89
-9%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-37% / -70%
-10% / -32%

* ... kleinere Werte sind besser

In den weiteren Messungen mit unserem X-Rite i1Pro2 Spektralfotometer zeigt sich, dass die Farbdarstellung bereits im Auslieferungszustand sehr ordentlich ist. Bei den Graustufen erkennt man allerdings einen leichten Blaustich und die Farbtemperatur ist auch ein wenig zu kühl.

CalMAN Graustufen (vs. AdobeRGB)
CalMAN Graustufen (vs. AdobeRGB)
CalMAN Sättigung (vs. AdobeRGB)
CalMAN Sättigung (vs. AdobeRGB)
CalMAN ColorChecker (vs. AdobeRGB)
CalMAN ColorChecker (vs. AdobeRGB)
CalMAN Graustufen kalibriert (vs. AdobeRGB)
CalMAN Graustufen kalibriert (vs. AdobeRGB)
CalMAN Sättigung kalibriert (vs. AdobeRGB)
CalMAN Sättigung kalibriert (vs. AdobeRGB)
CalMAN ColorChecker kalibriert (vs. AdobeRGB)
CalMAN ColorChecker kalibriert (vs. AdobeRGB)
CalMAN ColorChecker (vs. sRGB)
CalMAN ColorChecker (vs. sRGB)

Das bekommen wir mit einer Kalibrierung in den Griff und das entsprechende Profil steht weiter oben in der Displaybox zum kostenlosen Download zur Verfügung. Sowohl die Graustufen als auch die Farben liegen nun alle unter dem Zielwert von 3, das menschliche Auge kann also keinen Unterschied zur Referenzfarbe erkennen. In Verbindung mit der hohen Farbraumabdeckung lässt sich das Panel eigentlich auch für die Bildbearbeitung verwenden, doch hier gibt es eine Einschränkung. Wie wir es von anderen Lenovo-Panels schon kennen, existiert keine Möglichkeit, den Farbraum umzustellen. Solange man im AdobeRGB-Raum arbeitet ist alles in Ordnung, doch im Vergleich zur sRGB-Referenz treten hohe Farbabweichungen auf (siehe Screenshot rechts). Das können die Konkurrenten von Dell oder HP besser.

sRGB-Abdeckung: 97,7 %
sRGB-Abdeckung: 97,7 %
AdobeRGB-Abdeckung: 84,3 % (Argyll, 3D-Schnittmenge)
AdobeRGB-Abdeckung: 84,3 % (Argyll, 3D-Schnittmenge)
AdobeRGB-Abdeckung: 96,2 % (CalMAN, 2D-Schnittmenge)
AdobeRGB-Abdeckung: 96,2 % (CalMAN, 2D-Schnittmenge)

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
27.2 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 14 ms steigend
↘ 13.2 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind mittelmäßig und dadurch für Spieler eventuell zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 56 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (24.9 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
48.4 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 24.8 ms steigend
↘ 23.6 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 81 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (39.7 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9375 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Im Freien gibt es dank der Kombination aus hoher Helligkeit und mattem Display kaum Einschränkungen und abgesehen von direkter Sonneneinstrahlung kann man die Inhalte auch in hellen Umgebungen problemlos erkennen. Bei der Blickwinkelstabilität gibt es ebenfalls nichts zu meckern.

Im Freien
Im Freien
Blickwinkelstabilität vertikale Verschiebung
Blickwinkelstabilität vertikale Verschiebung
Blickwinkelstabilität vertikale + horizontale Verschiebung
Blickwinkelstabilität vertikale + horizontale Verschiebung

Energieverwaltung – Das 4K-Display frisst Strom

Energieaufnahme

In den Idle-Messungen erkennt man sehr gut den erhöhten Stromverbrauch des 4K-Panels. Bei der vollen Helligkeit ermitteln wir satte 4 Watt mehr, was sich natürlich bei den Akkulaufzeiten bemerkbar macht.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.31 / 0.6 Watt
Idledarkmidlight 4.3 / 12.4 / 16.2 Watt
Last midlight 65.6 / 69.5 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Stromverbrauch
Idle min
Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE
3840x2160
4.3 Watt * ∼105%
Lenovo ThinkPad T590-20N4002VGE
1920x1080
4.1 Watt * ∼100%
Idle avg
Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE
3840x2160
12.4 Watt * ∼149%
Lenovo ThinkPad T590-20N4002VGE
1920x1080
8.3 Watt * ∼100%
Idle max
Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE
3840x2160
16.2 Watt * ∼137%
Lenovo ThinkPad T590-20N4002VGE
1920x1080
11.8 Watt * ∼100%
Last avg
Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE
3840x2160
65.6 Watt * ∼106%
Lenovo ThinkPad T590-20N4002VGE
1920x1080
61.6 Watt * ∼100%
Last max
Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE
3840x2160
69.5 Watt * ∼100%
Lenovo ThinkPad T590-20N4002VGE
1920x1080
69.4 Watt * ∼100%
Witcher 3 ultra
Lenovo ThinkPad T590-20N4002VGE
1920x1080
54.4 Watt * ∼100%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Identische Akkukapazität (57 Wh) in Verbindung mit gestiegenem Stromverbrauch kann nur zu kürzeren Akkulaufzeiten führen. Während das ThinkPad T590 mit dem Full-HD-Panel noch rund 10,5 Stunden in unserem WLAN-Test bei einer angepassten Helligkeit von 150 Nits durchgehalten hat, sind es beim T590 mit dem 4K-Bildschirm nur noch 6 Stunden. Wenn man dann noch die volle Helligkeit verwendet, was gerade im Freien öfter passieren wird, sind es sogar nur noch 3:40 Stunden.

Battery Runtime - WiFi Websurfing 1.3
Lenovo ThinkPad T590-20N4002VGE
8565U, GeForce MX250, 57 Wh, 1920x1080
628 min ∼24% +73%
Durchschnitt der Klasse Office
  (105 - 1104, n=352)
417 min ∼16% +15%
Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE
8565U, GeForce MX250, 57 Wh, 3840x2160
363 min ∼14%
Akkulaufzeit
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 (44.17763.1.0)
6h 03min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 max Brightness (44.17763.1.0)
3h 40min
Last (volle Helligkeit)
1h 41min

Pro

+ robustes Gehäuse
+ kompakter & leichter als Vorgängermodell
+ matter 4K-Bildschirm mit toller Bildqualität
+ vielfältige Ausstattung
+ sehr komfortable Eingabegeräte, Tastatur mit Nummernblock
+ 25-Watt-Version der MX250 verbaut
+ Lüfter steht meistens still
+ großzügiges Garantiepaket

Contra

- 4K-Panel mit deutlich mehr Strombedarf
- deutlich reduzierte Akkulaufzeiten
- kein Farbprofil für sRGB
- kein SD-Kartenslot in voller Größe mehr
- Thunderbolt 3 nur mit zwei PCIe-Lanes angebunden
- Gehäuse ist schwer zu öffnen
- hohe Gehäusetemperaturen
- weniger flexibel ohne PowerBridge

Fazit – Das T590 bietet nur zwei Extreme

Im Test: Lenovo ThinkPad T590. Testgerät zur Verfügung gestellt von
Im Test: Lenovo ThinkPad T590. Testgerät zur Verfügung gestellt von

Mit dem optionalen 4K-Bildschirm kann Lenovo einen großen Kritikpunkt am ThinkPad T590 beseitigen, denn die Bildqualität ist dem standardmäßigen 1080p-Display deutlich überlegen. Wer nicht primär an einem externen Bildschirm arbeitet und gerne die bestmögliche Bildqualität genießen möchte, sollte auf jeden Fall zum Upgrade greifen. Abgesehen von dem minimal körnigen Bildeindruck auf weißen Flächen können wir kaum etwas an dem Bildschirm kritisieren. Warum Lenovo allerdings kein Profil für Arbeiten im kleineren sRGB-Farbraum zur Verfügung stellt, bleibt nach wie vor ein Rätsel.

Der Stromverbrauch des Displays ist natürlich ein negativer Aspekt und führt zu deutlich reduzierten Akkulaufzeiten. Je nach Einsatzprofil sollte man diesen Punkt auf jeden Fall beachten. Hier fehlt uns eine Zwischenlösung, wie es sie aktuell auch bei den 14-Zoll ThinkPads gibt. Warum bietet Lenovo nicht ein besseres Full-HD-Panel für das T590 an? Dass es solche Panels auf dem Markt gibt, wissen wir beispielsweise vom Dell XPS 15. Hier würde man einen guten Kompromiss zwischen Bildqualität und Stromverbrauch eingehen. Die restlichen Pros und Kontras sind natürlich identisch zu unserem ersten Testgerät mit dem FHD-Panel.

Mit dem optionalen 4K-Display bekommt das ThinkPad T590 endlich einen qualitativ hochwertigen Bildschirm, der außerdem noch matt ist. Allerdings hat der gestiegene Energiebedarf massive Auswirkungen auf die Akkulaufzeiten.

Lenovo ThinkPad T590-20N40009GE - 27.09.2019 v7
Andreas Osthoff

Gehäuse
84 / 98 → 86%
Tastatur
91%
Pointing Device
91%
Konnektivität
75 / 80 → 93%
Gewicht
65 / 20-75 → 82%
Akkulaufzeit
69%
Display
93%
Leistung Spiele
63 / 78 → 81%
Leistung Anwendungen
87 / 95 → 91%
Temperatur
86%
Lautstärke
95%
Audio
40%
Kamera
37 / 85 → 44%
Durchschnitt
75%
87%
Office - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Andreas Osthoff, 27.09.2019 (Update: 30.09.2019)
Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Senior Editor Business
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.