Notebookcheck

Test Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2 (i5-7Y54) Tablet

Steve Schardein, Tanja Hinum (übersetzt von Martin Jungowski), 22.06.2017

Evolution statt Revolution. Lenovos erste Generation des ThinkPad X1 Tablet war nicht schlecht, hatte jedoch auch einige Schwachstellen aufzuweisen. Ein Jahr später kommt die runderneuerte Version, bringt jedoch abgesehen von einer schnelleren CPU und ein paar kleineren Updates kaum Neuerungen mit sich. Reicht dies, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Vor ziemlich genau einem Jahr, im Juni 2016, hatten wir das ThinkPad X1 Tablet im Test – Lenovos erster Versuch eines Convertibles im Stile von Microsofts Surface-Reihe, versehen mit einigen Business-typischen Erweiterungen. Diese beinhalteten eine relativ einfache Wartbarkeit, ein überarbeitetes Kickstand-Design und Zertifizierung nach US-amerikanischen Mil-Spec-Standards, was vermeintlich auf ein robustes Design hindeuten sollte. Nichtsdestotrotz hatte das Gerät, angefangen bei der Akkulaufzeit über hohe Betriebstemperaturen bis hin zu enttäuschender CPU/GPU-Leistung, diverse Schwachstellen aufzuweisen.

Umso überraschender, dass Lenovo am grundlegenden Design nicht viel verändert hat. Die Neuausgabe von 2017 ist auf den ersten Blick quasi identisch zu ihrem Vorgänger, lediglich der CPU/GPU sowie einige interne Komponenten wurden aufgefrischt. Auch der Preis bleibt weiterhin recht hoch – das von uns getestete Modell mit Intel Core i5-7Y54 CPU, 8 GB RAM, Intel HD Graphics 615 GPU und NVMe-SSD liegt in den USA bei 1.499 US-Dollar. Für Deutschland stehen die Preise noch nicht fest, allerdings rechnen wir auch hier mit ähnlichen Preisen wie beim Vorgänger. Reichen der Sprung von Skylake zu Kaby Lake, sowie die kleineren Updates der Komponenten aus, um die Probleme des Vorgängermodells zu beseitigen? Werfen wir einen Blick drauf und lassen wir uns überraschen.

Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2 (ThinkPad X1 Serie)
Grafikkarte
Intel HD Graphics 615, Kerntakt: 300 - 950 MHz, 21.20.16.4590
Hauptspeicher
8192 MB 
, DDR3
Bildschirm
12 Zoll 3:2, 2160 x 1440 Pixel 216 PPI, 10-point multi-touch, LSN120QL01L01, IPS, spiegelnd: ja
Mainboard
Intel Kaby Lake-Y Premium PCH
Massenspeicher
Soundkarte
Realtek High Definition Audio
Anschlüsse
2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: 3.5 mm combo audio, Card Reader: MicroSD
Netzwerk
Intel Dual Band Wireless-AC 8265 (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 9 x 293 x 210
Akku
37 Wh, 4690 mAh Lithium-Ion
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: Front: 2.0 MP; Rear: 8.0 MP
Primary Camera: 8 MPix
Secondary Camera: 2 MPix
Sonstiges
Lautsprecher: 2.0, side-mounted, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, 12 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
1.08 kg
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Wie bereits erwähnt hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell, dem ThinkPad X1 Tablet 2016, so gut wie nichts geändert. Das Gehäuse besteht weiterhin aus denselben Materialien – einer Kombination aus Magnesium und der häufig in ThinkPads vorzufindenden PCGF-Kunststoff-Mischung – und fühlt sich weiterhin sehr wertig an. Mit anderen Worten: es ist sehr stabil, jedoch spürbar weniger fest als das Unibody-Design des Microsoft Surface Pro 4 oder aktueller iPads. Dies ist zu einem nicht unerheblichen Teil auf Lenovos Bestehen auf Wartbarkeit als wichtiger Pfeiler der hauseigenen Philosophie hinter Business-Notebooks zurückzuführen. Ein Aspekt, den wir voll und ganz unterstützen und auf den wir im weiteren Verlauf noch näher eingehen werden. Dank Gorilla Glass 4 ist das Display kratz- und bruchfest.

Auch Gewicht und Größe sind unverändert: gerade mal 1,08 kg bei Abmessungen von 293 x 210 x 9 mm. Logischerweise größer bei ausgeklapptem Ständer. Apropos Ständer: Dieser klappt weiterhin genau umgekehrt zum Ständer der Surface-Pro-Reihe auf, was den Einsatz auf dem Schoß erheblich erleichtert. Ein kleiner Knopf auf der Rückseite löst den Ständer aus seiner Ruheposition. Ein Nachteil im Vergleich mit dem Design der Surface-Reihe ist die Tatsache, dass es schwieriger ist, das ThinkPad X1 Tablet einhändig hochzuheben und herumzutragen. Daran wird man sich also gewöhnen müssen.

Das Tablet ist in drei Farben verfügbar: Schwarz (unser Testmodell), Rot und Silber.

333 mm 229 mm 17.4 mm 1.4 kg316.9 mm 218.5 mm 14.9 mm 1.3 kg293 mm 210 mm 9 mm 1.1 kg289 mm 216 mm 13 mm 1 kg292 mm 208.8 mm 9.76 mm 1.2 kg292 mm 202 mm 8.5 mm 1.1 kg

Anschlüsse

Auch die Anschlüsse blieben unverändert. Konsequenterweise bedeutet dies, dass weiterhin kein Thunderbolt verfügbar ist, obwohl dieser Anschluss gerade dabei ist, zum neuen Standard im Bereich der Business-Notebooks zu werden. Insbesondere bei Geräten, die einen proprietären Docking-Port an der Unterseite vermissen lassen. Wenigstens ein MiniDisplayPort zum Anschluss eines externen Monitors ist, zusätzlich zu den USB-Ports, vorhanden. Stichwort USB-Ports: gerade mal zwei Stück davon stehen zur Verfügung, einer in konventioneller Typ-A- (USB 3.0) und einer in moderner Typ-C-Ausführung (USB 3.1). Letzterer dient auch als Ladeanschluss. Kurz gesagt sind die Anschlussmöglichkeiten beim ThinkPad X1 Tablet weiterhin sehr eingeschränkt und dank der Abstinenz von Thunderbolt 3, oder zumindest eines weiteren USB-C-Ports, ist die Anschaffung eines USB-Hubs quasi Pflicht.

Unten: Schieber zum Abnehmen der Abdeckung, Tastatur/Docking-Anschluss
Unten: Schieber zum Abnehmen der Abdeckung, Tastatur/Docking-Anschluss
Oben: Ein/Ausschalter
Oben: Ein/Ausschalter
Links: Kombo-Audio-Port, Lautstärke, Lautsprecher, Kensington Lock
Links: Kombo-Audio-Port, Lautstärke, Lautsprecher, Kensington Lock
Rechts: USB Typ-C 3.1 Gen 1, USB 3.0, Lautsprecher, MiniDisplayPort (nicht im Bild: MicroSD-Karten-Leser unterhalb des Ständers)
Rechts: USB Typ-C 3.1 Gen 1, USB 3.0, Lautsprecher, MiniDisplayPort (nicht im Bild: MicroSD-Karten-Leser unterhalb des Ständers)

SDcardreader

Dafür, dass es sich um ein Tablet handelt, sind die Transferraten des eingebauten MicroSD-Karten-Lesers durchaus akzeptabel. Insgesamt rangieren sie zwar lediglich im Mittelfeld, Lese/Schreibraten von 93,77 MB/s und 72,62 MB/s gehen jedoch vollkommen in Ordnung. Die Platzierung des MicroSD-Karten-Lesers unterhalb des Ständers ist, je nach Sichtweise, entweder unglücklich oder gut gewählt. Offiziell werden zwar nur MicroSD-Karten bis maximal 64 GB unterstützt, für regelmäßige Backups eignet sich der Slot jedoch ganz hervorragend: Karte einstecken, konfigurieren und vergessen.

Ein optionales sogenanntes „Productivity Module“ bietet einen weitere USB-Typ-A-Port (USB 3.0), einen HDMI-Port (volle Größe), einen Lenovo OneLink+-Anschluss, sowie einen zusätzlichen 2-Zellen-Akku, der - wie sich später noch zeigen wird - durchaus nützlich werden kann. Leider stand uns diese Hardware für den Test nicht zur Verfügung.

SDCardreader Transfer Speed
average JPG Copy Test (av. of 3 runs)
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
 
76.3 MB/s ∼100% +5%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
 
72.62 MB/s ∼95%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
 
64 MB/s ∼84% -12%
maximum AS SSD Seq Read Test (1GB)
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
 
93.77 MB/s ∼100%
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
 
87.5 MB/s ∼93% -7%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
 
86.9 MB/s ∼93% -7%

Kommunikation

Die Intel Dual-Band Wireless-AC 8260 Karte des Vorgängers wurde durch eine 8265 ersetzt, die Leistung ist jedoch gleich geblieben. Es werden weiterhin 2x2-Verbindungen bis zu 867 Mbit/s unterstützt und die Empfangsleistung war insgesamt sehr gut. Bluetooth 4.2 ist ebenfalls enthalten.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
678 MBit/s ∼100% +16%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
613 MBit/s ∼90% +5%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
586 MBit/s ∼86%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
312 MBit/s ∼46% -47%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
514 MBit/s ∼100% +17%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
455 MBit/s ∼89% +3%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
446 MBit/s ∼87% +1%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
440 MBit/s ∼86%

Sicherheit und Software

Mit der aktuellen ThinkPad-Baureihe setzt Lenovo erstmals auf die sogenannte „Signature Edition“ von Windows. Das bedeutet konkret, dass keinerlei Dritthersteller-Bloatware vorinstalliert ist. Keine zusätzliche Antivirensoftware, keine Testversionen, oder anderweitig unnütze oder nervige Softwarebeigaben mehr, die nüchtern betrachtet mehr Ärger als Nutzen bringen. Auch dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass das ThinkPad X1 Tablet nach abgeschlossener initialer Einrichtung und Updates flink und flüssig bedienbar ist.

In puncto Sicherheit bietet das X1 Tablet weiterhin den bekannten Synaptics-Fingerabdruckleser unterhalb des Bildschirms, der jedoch in der aktuellen Ausgabe deutlich flotter und zuverlässiger arbeitet. Auch ein TPM-Modul und Intels vPro stehen zur Verfügung.

Zubehör

Der etwa 35 € teure ThinkPad Pen Pro liegt dem X1 Tablet bei, zusammen mit der notwendigen AAAA-Batterie. Viele Konkurrenten sparen sich sowohl diese Beigabe, als auch eine Tastaturhülle. Beides befindet sich beim X1 Tablet jedoch in der Schachtel, was wir sehr willkommen heißen. Der Stift erkennt 2.048 verschiedene Druckstufen und verfügt über zwei Tasten, die jedoch leider bündig mit dem Gehäuse des Stifts abschließen und somit nur sehr schwer zu ertasten sind. Auch ein zusätzlicher Stifthalter liegt dem X1 Tablet bei (zusätzlich zu der im Type Cover bereits enthaltenen Schlaufe), was es ermöglicht, den Stift auch bei abgedockter Tastaturhülle zu verstauen. Der Halter wird in den USB-Port gesteckt und kann den Stift entweder parallel zum Tablet oder im rechten Winkel dazu halten.

Wie bereits erwähnt bietet Lenovo insgesamt zwei optionale Module an: das etwa 180 € teure „Productivity Module“, das neben zusätzlichen Anschlüssen auch einen extra 2-Zellen-Akku enthält, sowie das „Presenter Module“ (in Deutschland auch als „Projektor“ im Angebot) für 370 €. Letzteres ermöglicht es dem Benutzer, eine Art zweiten Bildschirm mit einer Auflösung von 854 x 480 an eine bis zu 1,5 m weit entfernte Wand zu projizieren, was für die meisten Ansprüche und Präsentationen ausreichen sollte. Leider stand uns keines der Module für einen Test zur Verfügung, so dass wir über deren tatsächlichen Nutzen kein Urteil abgeben können.

Wartung

Einfache Wartbarkeit stand auch bei der Neuauflage des X1 Tablet im Fokus. Und obwohl wir etwas enttäuscht darüber sind, dass Lenovo an anderen Stellen Stillstand statt Entwicklung propagiert, sind wir über diesen speziellen Stillstand bei der Weiterentwicklung höchst erfreut. So ist es beispielsweise unmöglich, Microsoft Surface Pro 4 zu öffnen oder Wartungsarbeiten/Aufrüstungen selbst durchzuführen. Stattdessen muss das Gerät bei Problemen zu Microsoft eingeschickt werden. Gerade für Geschäftskunden eine eher mühselige und viel zu zeitaufwendige Prozedur.

Im Gegensatz dazu ist das X1 Tablet geradezu kinderleicht zu zerlegen. Drei Schrauben unter dem Ständer (eine davon versteckt hinter einer Plastikklappe) und ein Schalter auf der Unterseite und schon ist diese entfernt. Darunter finden sich zwei weitere Schrauben, nach deren Entfernen das Display vorsichtig (!) vom Rest des Gehäuses getrennt werden kann. Einmal geöffnet, hat man Zugriff auf die M.2 NVMe-SSD, den Akku, die WLAN-Karte, sowie die CMOS-Batterie. Da es sich um ein vollständig passiv gekühltes Gerät handelt, gibt es keinerlei Lüfter zu säubern oder auszutauschen und in Folge dessen kein einziges mechanisches Bauteil mehr. Theoretisch sollte dies zu einem langlebigeren Design führen und vor allem die Wartbarkeit im Vergleich zum aktiv gekühlten Surface Pro 4 um Welten erleichtern. Es gibt zwar auch ein passiv gekühltes Modell des Surface Pro 4 mit Core-m3-CPU, jedoch bietet auch dieses keinen Zugriff auf die Hardware zum Zwecke des Austauschs oder der Aufrüstung.

Garantie

Standardmäßig liefert Lenovo das ThinkPad X1 mit einer einjährigen Garantie aus.

Eingabegeräte

Tastatur

Wie schon erwähnt, befindet sich die Tastaturhülle – bei Lenovo „ThinkPad Thin Keyboard“ genannt – im Lieferumfang, kann jedoch auch separat für rund 150 € nachgekauft werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sie sich nicht verändert und bietet noch immer dieselbe Konstruktion des Vorjahres: Ein zwar stabiler, jedoch nicht vollständig verwindungssteifer PGCF-Kunststoff-Körper und ein einfacher magnetischer Anschluss für den Kontakt mit dem Dockingport auf der Unterseite des X1 Tablet. Wer mehr über die Tastatur wissen will, dem empfehlen wir den Testbericht zum Vorjahresmodell.

Unsere letztes Jahr gewonnenen Eindrücke gelten also unverändert weiter. Kurz zusammengefasst: Obwohl der Hub recht kurz ist, sind Auslösemoment und Feedback sehr ausgewogen und der Abstand zwischen den Tasten ist, wie man es von ThinkPad-Tastaturen gewohnt ist, abgesehen von einer leicht beengten Situation im unteren rechten Bereich bei den Pfeiltasten. Die Tastatur verfügt außerdem auch über eine Hintergrundbeleuchtung.

Touchpad

Das eingebaute Touchpad ist mit seiner angenehmen Mylar-Oberfläche und seinen sehr angenehm ansprechenden integrierten Tasten weiterhin eines der besten Clickpads, die wir jemals im Test hatten. Dank Kompatibilität zu Microsofts Precision-Touchpad-Standard ist eine einfache und zuverlässige Treiberversorgung über die in Windows eingebaute Update-Funktion sichergestellt. Es gibt sogar einen TrackPoint mit eigenen Tasten für diejenigen, die darauf nicht verzichten wollen.

Touchscreen

Zum Touchscreen muss nicht viel gesagt werden. Wer mit modernen Smartphones vertraut ist, dem wird auch die Gorilla-Glass-4-Oberfläche des X1 Tablet bekannt vorkommen. Die Eingabe ist präzise, schnell und funktioniert einwandfrei.

Die Tastatur ist insgesamt sehr gut.
Die Tastatur ist insgesamt sehr gut.
Kurzer Hub, sehr angenehmer Anschlag.
Kurzer Hub, sehr angenehmer Anschlag.
Das Touchpad ist sehr flink und verfügt über gute integrierte Tasten.
Das Touchpad ist sehr flink und verfügt über gute integrierte Tasten.

Display

Das 3:2 Display löst weiterhin mit 2.160 x 1.440 (2k) Punkten auf und bietet eine Pixeldichte von 221 PPI. Die Ränder des 12-Zoll-Bildschirms sind jedoch noch immer verhältnismäßig breit, wenngleich dies in Anbetracht der Tatsache, dass das Tablet dort gehalten werden muss, verständlich scheint. Wie bei allen Tablets ist die Oberfläche des Bildschirms stark reflektierend. Die Helligkeit scheint auf den ersten Blick ausreichend hoch, die Farbdarstellung war allerdings nicht sonderlich brillant.

339.9
cd/m²
362.8
cd/m²
332.9
cd/m²
322.2
cd/m²
388.1
cd/m²
331.8
cd/m²
304.4
cd/m²
381.5
cd/m²
333.8
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
LSN120QL01L01
X-Rite i1Pro Basic 2
Maximal: 388.1 cd/m² Durchschnitt: 344.2 cd/m² Minimum: 5.07 cd/m²
Ausleuchtung: 78 %
Helligkeit Akku: 388.1 cd/m²
Kontrast: 995:1 (Schwarzwert: 0.39 cd/m²)
ΔE Color 4.6 | 0.6-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 6.1 | 0.64-98 Ø6.3
91% sRGB (Argyll 3D) 59% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.07
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
LSN120QL01L01, IPS, 12, 2160x1440
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
INT3470, IPS, 12, 2160x1440
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
BOE06DC, IPS, 12.3, 1920x1280
HP EliteBook x360 1030 G2
CMN1374, IPS, 13.3, 1920x1080
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Samsung SDC3853, IPS, 12.3, 2736x1824
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
LEN4140, OLED, 14, 2560x1440
Response Times
8%
-30%
-57%
-58%
61%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
28.4 (15.2, 13.2)
28.4 (11.2, 17.2)
-0%
42.4 (20.4, 22)
-49%
55.2 (21.2, 34)
-94%
46 (17.2, 28.8)
-62%
3.6 (1.6, 2)
87%
Response Time Black / White *
22.8 (13.6, 9.2)
17.6 (3.6, 14)
23%
30.8 (18, 12.8)
-35%
27.2 (7.6, 19.6)
-19%
31 (6, 25.2)
-36%
3.2 (2, 1.2)
86%
PWM Frequency
221.2 (49)
222.2 (49)
0%
210.1 (99)
-5%
50 (50)
-77%
240.4 (80)
9%
Bildschirm
-16%
16%
-3%
20%
4%
Helligkeit Bildmitte
388.1
342.4
-12%
523.2
35%
262
-32%
389.2
0%
243
-37%
Brightness
344
315
-8%
522
52%
256
-26%
392
14%
240
-30%
Brightness Distribution
78
85
9%
88
13%
83
6%
92
18%
95
22%
Schwarzwert *
0.39
0.744
-91%
0.42
-8%
0.25
36%
0.27
31%
Kontrast
995
460
-54%
1246
25%
1048
5%
1441
45%
DeltaE Colorchecker *
4.6
5.33
-16%
4
13%
5.13
-12%
3.61
22%
5.3
-15%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
9.1
9.25
-2%
8.6
5%
9.46
-4%
8.9
2%
DeltaE Graustufen *
6.1
5.36
12%
5.5
10%
6.23
-2%
3.8
38%
3.7
39%
Gamma
2.07 106%
2.12 104%
2.16 102%
2.45 90%
2.16 102%
1.78 124%
CCT
7104 91%
7671 85%
7546 86%
6413 101%
5969 109%
6202 105%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
59
57
-3%
64.86
10%
57.84
-2%
63
7%
84.8
44%
Color Space (Percent of sRGB)
91
93
2%
93.97
3%
88.57
-3%
97
7%
100
10%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-4% / -11%
-7% / 5%
-30% / -12%
-19% / 1%
33% / 20%

* ... kleinere Werte sind besser

Unsere Messungen ergaben, dass sowohl Helligkeit als auch Kontrast im Vergleich zum Vorjahresmodell gestiegen sind. Eine durchschnittliche Helligkeit von 344,2 cd/m2 (388,1 cd/m2 im Maximum) und ein Kontrast von 995:1 sind sehr gut, insbesondere im Vergleich zu den Werten des Vorjahresmodells von nur 315 cd/m2 durchschnittlicher Helligkeit und einem Kontrast von gerade mal 460:1. Folglich ist auch der Schwarzwert von 0,39 cd/m2 deutlich niedriger als noch im Vorjahr (0,744 cd/m2). Die Helligkeitsverteilung von 78 % ist jedoch nur durchschnittlich und in der Mitte des Bildschirms ist dieser deutlich heller als an den Rändern. Im Alltag war dies jedoch kaum zu erkennen.

Die Farbraumabdeckung ist unverändert geblieben und liegt weiterhin bei 91 % sRGB und 59 % AdobeRGB, was für ein Business-Gerät durchaus respektabel ist und im Rahmen der Werte der Vergleichsgeräte liegt.

vs. sRGB
vs. sRGB
vs. AdobeRGB
vs. AdobeRGB
vs. ThinkPad X1 Tablet Gen 1
vs. ThinkPad X1 Tablet Gen 1
vs. Latitude 5285
vs. Latitude 5285

Die mit CalMAN 5 gemessenen DeltaE-Abweichungen für Graustufen und Farben lagen bei 6,1 und 4,6, was weder besonders beeindruckend noch sonderlich schockierend ist. Die Farbtemperatur von 7.104 K liegt deutlich näher am Idealwert von 6.500 K, als dies beim Vorjahresmodell noch der Fall war, ist jedoch weiterhin etwas zu kühl. Der Gamma-Wert von 2,07 divergiert etwa 16 % vom Idealwert (2,4).

Farbdarstellung (unkalibriert)
Farbdarstellung (unkalibriert)
Sättigung (unkalibriert)
Sättigung (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
Farbdarstellung (kalibriert)
Farbdarstellung (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Graustufen (kalibriert)
Graustufen (kalibriert)

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
22.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 13.6 ms steigend
↘ 9.2 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind gut, für anspruchsvolle Spieler könnten der Bildschirm jedoch zu langsam sein.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 29 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (25.1 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
28.4 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 15.2 ms steigend
↘ 13.2 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind mittelmäßig und dadurch für Spieler eventuell zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 16 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (40 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 221.2 Hz ≤ 49 % Helligkeit

Das Display flackert mit 221.2 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) bei einer eingestellten Helligkeit von 49 % und darunter. Darüber sollte es zu keinem Flackern kommen.

Die Frequenz von 221.2 Hz ist relativ gering und daher sollte es bei sensiblen Personen zu Problemen wie Flackern oder Augenbeschwerden führen.

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9428 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Bei einer Helligkeit bis 49 % haben wir leider PWM-Flackern bei verhältnismäßig niedrigen 221,2 Hz festgestellt. Sensible Naturen werden sich dadurch also massiv gestört fühlen und Probleme bekommen.

Im Außeneinsatz im Schatten und bei entsprechender Positionierung, um Reflexionen zu vermeiden, war das Tablet durchaus benutzbar. In der Sonne war es hingegen quasi unbrauchbar. Die Blickwinkel sind dank IPS-Panel sehr großzügig.

In der Sonne
In der Sonne
Im Schatten
Im Schatten

Leistung

Das ThinkPad X1 Tablet ist in diversen Ausstattungsvarianten verfügbar. Die CPUs reichen vom Core m3 bis zum Core i7 (allesamt sparsame Y-Modelle mit 4,5 W TDP), der Arbeitsspeicher reicht bis 16 GB (LPDDR3) und der Massenspeicher im M.2-Format von 128 GB bis 1 TB. Unser Testgerät war mit Core-i5-CPU, 8 GB RAM und einer 256 GB großen NVMe-SSD ausgestattet und somit ziemlich mittig angesiedelt. Zu beachten ist dabei, dass der Arbeitsspeicher anders als die CPU nicht aufgerüstet werden kann. Man muss daher bereits beim Kauf eine entsprechend zukunftssichere und bedarfsorientierte Ausstattung wählen.

LatencyMon fand keinerlei Probleme beim Streaming von Echtzeit-Audio und Video.

CPU-Z CPU
CPU-Z CPU
CPU-Z Caches
CPU-Z Caches
CPU-Z Mainboard
CPU-Z Mainboard
CPU-Z Memory
CPU-Z Memory
GPU-Z
GPU-Z
ComputeMark
ComputeMark
JetStream
JetStream
LatencyMon
LatencyMon

Prozessor

Die günstigste verfügbare Variante des X1 Tablet ist mit Intels Core m3-7Y30 SoC ausgestattet – einem SoC, der für die meisten Anwender ausreichen dürfte. Am anderen Ende des Spektrums steht der Dual-Core Core i7-7Y75. Unser Testgerät war mit einem im 14-nm-FinFET-Verfahren hergestellten Dual-Core Core i5-7Y54 (Kaby Lake) ausgestattet. Die Taktfrequenz rangiert zwischen 1,2 und 3,2 GHz, wenngleich hohe Leistung über einen längeren Zeitraum bei passiv gekühlten Systemen immer auch eine hohe Herausforderung ist – ein Aspekt, auf den wir in Kürze nochmal zurückkommen werden.

Im Großen und Ganzen ist die Leistung vergleichbar mit dem ThinkPad X1 Tablet des letzten Jahres, das jedoch damals mit dem Top-Modell Core m7 (jetzt von Intel in i7 umbenannt) ausgestattet war. In einigen Fällen war der m7 sogar schneller als der jetzige i5, vermutlich aufgrund höherer Taktraten. Aber auch thermische Limitierungen in der Firmware des Geräts können hier eine Rolle spielen. Ansonsten bleibt alles wie es war: wenig überraschend spielen die 15-W-Modelle die 4,5-W-Modelle weiterhin an die Wand, die Unterschiede werden jedoch von Generation zu Generation geringer. Selbst das mit dem Core i7-7600U, der schnellsten derzeit verfügbaren 15-W-CPU, ausgestattete ThinkPad X1 Yoga ist gerade mal zwischen 40 und 60 Prozent schneller (Single-/Multi-Core) als der 4,5 W Core i5 unseres Testgeräts aus der Y-Serie.

Ein paar Worte zum Thema Dauerleistung des X1 Tablet. Bei passiv gekühlten Geräten ist dies ja bekanntlich die größte Schwachstelle, im aktuellen Fall ist das Ergebnis jedoch gar nicht mal so schlecht. Im Laufe mehrerer Dutzend Cinebench-R15-Durchläufe (Multi-Core) beträgt der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Ergebnis gerade mal 12 %. Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass der spürbare Abfall der Leistung schon sehr früh einsetzt: Bereits nach dem ersten Durchlauf des Benchmarks fällt die Punktzahl von ursprünglich 240 auf 218 Punkte ab. Während die Dauerleistung für einen passiv gekühlten Prozessor also zwar durchaus im akzeptablen Bereich liegt, ist das Zeitfenster für Spitzenleistung nur sehr kurz.

Cinebench R11.5
Cinebench R11.5
Cinebench R15
Cinebench R15
Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel Core i7-7600U
160 Points ∼73% +39%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel Core i7-7600U
152 Points ∼70% +32%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Core i5-7300U
144 Points ∼66% +25%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel Core m7-6Y75
119 Points ∼55% +3%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel Core i5-7Y54
115 Points ∼53%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel Core m3-6Y30
88 Points ∼40% -23%
CPU Multi 64Bit
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel Core i7-7600U
373 Points ∼9% +59%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Core i5-7300U
346 Points ∼8% +48%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel Core i7-7600U
329 Points ∼8% +41%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel Core m7-6Y75
234 Points ∼5% 0%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel Core i5-7Y54
234 Points ∼5%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel Core m3-6Y30
206 Points ∼5% -12%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel Core i7-7600U
1.85 Points ∼76% +40%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel Core i7-7600U
1.76 Points ∼72% +33%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Core i5-7300U
1.64 Points ∼67% +24%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel Core i5-7Y54
1.32 Points ∼54%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel Core m7-6Y75
1.08 Points ∼44% -18%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel Core m3-6Y30
0.98 Points ∼40% -26%
CPU Multi 64Bit
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel Core i7-7600U
4.08 Points ∼12% +59%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel Core i7-7600U
3.62 Points ∼11% +41%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Core i5-7300U
3.57 Points ∼11% +39%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel Core m7-6Y75
2.62 Points ∼8% +2%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel Core i5-7Y54
2.57 Points ∼8%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel Core m3-6Y30
2.27 Points ∼7% -12%
wPrime 2.0x - 1024m
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel Core m3-6Y30
787.585 s * ∼9% -3%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel Core i5-7Y54
761.49 s * ∼9%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel Core m7-6Y75
698 s * ∼8% +8%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel Core i7-7600U
545.624 s * ∼6% +28%
Super Pi Mod 1.5 XS 32M - ---
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel Core m3-6Y30
898 Seconds * ∼4% -34%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel Core i7-7600U
688.22 Seconds * ∼3% -3%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel Core i5-7Y54
669 Seconds * ∼3%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel Core m7-6Y75
640 Seconds * ∼3% +4%

* ... kleinere Werte sind besser

Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.32 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.57 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
27.76 fps
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
115 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
234 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
36.14 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
97.7 %
Hilfe
0102030405060708090100110120130140150160170180190200210220230240Tooltip
Cinebench R15 CPU Multi 64 Bit

System Performance

Dank NVMe-SSD liegt unser diesjähriger Kandidat in der allgemeinen Systemleistung ein paar Prozentpunkte vor dem letztjährigen Topmodell. Selbstverständlich schneiden die mit 15-W-Prozessor ausgestatteten Konkurrenten sämtlich deutlich besser ab, die Gesamtleistung des X1 ist jedoch durchaus respektabel.

Das X1 ist eines der ersten Testgeräte, bei dem wir zusätzlich auch den neuen PCMark 10 laufen lassen. Da wir bisher noch keine Vergleichswerte haben, sind die folgenden Punktzahlen ohne Wertung versehen:

PCMark 10: 2895

PCMark 10 Express: 3680

PCMark 10 Extended: 1863

PCMark 8 Home Accelerated
PCMark 8 Home Accelerated
PCMark 8 Work Accelerated
PCMark 8 Work Accelerated
PCMark 8 Creative Accelerated
PCMark 8 Creative Accelerated
PCMark 10
PCMark 10
PCMark 10 Express
PCMark 10 Express
PCMark 10 Extended
PCMark 10 Extended
PCMark 8
Work Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
HD Graphics 620, 7600U, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
4852 Points ∼74% +13%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
4803 Points ∼74% +12%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
HD Graphics 615, 7Y54, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
4288 Points ∼66%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
HD Graphics 515, 6Y75, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
4058 Points ∼62% -5%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
HD Graphics 620, 7600U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
3510 Points ∼54% -18%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
HD Graphics 515, 6Y30, Samsung MZFLV128 NVMe
3186 Points ∼49% -26%
Creative Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
HD Graphics 620, 7600U, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
5051 Points ∼53% +29%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
4781 Points ∼50% +22%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
HD Graphics 620, 7600U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
4602 Points ∼48% +17%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
HD Graphics 615, 7Y54, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
3924 Points ∼41%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
HD Graphics 515, 6Y75, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
3583 Points ∼38% -9%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
HD Graphics 515, 6Y30, Samsung MZFLV128 NVMe
2968 Points ∼31% -24%
Home Score Accelerated v2
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
HD Graphics 620, 7600U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
4741 Points ∼78% +53%
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
HD Graphics 620, 7600U, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
3860 Points ∼63% +25%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
3774 Points ∼62% +22%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
HD Graphics 615, 7Y54, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
3092 Points ∼51%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
HD Graphics 515, 6Y75, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
2976 Points ∼49% -4%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
HD Graphics 515, 6Y30, Samsung MZFLV128 NVMe
2426 Points ∼40% -22%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3092 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
3924 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4288 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Die möglichen Ausstattungen beim Massenspeicher rangieren von der einfachen 128 GB M.2-SSD (kein NVMe) bis zur 1 TB NVMe-SSD. Unser Testmodell war mit der sehr flotten 256 GB fassenden Samsung PM961 NVMe-SSD ausgestattet. Nur das Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 war dank PCIe 3.0 x4 1TB-NVMe-SSD (ebenfalls Samsung PM961) noch schneller. Beim Lesen/Schreiben in AS-SSD erreicht unser Testgerät sehr gute 2.465/812 Punkte und eine Gesamtpunktzahl von 4.470. Die Transferraten beim sequentiellen Zugriff lagen bei 2.130,09 und 886,86 MB/s (Lesen/Schreiben).

Zwei Anmerkungen hierzu: Zum einen ist es wichtig zu wissen, dass wir Samsungs NVMe-Treiber manuell installieren mussten, um diese Werte zu erreichen. Zum anderen wollen wir nochmals hervorheben, dass im Gegensatz zu fast allen anderen Tablets der M.2-Massenspeicher im ThinkPad X1 problemlos austauschbar ist.

AS SSD
AS SSD
AS SSD (ohne Samsungs NVMe-Treiber)
AS SSD (ohne Samsungs NVMe-Treiber)
AS SSD Copy Benchmark
AS SSD Copy Benchmark
CrystalDiskMark
CrystalDiskMark
PCMark 8 Storage
PCMark 8 Storage
Interne NVMe-SSD im M.2-Format
Interne NVMe-SSD im M.2-Format
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Samsung PM961 MZVLW256HEHP
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Samsung PM871 MZYLN256HCHP
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Samsung PM961 MZVLW256HEHP
HP EliteBook x360 1030 G2
Sandisk SD8TN8U-256G-1006
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Samsung MZFLV128 NVMe
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
CrystalDiskMark 3.0
-42%
-5%
-42%
-52%
58%
Write 4k QD32
259
215.5
-17%
434.5
68%
225.2
-13%
149.2
-42%
506.6
96%
Read 4k QD32
247.9
325.6
31%
493.3
99%
311.3
26%
243.7
-2%
631.7
155%
Write 4k
120
73.58
-39%
72.22
-40%
56.48
-53%
68.02
-43%
182.2
52%
Read 4k
52.34
32.36
-38%
31.75
-39%
29.43
-44%
30.14
-42%
58.23
11%
Write 512
869
297.8
-66%
589.3
-32%
372.5
-57%
158.2
-82%
1292
49%
Read 512
697.5
324.6
-53%
406
-42%
312.3
-55%
313.1
-55%
1040
49%
Write Seq
1259
305.6
-76%
865.2
-31%
443.6
-65%
158.2
-87%
1693
34%
Read Seq
1739
420.3
-76%
1294
-26%
467.1
-73%
662.5
-62%
2004
15%
Samsung PM961 MZVLW256HEHP
Minimale Transferrate: 1219.1 MB/s
Maximale Transferrate: 1371 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 1332 MB/s
Zugriffszeit: 0.1 ms
Burst-Rate: 174.8 MB/s
CPU Benutzung: 7.8 %

Grafikkarte

Die Grafikleistung des X1 Tablet liegt gleichauf mit der des im letzten Jahr getesteten m7-Vorgängers. 44.515 Punkte in 3DMark Ice Storm und 1.274 in 3DMark 11 sind zwar nicht rekordverdächtig, jedoch mehr als ausreichend für den eigentlichen Einsatzzweck des Geräts: wenig anspruchsvolle Geschäftsanwendungen. Angesichts der passiven Kühlung sind die Ergebnisse streng genommen sogar ziemlich imposant.

3DMark 11
1280x720 Performance Combined
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel HD Graphics 620, 7600U
1566 Points ∼7% +40%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel HD Graphics 620, 7600U
1490 Points ∼7% +33%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel HD Graphics 515, 6Y30
1370 Points ∼6% +22%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, 7300U
1347 Points ∼6% +20%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel HD Graphics 515, 6Y75
1179 Points ∼5% +5%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel HD Graphics 615, 7Y54
1121 Points ∼5%
1280x720 Performance GPU
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel HD Graphics 620, 7600U
1633 Points ∼3% +41%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel HD Graphics 620, 7600U
1589 Points ∼3% +37%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, 7300U
1476 Points ∼3% +27%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel HD Graphics 515, 6Y30
1206 Points ∼2% +4%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel HD Graphics 615, 7Y54
1161 Points ∼2%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel HD Graphics 515, 6Y75
1154 Points ∼2% -1%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel HD Graphics 620, 7600U
1084 Points ∼3% +49%
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel HD Graphics 620, 7600U
1000 Points ∼2% +37%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, 7300U
972 Points ∼2% +34%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel HD Graphics 515, 6Y30
810 Points ∼2% +11%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel HD Graphics 515, 6Y75
762 Points ∼2% +5%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel HD Graphics 615, 7Y54
728 Points ∼2%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel HD Graphics 620, 7600U
8850 Points ∼5% +44%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, 7300U
8220 Points ∼4% +33%
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
Intel HD Graphics 620, 7600U
8075 Points ∼4% +31%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel HD Graphics 515, 6Y30
6597 Points ∼4% +7%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
Intel HD Graphics 615, 7Y54
6164 Points ∼3%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
Intel HD Graphics 515, 6Y75
5769 Points ∼3% -6%
1920x1080 Ice Storm Extreme Graphics
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, 7300U
44238 Points ∼6%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
Intel HD Graphics 620, 7600U
41229 Points ∼6%
3DMark 06 Standard
6873 Punkte
3DMark 11 Performance
1274 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
44515 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
4509 Punkte
3DMark Fire Strike Score
678 Punkte
Hilfe
BioShock Infinite
1920x1080 Ultra Preset, DX11 (DDOF) (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
HD Graphics 615, 7Y54, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
6 fps ∼2%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
HD Graphics 515, 6Y75, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
6 fps ∼2% 0%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
HD Graphics 620, 7600U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
9 fps ∼3% +50%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
7.8 fps ∼3% +30%
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
HD Graphics 620, 7600U, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
8.2 fps ∼3% +37%
1366x768 High Preset (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
HD Graphics 615, 7Y54, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
19 fps ∼5%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
HD Graphics 515, 6Y75, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
20 fps ∼6% +5%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
HD Graphics 620, 7600U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
28.6 fps ∼8% +51%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
24.9 fps ∼7% +31%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
HD Graphics 515, 6Y30, Samsung MZFLV128 NVMe
22.66 fps ∼7% +19%
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
HD Graphics 620, 7600U, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
26.3 fps ∼8% +38%
1366x768 Medium Preset (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
HD Graphics 615, 7Y54, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
21 fps ∼6%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
HD Graphics 515, 6Y75, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
25 fps ∼7% +19%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
HD Graphics 620, 7600U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
32.8 fps ∼9% +56%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
30.7 fps ∼8% +46%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
HD Graphics 515, 6Y30, Samsung MZFLV128 NVMe
26.93 fps ∼7% +28%
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
HD Graphics 620, 7600U, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
31 fps ∼8% +48%
1280x720 Very Low Preset (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
HD Graphics 615, 7Y54, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
42 fps ∼9%
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
HD Graphics 515, 6Y75, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
44 fps ∼10% +5%
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
HD Graphics 620, 7600U, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
56.5 fps ∼12% +35%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
54.4 fps ∼12% +30%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
HD Graphics 515, 6Y30, Samsung MZFLV128 NVMe
52.42 fps ∼12% +25%
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
HD Graphics 620, 7600U, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0)
54.7 fps ∼12% +30%
min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 4221196fps

Stresstest

Dauerhafte CPU-Last resultierte in einer CPU-Temperatur von 79 °C bei einer Taktfrequenz von etwa 2,0 GHz. Auch hier gilt wieder: Für ein passiv gekühltes Gerät ist das äußerst beeindruckend. Starke Grafiklast führte bei einem GPU-Takt von 598,5 MHz zu einer Temperatur von 77 °C. Weder der CPU- noch der GPU-Takt sind auch nur in der Nähe der theoretisch maximal möglichen Taktfrequenz der jeweiligen Komponenten, jedoch deutlich höher als der jeweilige Basistakt. Das heißt konkret, dass bei synthetisch erzeugter Last Throttling kein Problem ist, solange entweder CPU oder GPU jeweils separat belastet werden.

Ganz anders sieht dies bei gleichzeitiger CPU- und GPU-Last aus. Die Taktfrequenzen pendeln sich bei in diesem Fall bei 798 MHz (CPU), respektive 449 MHz (GPU), ein. Da die 798 MHz weit unterhalb des Basistakts von 1,2 GHz liegen, müssen wir dies als Throttling klassifizieren. In Anbetracht des dünnen Designs und der sehr leichten passiven Kühllösung war dies jedoch wenig überraschend. Ganz im Gegenteil, die Art und Weise wie gut das X1 Tablet diese künstlich erzeugte extreme Last handhabt, ist beeindruckend.

Maximale CPU-Last
Maximale CPU-Last
Maximale GPU-Last
Maximale GPU-Last
Kombinierte CPU- und GPU-Last
Kombinierte CPU- und GPU-Last

Emissionen

Geräuschemissionen

Als vollständig passiv gekühltes Gerät ist das X1 Tablet komplett lautlos. Weiterhin haben wir keinerlei Spulenfiepen feststellen können.

Temperatur

Passiv gekühlter Chipsatz und CPU
Passiv gekühlter Chipsatz und CPU

Von allen Vorteilen, welche die aktualisierte Version des X1 Tablet im Vergleich zum Vormodell mit sich bringt (wobei die meisten davon eher vernachlässigbar sind), sind die Temperaturen mit Abstand der größte und wichtigste Bonus. Bei konstanter Umgebungstemperatur von 22 °C heizte sich das Vorgängermodell auf 37,6 °C / 39,6 °C (Vorder-/Rückseite) auf. Das aktuelle Modell bleibt hingegen mit nur 28,3 °C / 27,3 °C (Vorder-/Rückseite) erfreulich kühl. Aufgrund der annähernd identischen Performance ist auch die Tatsache, dass unser Testmodell mit einem im Vergleich zum m7 des Vorgängermodells effizienteren i5-Chip ausgestattet war, faktisch irrelevant. Offensichtlich macht die höhere Energieeffizienz des Kaby-Lake-SoC im Vergleich zu Skylake hier den alles entscheidenden Unterschied aus. Im Ergebnis ergibt dies ein in fast allen Alltagssituationen erfreulich kühles Gerät.

Unter Last sieht die Sache dann schon etwas anders aus, denn hier heizt sich das X1 Tablet spürbar auf. Mit 37,1 °C / 38,9 °C im Durchschnitt und Hotspots im Bereich von 50 °C bleibt es trotzdem bedeutend kühler als der Vorgänger mit durchschnittlich 42,2 °C / 42,9 °C und Hotspots von 51-53 °C. Derart hohe Temperaturen sind im Alltag allerdings eher unwahrscheinlich, vor allem im Tablet-Mode. Außerdem ist auch erwähnenswert, dass die Messungen mit aufgeklapptem Ständer durchgeführt wurden. Ist dieser eingeklappt, sinken die Hotspots auf nur mehr unbedenkliche 46 °C.

Eine weitere Kuriosität fanden wir bei besagtem Ständer: Bei hohen Temperaturen steht dieser marginal weiter aus dem Gehäuse heraus als bei niedrigen. Sobald sich das Gerät wieder abkühlt, zieht sich auch der Ständer wieder zurück in seine Ursprungsposition und steht nicht mehr spürbar hervor. Dies ist jedoch ein rein kosmetischer Mangel, der nur bei genauem Hinsehen erkennbar ist – ertastbar war der Unterschied auf jeden Fall nicht.

Max. Last
 30 °C32.8 °C34.8 °C 
 31.8 °C37 °C39.6 °C 
 34.8 °C47.2 °C45.6 °C 
Maximal: 47.2 °C
Durchschnitt: 37.1 °C
37 °C35.2 °C33 °C
40.4 °C38.8 °C34.2 °C
49.8 °C45 °C36.6 °C
Maximal: 49.8 °C
Durchschnitt: 38.9 °C
Netzteil (max.)  35 °C | Raumtemperatur 22 °C | Fluke 62 Mini IR Thermometer
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 37.1 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Convertible v7 auf 30.3 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 47.2 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.3 °C (von 21.8 bis 55.7 °C für die Klasse Convertible v7).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 49.8 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.5 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 28.3 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.3 °C.
(-) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 47.2 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 29 °C (-18.2 °C).
Wärmeentwicklung (Oberseite)
Wärmeentwicklung (Oberseite)
Wärmeentwicklung (Unterseite)
Wärmeentwicklung (Unterseite)

Lautsprecher

Leider sind die Lautsprecher des X1 unverändert geblieben. Microsofts Surface Pro 4 und die Konkurrenz von Dell und insbesondere HP (EliteBook x360 1030 G2) erzielen hier deutlich bessere Ergebnisse mit prägnanteren Tieftönen, die dem X1 Tablet komplett fehlen. Zumindest die maximale Lautstärke ist mit 74,02 dB(A) akzeptabel und ausreichend, um einen mittelgroßen Raum zu beschallen.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs203839.438253836.9383136.535.736.5403435.1345035.333.935.3633333.1338030.530.530.510030.931.330.912530.529.430.516029.429.729.420033.52833.525040.127.440.131542.926.942.940046.226.346.250050.625.850.663056.725.156.780061.524.961.5100061.524.461.5125063.224.263.2160066.524.166.5200066.423.766.4250064.823.664.8315057.323.557.3400060.923.460.9500061.423.461.4630052.123.452.1800046.823.346.81000048.923.448.91250047.923.347.91600039.323.439.3SPL7436.274N28.92.728.9median 50.6median 24.2median 50.6Delta10.91.610.93641.837.137.74535.835.347.750.746.655.659.5596056.562.668.973.870.277.375.873.478.27774.672.169.767.8626086.363.8median 67.88.4hearing rangehide median Pink NoiseLenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2HP EliteBook x360 1030 G2
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2 Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (74.02 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 16.1% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (9.7% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 9.6% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (11.2% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 7% abweichend
(-) | Hochtöne sind nicht linear (16.1% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(-) | hörbarer Bereich ist nur wenig linear (38.8% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 96% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 4% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 11%, durchschnittlich ist 22%, das schlechteste Gerät hat 53%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 98% aller getesteten Geräte waren besser, 1% vergleichbar, 1% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

<

Frequenzdiagramm (Checkboxen auswählbar/abwählbar!)
Graph 1: Pink Noise 100% Vol.; Graph 2: Audio aus

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Dank der sehr effizienten Kaby-Lake-Hardware ist das neue ThinkPad X1 Tablet das sparsamste Gerät im Testfeld und um 4 %, respektive 18 %, besser als sein eigener Vorgänger (Leerlauf/Last). Verständlicherweise sind vor allem die Werte unter Last im zwei- bis dreistelligen Prozentbereich besser als die der 15-W-Konkurrenten. Im Leerlauf sind die meisten Geräte, wie z.B. der direkte X1-Vorgänger, das HP EliteBook, oder das Dell Latitude 12, ungeachtet der CPU hingegen in etwa gleichauf.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.3 / 2.6 Watt
Idledarkmidlight 5 / 6.3 / 7.8 Watt
Last midlight 19.5 / 19.6 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
7Y54, HD Graphics 615, Samsung PM961 MZVLW256HEHP, IPS, 2160x1440, 12
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
6Y75, HD Graphics 515, Samsung PM871 MZYLN256HCHP, IPS, 2160x1440, 12
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
7600U, HD Graphics 620, Samsung PM961 MZVLW256HEHP, IPS, 1920x1280, 12.3
HP EliteBook x360 1030 G2
7300U, HD Graphics 620, Sandisk SD8TN8U-256G-1006, IPS, 1920x1080, 13.3
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
7600U, HD Graphics 620, Samsung SSD PM961 1TB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe (MZVLW1T0), OLED, 2560x1440, 14
Stromverbrauch
-4%
-23%
-19%
-61%
Idle min *
5
5.87
-17%
2.85
43%
3.2
36%
4.9
2%
Idle avg *
6.3
6.05
4%
6.76
-7%
5.5
13%
7.6
-21%
Idle max *
7.8
6.13
21%
6.91
11%
6.5
17%
13.8
-77%
Last avg *
19.5
21.27
-9%
32.88
-69%
29.7
-52%
33.4
-71%
Last max *
19.6
23.03
-18%
37.41
-91%
41.3
-111%
46.5
-137%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Battery Eater Pro Reader's Test
Battery Eater Pro Reader's Test
Battery Eater Pro Classic Test
Battery Eater Pro Classic Test
WLAN-Test
WLAN-Test

Glücklicherweise spiegelt sich die höhere Effizienz auch in einer im Vergleich zum Vorjahr gesteigerten Akkulaufzeit wider. Möglicherweise spielt hier auch die Software eine Rolle, unser Testmodell kam bereits mit Windows 10 1703 (Creators Update) vorinstalliert, die Unterschiede zwischen den einzelnen Prozessoren sind jedoch gewichtiger. Im realitätsnahen WLAN-Test hielt das X1 Tablet rund 7:21 Stunden durch. Wir dürfen jedoch nicht unerwähnt lassen, dass dieser Test unsere konstante Aufmerksamkeit erforderte, da sich Microsoft Edge mit schöner Regelmäßigkeit weigerte, Seiten zu laden. In obiger Grafik ist dies an den kleinen Buckeln in der Verlaufskurve zu erkennen. Nichtsdestotrotz schlägt sich die aktuelle Ausgabe des X1 Tablet in diesem Test deutlich besser als das Vorjahresmodell.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
11h 02min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
7h 21min
Last (volle Helligkeit)
2h 14min
Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2
7Y54, HD Graphics 615, 37 Wh
Lenovo ThinkPad X1 Tablet
6Y75, HD Graphics 515, 37 Wh
Dell Latitude 12 5285 2-in-1
7600U, HD Graphics 620, 42 Wh
HP EliteBook x360 1030 G2
7300U, HD Graphics 620, 57 Wh
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
6Y30, HD Graphics 515, 38 Wh
Lenovo ThinkPad X1 Yoga 2017 20JES03T00
7600U, HD Graphics 620, 56 Wh
Akkulaufzeit
-16%
17%
78%
11%
-3%
Idle
662
628
-5%
1075
62%
1387
110%
791
19%
784
18%
WLAN
441
300
-32%
486
10%
630
43%
488
11%
368
-17%
Last
134
118
-12%
105
-22%
244
82%
138
3%
120
-10%

Pro

+ Für ein Tablet/Convertible verhältnismäßig einfache Wartbarkeit
+ Sehr gute Eingabegeräte
+ Sehr schnelle Systemleistung
+ Angenehme Temperaturen
+ Akzeptable Akkulaufzeit
+ Deutlich verbesserte Helligkeit und Kontrast

Contra

- Dauerlast aufgrund passiver Kühlung noch immer eingeschränkt
- PWM-Flickern bei niedriger Frequenz
- Kein Thunderbolt-Anschluss
- Schwache Lautsprecher
- Standardmäßig nur 1 Jahr Garantie

Fazit

Im Test: ThinkPad X1 Tablet Gen 2. Testgerät zur Verfügung gestellt von Lenovo USA
Im Test: ThinkPad X1 Tablet Gen 2. Testgerät zur Verfügung gestellt von Lenovo USA

Obwohl es stimmt, dass die Unterschiede zwischen der aktuellen Version („Gen 2“) und dem Vorjahresmodell fast ausschließlich im Bereich des SoC zu finden sind, sind die Auswirkungen auf die Praxis deutlich spürbar. So wurden beispielsweise unsere drei größten Kritikpunkte am Vorgänger – Dauerleistung, Temperaturen, Akkulaufzeit – angegangen und zumindest teilweise behoben. Ja, die Dauerleistung liegt noch immer unterhalb der kurzzeitig möglichen Spitzenleistung, jedoch nur noch um 12 %, was – angesichts der passiven Kühlung – beeindruckend ist. Temperaturen und Akkulaufzeit sind hingegen im grünen Bereich, natürlich abhängig von der Art und Weise, wie das Gerät verwendet wird. Das Display wurde ebenfalls verbessert und strahlt jetzt deutlich heller und kontrastreicher – unsere zwei größten Kritikpunkte am Bildschirm des Vorgängers.

Trotzdem verstehen wir natürlich die Enttäuschung über fehlende Überarbeitung des Gehäuses, Anschlussvielfalt und Qualität der Lautsprecher. Zumal die Zahl der Konkurrenten zugenommen hat und mit Geräten wie dem Dell Latitude 12 5285 2-in-1 ein starker Widersacher parat steht. Auch traditionelle Convertibles werden immer mobiler, wodurch sich die Vorteile einer abnehmbaren Tastatur nach und nach in Luft auflösen.

Ein Jahr ist vergangen, das ThinkPad X1 Tablet wurde jedoch nur minimal überarbeitet. Trotzdem ist und bleibt es eines der wenigen Geräte, welche die Vorteile eines Business-Geräts mit der Vielseitigkeit eines Tablets vereinen.

Zurzeit garantieren der Preisunterschied und die Nichtverfügbarkeit gleichwertiger Alternativen dem X1 jedoch weiterhin eine Art Exklusivität. Für Geschäftskunden mit hohen Ansprüchen an Mobilität ist das X1 eine von ganz wenigen Alternativen, die Wartbarkeit, Langlebigkeit und einfache Handhabung eines Business-Geräts mit der Vielseitigkeit eines Tablets mit abnehmbarer Tastatur unter einen Hut bringen. Für den richtigen Einsatzzweck und den richtigen Anwender ergibt dies – trotz der langsamen fast schon evolutionären Entwicklung – durchaus Sinn.

Lenovo ThinkPad X1 Tablet Gen 2 - 15.06.2017 v6
Steve Schardein

Gehäuse
80 / 98 → 82%
Tastatur
85%
Pointing Device
86%
Konnektivität
51 / 80 → 64%
Gewicht
74 / 35-78 → 91%
Akkulaufzeit
90%
Display
83%
Leistung Spiele
57 / 68 → 84%
Leistung Anwendungen
79 / 87 → 91%
Temperatur
86%
Lautstärke
100%
Audio
50 / 91 → 55%
Kamera
67 / 85 → 79%
Durchschnitt
76%
86%
Convertible - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Steve Schardein, 22.06.2017 (Update: 30.04.2019)