Notebookcheck

Test Panasonic ToughPad FZ-E1 Handheld

Daniel Schmidt, Stefanie Voigt, 30.05.2015

Unverwüstlich. Das TougPad FZ-E1 gehört mit zu Panasonics ersten rugged 5-Zoll-Handhelds. Das Gerät ist vor allem für den gewerblichen und industriellen Einsatz gedacht und besitzt neben hervorragenden Outdoor-Eigenschaften und Akkulaufzeiten auch eine richtig starke Performance.

Mit dem ToughPad FZ-E1 hatte Panasonic bereits im Rahmen der letztjährigen IFA in Berlin das Gerät das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Der wuchtige Handheld besitzt ein 5 Zoll großes Display, das dieses Produkt eher in dem Smartphone-Sektor positionieren würde, doch durch die breiten Rahmen wirkt es wesentlich größer und wurde von Panasonic auch eher als kleines Tablet offeriert.

Schon der Preis lässt vermuten, dass dieses Gerät nicht für Otto-Normal-Verbraucher bestimmt ist, denn in der kleinsten Ausstattung werden inklusive Umsatzsteuer üppige 1.699 Euro fällig. Auf unserem Testgerät befindet sich Windows Phone 8.1 Embedded. Das TougPad FZ-X1 ist etwas preiswerter (rund 1.648 Euro) und setzt auf Googles Android.

Echte Konkurrenz kennt das ToughPad FZ-E1 nicht. Smartphones wie das Samsung Galaxy XCover 3 oder das Kyocera Torque wirken dagegen wie Spielzeuge. Der Hersteller sieht seine Zielgruppe auch nicht beim privaten Konsumenten, sondern in der Logistik, der Lagerhaltung, im Handel, bei Sicherheitsorganen und dem Militär. Mit anderen Worten, überall dort, wo ein Produkt benötigt wird, dass einiges aushalten können muss und dennoch moderne Schnittstellen bietet.

Panasonic ToughPad FZ-E1 (Toughpad FZ Serie)
Grafikkarte
Qualcomm Adreno 330, Kerntakt: 578 MHz
Hauptspeicher
2048 MB 
Bildschirm
5 Zoll 16:9, 1280 x 720 Pixel, kapazitiver Touchscreen, 10 Multitouch-Punkte, Handschuh- und Regenmodus, Blend- und Reflexionsschutz, TN LED, spiegelnd: ja
Massenspeicher
32 GB eMMC Flash, 32 GB 
, 26.25 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: kombinierter Kopfhörer- und Mikrofonanschluss, Card Reader: MicroSD bis 64 GB (SD, SDHC, SDXC), Sensoren: Umgebungslicht-, Gyro- und Beschleunigungssensor, Digitaler Kompass, GPS, Glonass, NFC (Felica Typ A, Typ B), MIL-STD-810G zertifiziert, sturzfest aus bis zu 3 Metern, IP68, -20 bis +60 °C Betriebstemperatur
Netzwerk
802.11 a/b/g/n/ac (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0 (Klasse 1), GSM, GPRS, EDGE, UMTS, HSPA+, LTE Cat. 4
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 30.9 x 165 x 87.4
Akku
24 Wh Lithium-Ion, 6200 mAh, 3.8 Volt, Akkulaufzeit (laut Hersteller): 14 h, Telefonieren 3G (laut Hersteller): 23 h, Standby 3G (laut Hersteller): 1000 h
Betriebssystem
Microsoft Windows Phone 8.1
Kamera
Webcam: 1.3 MP, Hauptkamera: 8 MP mit LED
Sonstiges
Lautsprecher: zwei Lautsprecher (bis zu 100 dB), Tastatur: virtuell, Netzteil, 36 Monate Garantie
Gewicht
426 g, Netzteil: 330 g
Preis
1699 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Das Panasonic ToughPad FZ-E1 ist eine echte Wuchtbrumme. Eine Bauhöhe von über drei Zentimetern und 426 Gramm sind Beweis genug. Das Gerät liegt dennoch gut in der Hand und hinterlässt einen sehr wertigen Eindruck.

Die Spaltmaße sind absolut stimmig, und der Corpus ist extrem robust. Da lässt sich nichts verwinden. Der Stromanschluss und der USB-Port verbergen sich hinter einer verriegelbaren Kappe, um diese vor Staub und Nässe zu schützen. Denn das FZ-E1 ist IP68-zertifiziert und damit staubdicht und auch gegen kleinere Tauchfahrten im kühlen Nass geschützt. Doch damit gibt sich der Hersteller nicht zufrieden. Das Gerät hat auch diverse Tests nach MIL-STD 810G absolviert, und Panasonic gewährleistet damit auch einen Einsatz unter widrigen Bedingungen. Das umfasst den Betrieb in großen Höhen, bei hoher Luftfeuchtigkeit, die Resistenz gegen Stöße und Vibrationen sowie das schadlose Hinnehmen von Stürzen aus bis zu drei Metern Höhe.

Der Akku des TougPad FZ-E1 ist nicht nur wechselbar, sondern wird zudem auch noch bei Bedarf beheizt, um die offerierten Betriebstemperaturen zwischen -20 und +60 °C zu ermöglichen. Außerdem ist es möglich, den Akku im laufenden Betrieb auszutauschen, ohne das Gerät aus- und wieder einschalten zu müssen. Unter dem Akku findet sich Platz für eine Micro-SIM- und MicroSD-Karte.

220 mm 129.5 mm 17.8 mm 549 g213.1 mm 126.2 mm 9.75 mm 393 g165 mm 87.4 mm 30.9 mm 426 g136 mm 68 mm 13.5 mm 182 g132.9 mm 70.1 mm 9.95 mm 154 g

Ausstattung

Die Ausstattung des Panasonic ToughPads FZ-E1 wurde stark für den Business-Einsatz optimiert. Das merkt man vor allem an den üppigen Sicherheitsspezifikationen und der breiten Kompatibilität. Der NFC-Chip unterstützt die Typen Felica A und B. Durch den Support von ARMs ThrustZone kann das Gerät außerdem besser in sichere Unternehmensnetzwerke eingebunden werden. Ebenso werden die kryptographischen Sicherheitsanforderungen nach FIPS140-2 Level-1 unterstützt. Das ist jedoch vor allem für staatliche Behörden der Vereinigten Staaten wichtig und findet außerhalb der USA eigentlich keine Verwendung.

Das ToughPad wird auch direkt mit einem integrierten Barcode-Scanner (40 Euro Netto-Aufpreis) ausgeliefert. Dieser funktioniert mit 1D- sowie 2D-Barcodes und unterstützt 36 verschiedene Typen. Die Bluetooth-4.0-Schnittstelle entspricht dem Klasse-1-Standard und sollte demnach eine Reichweite von bis zu 100 Metern erreichen. Dies wird vor allem für Nutzer von Headsets interessant sein. Der Speicher ist mittels MicroSD-Karte um bis zu 64 GB erweiterbar.

Das Gerät lässt sich zudem mit verschiedenen optionalen Halterungen und Ladestationen verwenden. Dafür sind robuste Metallschienen mit dem Gehäuse verschraubt, und es gibt sowohl an der Fußseite als auch hinter einer Kunststoffabdeckung neben der Kamera Kontaktflächen, um den Handheld laden zu können.

Software

Als Betriebssystem kommt im Panasonic ToughPad FZ-E1 Microsoft Windows Phone 8.1 Embedded (Version 8.10.12400.899) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine spezielle Business-Variante des mobilen Betriebssystems, welches erweiterte Features für die Unternehmensintegration bietet und zudem die Möglichkeit, angepasste Images auf dem Gerät zu installieren. Eine Systemüberwachung ist ebenfalls an Bord, genauso wie eine Geräte-Verwaltung für angeschlossene Gadgets.

Ob es ein Update auf Windows 10 Mobile geben wird, konnte man uns bei Panasonic noch nicht sagen. Wir gehen aber davon aus, zumal das ToughPad alle Voraussetzungen mühelos erfüllt. 

Kommunikation & GPS 

Das Panasonic ToughPad FZ-E1 beherrscht die gängigen IEEE-802.11-Standards a/b/g/n/ac und funkt somit in den Frequenzbereichen mit 2,4 und 5,0 GHz. Die Reichweite des WLAN-Moduls ist ordentlich. 15 Meter vom Access Point (Devolo dLAN 1200+ Wifi ac, 5,0 GHz) entfernt wurde uns noch eine durchschnittliche Signalstärke vom ToughPad bescheinigt, und Webseiten ließen sich recht zügig aufbauen.

Der Handheld gelang auch mobil ins Datennetz und nutzt dafür das auf dem Qualcomm Snadragon 801 MSM8974AB integrierte Mobilfunkmodem. Dieses unterstützt alle gängigen Standards inklusive LTE Cat. 4 (max. 150 MBit/s im Download). Genauere Angaben über die verfügbaren Bänder macht Panasonic jedoch nicht. Der Micro-SIM-Slot besitzt eine Auswurfmechanik, sodass sich die Mobilfunkkarte bei Bedarf einfach wechseln lässt. Die Empfangsqualität war in Ordnung und gab keinen Grund für Beanstandungen.

GPS-Signal im Gebäude
GPS-Signal im Gebäude
GPS-Signal im Freien
GPS-Signal im Freien

Das Panasonic ToughPad FZ-E1 nutzt zur Positionsbestimmung sowohl das GPS- als auch das Glonass Netzwerk. Das funktioniert sowohl innerhalb von Gebäuden als auch im Freien sehr genau. Während die Ortung draußen beinahe ohne Zeitverzug stattfindet, benötigte das Testgerät im Innenbereich doch etwas länger.

Sprachqualität

Telefonieren kann das ToughPad FZ-E1 ebenfalls. Panasonic verbaut drei Mikrofone in das Gerät und offeriert auch unter schwierigen Bedingungen noch eine gute Sprachqualität. Das mussten wir natürlich überprüfen und haben die Stereoanlage auf Anschlag gedreht, während wir telefonierten. Das Ergebnis war überraschend positiv. Während es im Raum selber nur möglich war, sich schreiend zu unterhalten, konnten wir über das ToughPad normal sprechen und waren auf der Gegenseite immer noch sehr gut zu verstehen. Die Musik war dabei nur leicht im Hintergrund wahrnehmbar. Die Unterdrückung der Umgebungsgeräusche hat somit absolut überzeugt. Über den Lautsprecher funktioniert das auch, aber nur sehr eingeschränkt. Vor allem die Lautstärke der internen Lautsprecher kam hier an ihre Grenzen.  

Kameras

Auf der Vorderseite des Panasonic ToughPad FZ-E1 befindet sich eine Webcam, die mit 1,3 MP auflöst. Ihre Qualität eignet sich bestenfalls für Videotelefonate und auch hier nur mit Abstrichen.

Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit bis zu 8 MP (3.264 x 2.448 Pixel) auf und besitzt zudem ein LED-Hilfslicht. Die Qualität ist deutlich besser, und bei ausreichend Licht gelingen sogar gute Aufnahmen, auch wenn bei einer detaillierteren Betrachtung auffällt, dass Konturen nicht richtig scharf dargestellt werden. Die Farbgenauigkeit kann jedoch überzeugen. Bei schwachen Lichtverhältnissen lässt die Qualität der Aufnahmen stark nach. Die Fotos werden unscharf, und Farben wirken sehr blass. Aber die Optik ist ebenfalls auf den gewerblichen Einsatz ausgerichtet und reicht vollkommen aus, um gelegentlich Dokumente abzufotografieren oder QR-Codes einzuscannen.

Videos werden lediglich in 720p (1.280 x 720 Pixel, 16:9) aufgezeichnet.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3
Zum Laden anklicken

Zubehör und Garantie

Der Lieferumfang des Panasonic ToughPad FZ-E1 beschränkt sich auf ein Netzteil mit einer Nennleistung von satten 60 Watt (16 Volt, 3,75 Ampere). Optionales Zubehör gibt es reichlich. Von Trageriemen, Kfz-Halterungen und Holstern über diverse Ladestationen für Einzel- oder mehrere Geräte bis hin zu Ersatzakkus ist alles erhältlich. Dabei besitzen die Ladestationen auch immer ein zusätzliches Ladefach für den Zusatzakku. Preise müssen bei Panasonic angefragt werden.

Die Garantie umfasst üppige 36 Monate und damit den gesamten Abschreibungszeitraum. Garantieerweiterungen oder weitere Zusatzleistungen im Schadensfall können ebenfalls beim Hersteller angefragt werden. 

Eingabegeräte & Bedienung

Der kapazitive Touchscreen des Panasonic ToughPad FZ-E1 erkennt bis zu zehn Berührungen gleichzeitig und besitzt gute Gleiteigenschaften. Eingaben werden selbst in den Randbereichen flott umgesetzt. Außerdem kann das Gerät auch mit dicken Industriehandschuhen oder im Starkregen bedient werden. Letzteres wird vom Gerät erkannt, sodass durch den Regen keine Eingaben getätigt werden können. Die Eingaben mit der Hand müssen in dem Fall mit etwas mehr Druck geführt werden und erinnern dann eher an eine restriktive Eingabe. Dies funktioniert in der Praxis aber sehr zuverlässig.

Die Tastatur entspricht dem Standard von Windows Phone. Wischeingaben werden auch in der Embedded-Variante unterstützt, und die automatischen Wortvorschläge sind ebenfalls an Bord.

Die Windows Bedienelemente sind richtige Tasten, welche großzügig dimensioniert sind und einen mittleren Hub sowie einen klaren Druckpunkt besitzen. Außerdem gibt es noch eine Kamerataste sowie einen frei konfigurierbaren Knopf, der mit verschiedenen Funktionen oder Apps belegt werden kann. Auch der Power-Knopf und die Lautstärketaste lassen sich individuell konfigurieren.

Hochformat
Hochformat
Querformat
Querformat

Display

Panasonic setzt im ToughPad FZ-E1 auf ein herkömmliches TN-LC-Display, welches mit 1.280 x 720 Bildpunkten nur die kleine HD-Auflösung bietet. Das entspricht einer Pixeldichte von rund 294 ppi, sodass die Inhalte dennoch recht scharf dargestellt werden.

Das Panel kann zudem sehr hell sein und erreicht bis zu 496 cd/m². Die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung mit 95 Prozent ist hervorragend.

472
cd/m²
486
cd/m²
477
cd/m²
477
cd/m²
494
cd/m²
476
cd/m²
471
cd/m²
496
cd/m²
482
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 496 cd/m² Durchschnitt: 481.2 cd/m²
Ausleuchtung: 95 %
Helligkeit Akku: 494 cd/m²
Kontrast: 915:1 (Schwarzwert: 0.54 cd/m²)
ΔE Color 5.74 | 0.4-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 8.58 | 0.64-98 Ø6.3
Gamma: 2.24
Panasonic ToughPad FZ-E1
Adreno 330, 801 MSM8974AB, 32 GB eMMC Flash
Kyocera Torque
Adreno 305, 400 MSM8928, 16 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy Xcover 3
GC7000UL, Armada PXA1908, 8 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy Tab Active
Adreno 305, 400 MSM8926, 16 GB eMMC Flash
Bildschirm
4%
2%
-9%
Helligkeit Bildmitte
494
723
46%
452
-9%
424
-14%
Brightness
481
722
50%
436
-9%
426
-11%
Brightness Distribution
95
87
-8%
91
-4%
85
-11%
Schwarzwert *
0.54
0.65
-20%
0.53
2%
0.7
-30%
Kontrast
915
1112
22%
853
-7%
606
-34%
DeltaE Colorchecker *
5.74
9.07
-58%
5.71
1%
5.7
1%
DeltaE Graustufen *
8.58
8.92
-4%
5.02
41%
5.76
33%
Gamma
2.24 98%
1.65 133%
2.15 102%
2.36 93%
CCT
7030 92%
8090 80%
7441 87%
7236 90%

* ... kleinere Werte sind besser

Der Schwarzwert liegt mit 0,54 cd/m² noch in einem guten Bereich, das hätten wir von einem gewerblichen Gerät in dem Maße gar nicht erwartet. Der Kontrast fällt mit 915:1 entsprechend hoch aus.

Die Farbgenauigkeit ist für Geräte dieser Klasse sicherlich nicht von entscheidender Bedeutung, aber dennoch haben wir mal einen Blick darauf geworfen. Gerade bei den Graustufen fällt hier der sichtbare Blaustich ins Auge, was in einem hohen DeltaE von 8,6 resultiert. Bei den Farben sieht das schon besser aus, auch wenn für das geübte Auge die Abweichungen auch hier sichtbar sind.

Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
Farbraum (Zielfarbraum sRGB)
Farbraum (Zielfarbraum sRGB)
Mischfarben (Zielfarbraum sRGB)
Mischfarben (Zielfarbraum sRGB)
Sättigung (Zielfarbraum sRGB)
Sättigung (Zielfarbraum sRGB)

Im Außeneinsatz kann das Panasonic ToughPad FZ-E1 ebenfalls glänzen. Dies verdankt es nicht nur seiner guten Helligkeit und dem prima Kontrastverhältnis, sondern vor allem dem Blend- und Reflexionsschutz des Displays. Dieser reduziert Spiegelungen spürbar und macht auch einen Einsatz bei hellem Tageslicht möglich.

Das FZ-E1 bleibt auch im Freien prima ablesbar.
Das FZ-E1 bleibt auch im Freien prima ablesbar.
Die Spiegelungen sind minimal.
Die Spiegelungen sind minimal.

Die Blickwinkelstabilität des verwendeten TN-Displays ist aufgrund der verwendeten Technik nicht tadellos. Beim Neigen des Panels ist der Helligkeitsverlust nur minimal, aber die Farben werden schnell blass und invertieren, wenn die Blickwinkel flacher werden.

Blickwinkelstabilität des Panasonic ToughPad FZ-E1
Blickwinkelstabilität des Panasonic ToughPad FZ-E1

Leistung

Im Panasonic ToughPad FZ-E1 werkelt ein Qualcomm Snapdragon 801 MSM8974AB SoC, welcher im Android Bereich mit zum Besten gehörte, was in den Flaggschiff-Modellen des letzten Jahres zum Einsatz kam. Im Windows-Phone-Segment stellt der SoC noch Highend dar, erst im Spätsommer sind Geräte mir schnelleren Prozessoren zu erwarten. Das FZ-E1 ist somit momentan zusammen mit dem HTC One M8 für Windows das schnellste Gerät mit diesem Betriebssystem. In der Android Variante FZ-X1 kommt lediglich ein Qualcomm Snapdragon 600 APQ8064T zum Einsatz.

In puncto Performance muss sich der Käufer also keine Sorgen machen. Sowohl die Prozessor- als auch die Grafikleistung sind nach wie vor sehr gut. Leider ist die Benchmark-Dichte im Windows Store nicht sonderlich hoch, sodass wir hier nur wenige Vergleichswerte liefern können. Selbst der vorhandene Basemark X 1.1 (startet nicht) und GFXBench 3.0 (wird nicht unterstützt) lieferten keine Ergebnisse. Das Vergleichsfeld, welches allesamt über schwächere SoCs verfügt, wird jedoch klar dominiert.

Die Speichergeschwindigkeit ist sehr hoch und übertrifft die Kontrahenten teilweise um das Fünffache.

Linpack Android / IOS
Multi Thread (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
978.204 MFLOPS ∼33%
Panasonic Toughpad JT-B1
76.562 MFLOPS ∼3% -92%
Kyocera Torque
265 MFLOPS ∼9% -73%
Samsung Galaxy Xcover 3
226 MFLOPS ∼8% -77%
Samsung Galaxy Tab Active
221.347 MFLOPS ∼7% -77%
Single Thread (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
244.551 MFLOPS ∼24%
Panasonic Toughpad JT-B1
52.858 MFLOPS ∼5% -78%
Kyocera Torque
98 MFLOPS ∼10% -60%
Samsung Galaxy Xcover 3
122 MFLOPS ∼12% -50%
Samsung Galaxy Tab Active
71.591 MFLOPS ∼7% -71%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
587 Points ∼29%
Kyocera Torque
544 Points ∼27% -7%
Samsung Galaxy Xcover 3
744 Points ∼37% +27%
Samsung Galaxy Tab Active
595 Points ∼29% +1%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
1286 Points ∼4%
Kyocera Torque
356 Points ∼1% -72%
Samsung Galaxy Xcover 3
129 Points ∼0% -90%
Samsung Galaxy Tab Active
355 Points ∼1% -72%
Memory (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
1449 Points ∼23%
Kyocera Torque
291 Points ∼5% -80%
Samsung Galaxy Xcover 3
366 Points ∼6% -75%
Samsung Galaxy Tab Active
324 Points ∼5% -78%
System (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
1202 Points ∼7%
Kyocera Torque
1006 Points ∼6% -16%
Samsung Galaxy Xcover 3
1103 Points ∼7% -8%
Samsung Galaxy Tab Active
881 Points ∼5% -27%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
1071 Points ∼13%
Kyocera Torque
488 Points ∼6% -54%
Samsung Galaxy Xcover 3
443 Points ∼5% -59%
Samsung Galaxy Tab Active
496 Points ∼6% -54%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
17.5 fps ∼0%
Panasonic Toughpad JT-B1
1 fps ∼0% -94%
Kyocera Torque
5.9 fps ∼0% -66%
Samsung Galaxy Xcover 3
5.4 fps ∼0% -69%
Samsung Galaxy Tab Active
5.8 fps ∼0% -67%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
26.9 fps ∼1%
Panasonic Toughpad JT-B1
2.7 fps ∼0% -90%
Kyocera Torque
10.7 fps ∼0% -60%
Samsung Galaxy Xcover 3
15.1 fps ∼0% -44%
Samsung Galaxy Tab Active
10 fps ∼0% -63%
GFXBench 3.0
off screen Manhattan Offscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Kyocera Torque
1.7 fps ∼0%
Samsung Galaxy Xcover 3
0.8 fps ∼0%
Samsung Galaxy Tab Active
1.6 fps ∼0%
on screen Manhattan Onscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Kyocera Torque
3.9 fps ∼1%
Samsung Galaxy Xcover 3
2.3 fps ∼1%
Samsung Galaxy Tab Active
3.5 fps ∼1%
Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
2891 Points ∼6%
Kyocera Torque
2755 Points ∼6% -5%
Samsung Galaxy Xcover 3
2059 Points ∼4% -29%
Samsung Galaxy Tab Active
1891 Points ∼4% -35%
Sunspider - 1.0 Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
515.8 ms * ∼6%
Panasonic Toughpad JT-B1
1096.4 ms * ∼12% -113%
Kyocera Torque
1701 ms * ∼19% -230%
Samsung Galaxy Tab Active
2616.2 ms * ∼29% -407%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Panasonic ToughPad FZ-E1
10459.6 ms * ∼18%
Kyocera Torque
13209 ms * ∼22% -26%
Samsung Galaxy Tab Active
17355.5 ms * ∼29% -66%

Legende

 
Panasonic ToughPad FZ-E1 Qualcomm Snapdragon 801 MSM8974AB, Qualcomm Adreno 330, 32 GB eMMC Flash
 
Panasonic Toughpad JT-B1 Texas Instruments OMAP 4460, PowerVR SGX540, 16 GB iNAND Flash
 
Kyocera Torque Qualcomm Snapdragon 400 MSM8928, Qualcomm Adreno 305, 16 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy Xcover 3 Marvell Armada PXA1908, Vivante GC7000UL, 8 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy Tab Active Qualcomm Snapdragon 400 MSM8926, Qualcomm Adreno 305, 16 GB eMMC Flash

* ... kleinere Werte sind besser

Spiele

Auch wenn das Panasonic ToughPad FZ-E1 sicherlich nicht als tragbare Spielekonsole gedacht ist, eignet sich dennoch hervorragend dafür. Die integrierte Grafikeinheit Adreno 330 besitzt eine hohe Performance und kann alle aktuellen Spiele problemlos in ihrer vollen Pracht und ohne Ruckler darstellen. Die Sensoren und der Touchscreen bremsen den Spielspaß ebenfalls nicht aus.

Asphalt 8 auf dem FZ-E1
Asphalt 8 auf dem FZ-E1

Emissionen

Temperatur

Im Leerlauf liegen die Oberflächentemperaturen des Panasonic ToughPad FZ-E1 auf der Rückseite nur minimal über der Raumtemperatur, auf der Vorderseite wird es schon spürbar wärmer. Unter Last, welche wir mit Hilfe des Relative Benchmarks simuliert haben, klettern die Temperaturen auf 43,3 °C. Das ist zwar vergleichsweise hoch, doch absolut unbedenklich, zumal diese Werte im Alltag nur extrem selten erreicht werden.

Max. Last
 37.1 °C41 °C43.3 °C 
 39.6 °C40.6 °C42 °C 
 39.1 °C39.4 °C41.1 °C 
Maximal: 43.3 °C
Durchschnitt: 40.4 °C
33.4 °C33 °C32.5 °C
33.2 °C33 °C32.5 °C
31.3 °C31.8 °C30.9 °C
Maximal: 33.4 °C
Durchschnitt: 32.4 °C
Netzteil (max.)  27.1 °C | Raumtemperatur 22.5 °C | Voltcraft IR-260
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 40.4 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Tablet auf 30.7 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 43.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34.8 °C (von 22.2 bis 51.8 °C für die Klasse Tablet).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 33.4 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.3 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 34.1 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.7 °C.

Lautsprecher

Die beiden Lautsprecher unterhalb des Displays können sehr laut sein und erreichen gemäß Panasonic bis 100 dB (A). Was beim Telefonieren noch überzeugen konnte, reicht für die Medienwiedergabe nicht aus. Der Ton wird zwar recht sauber transportiert, doch sind vor allem die Höhen zu dumpf. Die Audioklinke funktioniert tadellos und hinterlässt subjektiv einen sehr guten Eindruck.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Panasonic ToughPad FZ-E1 ist eigentlich recht ordentlich. Lediglich der minimal erhöhte Verbrauch im Standby ist hier zu bemängeln. Der vergleichsweise hohe Energiebedarf bei der minimalen Panel-Leuchtkraft ist auf die hohe Leuchtkraft des Displays zurückzuführen. Selbst dann erststrahlt der Screen noch mit 58 cd/m².

Die übrigen Verbrauchswerte sind recht typisch für ein Smartphone mit diesem SoC. Das Netzteil ist angesichts des Energiebedarfs recht großzügig dimensioniert, ermöglicht aber auch ein besonders flottes Laden des Handhelds. So ist der 6.200 mAh starke Akku binnen 90 Minuten zu 50 Prozent geladen. Eine vollständige Ladung benötigt etwas mehr als dreieinhalb Stunden.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0 / 0.2 Watt
Idledarkmidlight 1.2 / 2.4 / 2.8 Watt
Last midlight 6 / 7.2 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 870

Akkulaufzeit

Da sich das Display des Panasonic ToughPad FZ-E1 lediglich in drei Stufen (Niedrig: 58 cd/m², Mittel: 250 cd/m², Hoch: 494 cd/m²) regeln lässt, konnten wir unsere Laufzeittests bei einer angepassten Panelleuchtkraft von 150 cd/m² nicht durchführen.

So müssen wir uns mit der Reader's Test und der minimalen Laufzeit begnügen, aber auch hier erreicht das Testgerät sehr gute Ergebnisse. Die vom Hersteller offerierten 14 Stunden unterbrechungsfreie Datenzugriffzeit halten wir für durchaus realistisch.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
38h 17min
Last (volle Helligkeit)
8h 27min
Panasonic ToughPad FZ-E1
Adreno 330, 801 MSM8974AB, 32 GB eMMC Flash
Kyocera Torque
Adreno 305, 400 MSM8928, 16 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy Xcover 3
GC7000UL, Armada PXA1908, 8 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy Tab Active
Adreno 305, 400 MSM8926, 16 GB eMMC Flash
Panasonic Toughpad JT-B1
SGX540, OMAP 4460, 16 GB iNAND Flash
Akkulaufzeit
-74%
-62%
-35%
-60%
Idle
2297
1002
-56%
1640
-29%
899
-61%
Last
507
132
-74%
166
-67%
306
-40%
206
-59%
WLAN
446
503
WLAN (alt)
861
492

Pro

+ Tadellose Verarbeitung
+ Extrem widerstandsfähig
+ Flotter SoC
+ Betriebstemperaturen von -20 bis +60 °C
+ Akku im laufenden Betrieb wechselbar
+ Sinnvolles optionales Zubehör
+ Tolle Sprachqualität
+ Prima Umgebungsgeräuschunterdrückung
+ Lange Laufzeiten
+ Speicher erweiterbar
+ 36 Monate Garantie

Contra

- Kamera ist nur durchschnittlich
- Hoher Preis
- Recht wuchtig

Fazit

Im Test: Panasonic ToughPad FZ-E1. Testgerät zur Verfügung gestellt von Panasonic Deutschland.
Im Test: Panasonic ToughPad FZ-E1. Testgerät zur Verfügung gestellt von Panasonic Deutschland.

Panasonic gelingt mit seinem Rugged-Handheld ein hervorragendes Stück Technik, das sehr gut auf den professionellen Bereich abgestimmt ist. Eine tadellose Verarbeitung und echte Nehmerqualitäten bilden die Basis des Gerätes. Stürze aus bis zu drei Metern übersteht das Gerät problemlos, und auch der Einsatz in ungewöhnlichen Höhen, bei hoher Luftfeuchtigkeit oder widrigen Temperaturen sind kein Problem.

Dabei bekommt man ein Display, das sich sehr gut für den Einsatz im Freien eignet. Das FZ-E1 ist nicht nur vor Staub und Wasser geschützt, sondern kann Regen sogar erkennen und das Verhalten des Touchscreen entsprechend optimieren. Der Clou ist jedoch der im laufenden Betrieb wechselbare Akku, welcher darüber hinaus exzellente Laufzeiten ermöglicht. Die integrierte Akku-Heizung erlaubt auch einen Einsatz bei bis zu -20 °C. Das durchdachte Design und die nützlichen Features sind uns eine Aufwertung wert.

Das Panasonic ToughPad FZ-E1 ist ein hervorragender Rugged-Handheld, der jedoch auch seinen Preis hat.

Einziges geringes Manko ist die integrierte Kamera. Für kleinere Dokumentationen und zum Scannen von Codes reicht sie aus, echte Schnappschuss-Qualitäten hat sie aber nicht. Angesichts des Einsatzzweckes reicht die gebotene Leistung aber vollkommen aus.

Panasonic ToughPad FZ-E1 - 29.05.2015 v4(old)
Daniel Schmidt

Gehäuse
92%
Tastatur
73 / 80 → 91%
Pointing Device
92%
Konnektivität
52 / 65 → 80%
Gewicht
84 / 40-88 → 92%
Akkulaufzeit
98%
Display
82%
Leistung Spiele
58 / 68 → 85%
Leistung Anwendungen
46 / 76 → 61%
Temperatur
85%
Lautstärke
100%
Audio
81 / 91 → 89%
Kamera
49 / 85 → 58%
Auf- / Abwertung
+2%
Durchschnitt
71%
90%
Tablet - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Daniel Schmidt (Update: 15.05.2018)
Daniel Schmidt
Daniel Schmidt - Managing Editor Mobile - @Tellheim
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden.