Mit dem Release des Arc G3 Extreme inklusive der Arc-B390-iGPU läutet Intel eine neue Leistungsstufe für Gaming-Handhelds ein. Im letzten Jahr konnten die Intel-Handhelds mit Lunar Lake bereits die Lücke zu AMDs Ryzen Z2 Extreme schließen, der neue Arc G3 Extreme lässt dem AMD- Prozessor aber keine Chance mehr, wenn es um die Leistung geht. Das Beste daran: Bei einer identischen Leistungsaufnahme von 35 Watt liefert der Intel-Chip laut Benchmarks eine rund 41 Prozent höhere Performance als der AMD Ryzen Z2 Extreme.
Neben der reinen Leistung entscheidet vor allem die Software über den Erfolg eines Gaming- Handhelds. Die Center-M-Software von MSI überzeugte uns zwar von Beginn an, lies bei den Energieprofilen jedoch noch Wünsche offen. MSI setzt hier die Kritik um. Der neue Claw unterstützt nun zudem den Xbox-Vollbildmodus, ein Feature, das letztes Jahr mit dem Asus ROG Xbox Ally X eingeführt wurde. Sobald alle Spiele installiert sind, bleibt einem der Ärger mit Windows weitgehend erspart. Nutzer können zudem flexibel entscheiden, ob sie MSIs Center M oder die Xbox-App als primäre Startseite nutzen möchten. Das neue Gehäuse zeichnet sich zudem durch seine sehr ergonomische Haptik aus, es liegt perfekt in der Hand wie ein Controller.
Der Arc G3 Extreme mit der schnellen Arc-B390-iGPU liefert für ein mobiles Gerät eine absolut beeindruckende Performance ab. Aktuelle Games laufen flüssig, und für das Zocken unterwegs ist es ideal. Trotz der starken Technik im Inneren muss man jedoch realistisch bleiben: Es handelt sich nach wie vor „nur“ um eine integrierte Grafikkarte. Wer erwartet, dass ein kompakter Handheld die Performance einer dedizierten Grafikkarte oder einer modernen Heimkonsole erreicht, wird enttäuscht werden. Kritik ernten auch die Lüfter, die im Dauerbetrieb laufen, selbst im Leerlauf.
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.649 Euro stößt der neue High-End-Handheld in extreme Preisregionen vor. Für dieses Geld lässt sich bereits ein solider Gaming-Laptop mit einer RTX 5060 (wie das HP Omen mit 32 GB RAM und 1-TB-SSD bei Amazon) und zusätzlich eine Nintendo Switch 2 finanzieren. Natürlich haben alle Hersteller derzeit mit stark gestiegenen Speicherpreisen zu kämpfen. Bei solchen Summen verliert das Konzept eines mobilen Handhelds jedoch massiv an Attraktivität. Es ist schwer vorstellbar, dass eine breite Käuferschicht bereit ist, diese Schmerzgrenze zu überschreiten. Für alle weiteren Informationen steht unser ausführlicher Testbericht zur Verfügung.








